Hilfe beim hinschauen

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blanca24
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Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Wed Jan 17, 2018 6:59 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Neurowissenschaftlich ist das bewiesen, und auch in meinem täglichen Leben, den Gedankenströmen und Handlungen finde ich kein Ich, dass Kontrolle ausübt. Es fühlt sich an wie ein Fluss oder ein Gewebe in dem ich "schwimme" - d.h. also ist da trotzdem irgendwie ein Ich-Gefühl, dass ich nicht lokalisieren kann, das aber bleibt.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ein Bekannter hat es mir empfohlen, ich bin ihm sehr dankbar. Das war auf einem Retreat, in dem es auch ums Aufwachen geht. Die LU-Videos sind noch klarer und hilfreicher, als alles was ich bisher in der Advaita/Aufwach-Umgebung gefunden habe. Schon ab und zu hatte ich die Intuition, dass man auch mit genauem Hinsehen aufwachen können müsste, aber mir allein scheint das nicht zu gelingen. Es gibt hier eine sehr große Sehnsucht nach der Wahrheit, auch viel Angst und Nervosität. Irgendwo ist ein Punkt, wo eine Blockade sitzt. Im Gespräch würde ich gerne hinsehen, was genau los ist. Ich bin überwältigt, dass diese Möglichkeit besteht. Es ist wirklich unglaublich. Ich kann auch einem englisch-sprachigen Guide zugeordnet werden, das funktioniert für mich genauso.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Seit 2006 mache ich "spirituelle Arbeit". Zuerst ca. 4 Jahre lang eine Art Chakren-Meditation, mit Rückführungs-Übungen, also auch viel psychische Arbeit, viele Samskaras angeschaut. In dieser Meditationsschule habe ich immer "gearbeitet", um "besser" zu werden. Dann bin ich zu einer körperlich aktiven Meditation bei einem Energiemeister gekommen, wo ich das erste Mal Selbstliebe erfahren habe, sehr viel Liebe, sehr tiefe Erfahrungen, Glücklichsein, Eins-Sein mit allen. aber diese Zustände hielten nicht an. Auch hier habe ich mich nicht gelöst aus der Struktur: "Ich tue etwas, um etwas zu bekommen", ich musste also immer meditieren, um mich gut zu fühlen. Ganz viel Ich-haftigkeit und Kontrolle. Das ist mir in der Arbeit bei der ich jetzt gelandet bin, klargeworden, wo es wirklich um Nichts-Tun geht. Also den inneren Kampf beenden. Auf einem Seminar aber hat mir ein Bekannter LU genannt und es hat mich sofort gefangen. Es kommt mir noch schneller und direkter vor und meine Sehnsucht ist riesig.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Ich hätte sehr gerne Hilfe beim Hinschauen. Ich kann die beschriebenen Tatsachen: Kein Ich, keine Kontrolle, wahrnehmen - aber der Klick ist nicht da, ich funktioniere immer noch als ein Ich. Auch wenn, wie gesagt, ich es nicht finden kann, ist da tatsächlich ein Ich-Gefühl, ganz stark.
Beim Schauen passiert oft ein Abschweifen, oder ein in sich selbst-oder ins Hirn-verkrampfen - und eine Unsicherheit, ob es so geht, was genau wichtig ist, wie es überhaupt genau geht, was die richtigen Fragen sind. Ich mache da allein nicht die Fortschritte, die ich ersehne, und es ist jetzt das wichtigste überhaupt.

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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pregunta
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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Wed Jan 17, 2018 9:29 pm

Hey Blanca,

herzlich Willkommen bei LU. Ich heiße Karin und werde dich hier begleiten ...

1. Dies ist kein "normaler Dialog" im Wesentlichen geht es darum, dass ich dir Fragen stelle und Aufgaben gebe und du sie aus deiner direkten Erfahrung heraus beantwortest, schau jeweils, was du mit deinen fünf Sinnen dazu findest und welche Gedanken du beobachten kannst. Schau dabei jeweils ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du irgendwann oder während du mit Ilonas Buch gearbeitet hast, gemacht hast. Es ist wichtig, dass du hierbei in deinem eigenen Interesse 100% ehrlich bist.

2. Damit dein Prozess hier im Fluss bleibt, wäre es gut, wenn du möglichst jeden Tag antworten könntest. Wenn es mal nicht passen sollte oder mehr Zeit zum Indichgehen brauchst, sag einfach Bescheid.

3. Bitte packe sämtliche Literatur und Videos zum Thema Erwachen für die Zeit unseres Dialogs erstmal beiseite, damit du dich ganz auf den Prozess konzentrieren kannst.

Sind diese Punkte grundsätzlich in Ordnung für dich?

Wie die Zitierfunktion funktioniert, findest du bei in den allgemeinen Posts oben auf der deutschen Übersichtsseite.

Dank dir für deine ausführliche Vorstellung :))
Es kommt mir noch schneller und direkter vor und meine Sehnsucht ist riesig.
Worauf stützt sich genau deine Sehnsucht?
Was soll sich nach dem Durchschauen der Illusion ändern? Wie möchtest du dich dann fühlen?

Bitte schreib auch die Punkte auf, die du dir möglicherweise nicht wirklich zugestehen magst.

Liebe Grüße. Karin

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Thu Jan 18, 2018 9:34 am

Liebe Karin,
danke für dei schnelle Nachricht!!
Worauf stützt sich genau deine Sehnsucht?
Was soll sich nach dem Durchschauen der Illusion ändern? Wie möchtest du dich dann fühlen?
Ich stelle mir das so vor, dass dann eine große Erleichterung eintritt, weil das Suchen aufhört, dass immer mehr oder anders sein wollen, das Ziehen und Zerren, die Sehnsucht, usw. Dass eine Klarheit, vielleicht Nüchternheit eintritt und egal was, ich zumindest nicht mehr in Phantasien und Gedanken lebe. Freier, weniger nervös, wie angekommen - so stelle ich mir das vor.
Liebe Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Thu Jan 18, 2018 3:19 pm

Liebe Blanca,
Ich stelle mir das so vor, dass dann eine große Erleichterung eintritt, weil das Suchen aufhört, dass immer mehr oder anders sein wollen, das Ziehen und Zerren, die Sehnsucht, usw. Dass eine Klarheit, vielleicht Nüchternheit eintritt und egal was, ich zumindest nicht mehr in Phantasien und Gedanken lebe. Freier, weniger nervös, wie angekommen - so stelle ich mir das vor.

Es ist möglich, aber nicht sicher, dass diese Erleichterung eintritt, Menschen erleben das Durchschauen der Illusion sehr sehr unterschiedlich ... Vielleicht wird das Ziehen und Zerren auch noch vorhanden sein und du kannst es aus einer anderen Perspektive betrachten. Nobody knows. Lass die Erwartungen, nun, wo du sie formuliert hast, erst einmal fallen, sie können sehr behindern, und geh so offen wie möglich in den Prozess :))

Kein Ich, keine Kontrolle, wahrnehmen - aber der Klick ist nicht da, ich funktioniere immer noch als ein Ich. Auch wenn, wie gesagt, ich es nicht finden kann, ist da tatsächlich ein Ich-Gefühl, ganz stark.

Beschreib mal bitte dieses Ich-Gefühl. Wo sitzt es genau und aus welchen Bestandteilen ist es gebaut?

Benutze beim Betrachten des Gefühls deine Sinne. Was kannst du dabei sehen, hören, spüren, riechen, schmecken?
Welche Gedanken tauchen auf?

Kannst du irgendwo in den Empfindungen ein wirkliches Ich finden?

:))

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Thu Jan 18, 2018 11:11 pm

Beschreib mal bitte dieses Ich-Gefühl. Wo sitzt es genau und aus welchen Bestandteilen ist es gebaut?

Benutze beim Betrachten des Gefühls deine Sinne. Was kannst du dabei sehen, hören, spüren, riechen, schmecken?
Welche Gedanken tauchen auf?

Kannst du irgendwo in den Empfindungen ein wirkliches Ich finden?
Das ist zum einen das Gefühl was ich immer hatte wenn ich meinen Energie-Meister angeschaut habe, bei dem ich lange trainiert habe. Ein rundes Gefühl von Liebe, Licht, Einklang, das sich nach „meiner Essenz“ anfühlt, also voller als ein kleines separates Ich. Trotzdem ist es wohl nicht Kein-Ich, sonst würde es anhalten und nicht nur dasein, wenn ich in mich gehe. Vielleicht ist es überhaupt nur Phantasie, ich bin mir da inzwischen nicht mehr sicher. Zweifel als Gedanken. Vielleicht ein Sich-selbst-Einlullen. Oder ein sich Erinnern an die Male, wo das eine echt Erfahrung war.

Dann gibt es einfach ein Da-sein-Gefühl, als wäre jemand bewusst oder würde zuschauen. Sinneswahrnehmungen habe ich da gar keine bewussten.
Irgendwie habe ich eine Blockade bei dieser Frage, ich weiss es einfach nicht.

Andere Male entzieht es sich, es ist mal depressiv, mal ist so etwas wie Freude da, (und der Beobachter) meistens/fast immer ist da ein Getriebensein. Dazu körperlich mehr oder weniger subtil Anspannung. Angst. Das Gefühl, etwas tun zu müssen, nicht genug zu sein. Wenn ich hinschaue (was irgendwie an eine Blockade stösst) – merke ich, dass es nur Gefühlsschwankungen sind, denen (auch das merke ich) irgendwelche Grundüberzeugungen zugrunde liegen, sodass ich mich auch auf die Gefühle nicht so richtig einlassen kann, weil ich sie nicht ernst nehmen kann (obwohl ich das übe, Gefühle zuzulassen, bis sie sich von selbst verändern). Die Konzentration ist nicht gut, es scheint mir ein Kauderwelsch zu sein, was da abgeht. Ich schweife beim Hinschauen wie beim Fühlen immer ab – was ist das? Warum?

Ich kann kein Ich lokalisieren, aber bin auch nicht befreit, da war sicher kein Klick.

Das Grundgefühl ist immer noch, dass irgendetwas nicht stimmt. Auch wenn ich weiss, dass da ein Idee dahinter sein muss.

Ich werde weiter schauen, aber schicke das jetzt schon mal so chaotisch ab, wie es gerade ist.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Thu Jan 18, 2018 11:13 pm

noch eine ganz banale Frage: wo kann ich mein Passwort ändern, ich finde einfach nicht den Button dafür?!

Vielen Dank!!
Liebe Grüße, B

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Fri Jan 19, 2018 5:15 pm

Liebe Blanca,

zum Passwort ändern klicke auf deinen Usernahmen, dann User Control Panel, dann Profile, dann Edit Account Settings ...
Ich werde weiter schauen, aber schicke das jetzt schon mal so chaotisch ab, wie es gerade ist.
Alles wunderbar so :))

Das ist zum einen das Gefühl was ich immer hatte wenn ich meinen Energie-Meister angeschaut habe, bei dem ich lange trainiert habe. Ein rundes Gefühl von Liebe, Licht, Einklang, das sich nach „meiner Essenz“ anfühlt, also voller als ein kleines separates Ich. Trotzdem ist es wohl nicht Kein-Ich, sonst würde es anhalten und nicht nur dasein, wenn ich in mich gehe. Vielleicht ist es überhaupt nur Phantasie, ich bin mir da inzwischen nicht mehr sicher. Zweifel als Gedanken. Vielleicht ein Sich-selbst-Einlullen. Oder ein sich Erinnern an die Male, wo das eine echt Erfahrung war.

Du berichtest gerade sehr aus der Erinnerung, also stützst dich auf Gedanken über vorherige Ereignisse, was an sich auch ok ist.

Beim Direct Pointing schauen wir jedoch immer direkt im Hier und Jetzt. Außerdem trennen wir zwischen dem, was mit den Sinnen wahrgenommen wird, also der direkten unmittelbaren Sinneserfahrung und auftauchenden Gedanken.

Mach mal ein kleines "Experimentierzentrum" auf, schaue nochmal neu und suche das Ich.

Dazu untersuche ganz genau, was du HIER finden kannst. Welche Empfindungen, Bilder tauchen z.B. wo genau im Körper auf? Versteckt sich irgendwo in diesen Empfindungen ein wirkliches Ich? Welche Gedanken kannst du wahrnehmen?

Weisen diese Gedanken auf ein wirkliches Ich hin oder sind es nur Gedanken?

Liebe Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sat Jan 20, 2018 1:11 am

Dazu untersuche ganz genau, was du HIER finden kannst. Welche Empfindungen, Bilder tauchen z.B. wo genau im Körper auf? Versteckt sich irgendwo in diesen Empfindungen ein wirkliches Ich? Welche Gedanken kannst du wahrnehmen?

Weisen diese Gedanken auf ein wirkliches Ich hin oder sind es nur Gedanken?

Ich habe riesige Probleme damit.

Es sind ganz kurze Momente wo mich ein Gefühl trifft. Wenn ich es beschreibe, ist es schon Vergangenheit und aus der Erinnerung heraus. Z.B. eine kurzer Moment wo ein Selbstgefühl da war, irgendwas wie meine Mutter zu mir als Kind war (das war eine liebevolle Erinnerung) und dann ganz ganz kurz die aufblitzende Erkenntnis, dass die Erinnerung so eine Art Person erzeugt – aber war sofort wieder weg, konnte es nicht greifen. So ist es immer.
Die ganze Zeit konzentriere ich mich auf ein Ich, dann kommt es mir so vor als wäre es nur ein Strom von Gefühlen und Gedanken die sich aneinander reihen - ja, ich finde da kein Selbst, aber es ist auch total unbefriedigend, weil ich immer abschweife. Das nicht Finden des Ichs scheint mir eher auf mangelnde Konzentration zurückzuführen zu sein?! Ok, Gedanken sind: Ich mache es falsch, ich bin wohl noch nicht soweit, vielleicht ist die Sehnsucht nicht groß genug, bin ich faul?, etc...

Fragen:
- Soll ich in den Körpergefühlen nach dem Ich suchen, oder schauen, welche Körpergefühle auftreten, wenn ich das Ich suche? Das ist doch ein Unterschied oder? Oder beides? Ich bin irgendwie verwirrt.
Außerdem trennen wir zwischen dem, was mit den Sinnen wahrgenommen wird, also der direkten unmittelbaren Sinneserfahrung und auftauchenden Gedanken.
- Und macht ihr die Unterscheidung zwischen Körpergefühlen und Gefühlen? Weil mein Lehrer immer gesagt hat: Körpergefühle finden im Körper, also im Bereich 170x40x40 cm statt, Gefühle sind viel unbegrenzter, und nur so kommt man tiefer.


Also ich versuche es noch mal:
Ich sitze hier, mein Bauch drückt mich, ich bin nervös, Gedanken wollen sich anheften, dass ich nicht gut genug bin, wenn ich die Gedanken ignoriere, ist da ein Gefühl von Leere, und Angst vor der Leere. Der Atem geht von selbst wie bei einem Tier. Trauer ist auch irgendwo. Der Körper scheint insgesamt wie ein Tier zu funktionieren und ist sicher nicht das Ich. Das Ich ist eher eine Art Da-sein. Ich sehe meinen Körper – einfach ein Körper. Meine Sehen aus den Augen hat schon eher etwas mit einem Ich zu tun. Aber auch da ist nichts zu finden. In meinen Händen und Armen vibriert es. Da ist Angst, wie in einem luftleeren Raum zu sein. Als würde sich das Gehirn auf sich selbst stülpen., so dass es mir den Atem entzieht. Da ist nichts da. Eine ganz kurze Ahnung, dass im normalen Leben ständig Konstrukte benützt werden, die fiktiv sind. Schon wieder weg. Gedanken schon wieder.
Wenn ich wieder hinschaue, ein Augen-Rausquellen und Hirn-Verkrampfen-Gefühl.

Ich hoffe, Du kannst damit was anfangen und das führt etwas weiter.

Liebe Grüße und vielen Dank.

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sat Jan 20, 2018 12:16 pm

Liebe Blanca,
Es sind ganz kurze Momente wo mich ein Gefühl trifft. Wenn ich es beschreibe, ist es schon Vergangenheit und aus der Erinnerung heraus. Z.B. eine kurzer Moment wo ein Selbstgefühl da war, irgendwas wie meine Mutter zu mir als Kind war (das war eine liebevolle Erinnerung) und dann ganz ganz kurz die aufblitzende Erkenntnis, dass die Erinnerung so eine Art Person erzeugt – aber war sofort wieder weg, konnte es nicht greifen. So ist es immer.
Ja, die Flüchtigkeit von Wahrnehmungen kann die Beobachtung schon manchmal schwierig machen, allerdings kommt es hier ja auch nicht wirklich auf Perfektion an.

- Soll ich in den Körpergefühlen nach dem Ich suchen, oder schauen, welche Körpergefühle auftreten, wenn ich das Ich suche? Das ist doch ein Unterschied oder? Oder beides? Ich bin irgendwie verwirrt.
Schau zuerst, welche auftauchen und dann, ob du darin diese Instanz Ich finden kannst.

- Und macht ihr die Unterscheidung zwischen Körpergefühlen und Gefühlen? Weil mein Lehrer immer gesagt hat: Körpergefühle finden im Körper, also im Bereich 170x40x40 cm statt, Gefühle sind viel unbegrenzter, und nur so kommt man tiefer.
Körpergefühle lassen sich genausowenig auf 170x40x40 cm begrenzen. Dazu gebe ich dir gleich eine Übung, bei der du das selbst erfahren kannst ...

Vereinfacht betrachtet, sind Gefühle aus verschiedenen Sinneserfahrungen zusammengesetzt (z.B. aus verschiedenen Körperempfindungen, Bildern und Gedanken) ... und es geht mir hier meistens darum, die kleinsten Einheiten zu finden. Wenn allerdings z.B. Trauer hochkommt, erwähn das ruhig.

Ich sitze hier, mein Bauch drückt mich, ich bin nervös, Gedanken wollen sich anheften, dass ich nicht gut genug bin, wenn ich die Gedanken ignoriere, ist da ein Gefühl von Leere, und Angst vor der Leere. Der Atem geht von selbst wie bei einem Tier. Trauer ist auch irgendwo. Der Körper scheint insgesamt wie ein Tier zu funktionieren und ist sicher nicht das Ich. Das Ich ist eher eine Art Da-sein. Ich sehe meinen Körper – einfach ein Körper. Meine Sehen aus den Augen hat schon eher etwas mit einem Ich zu tun. Aber auch da ist nichts zu finden. In meinen Händen und Armen vibriert es. Da ist Angst, wie in einem luftleeren Raum zu sein. Als würde sich das Gehirn auf sich selbst stülpen., so dass es mir den Atem entzieht. Da ist nichts da. Eine ganz kurze Ahnung, dass im normalen Leben ständig Konstrukte benützt werden, die fiktiv sind. Schon wieder weg. Gedanken schon wieder.
Wenn ich wieder hinschaue, ein Augen-Rausquellen und Hirn-Verkrampfen-Gefühl.
Das ist doch schonmal einmal eine schöne Untersuchung :))

... dieser wilde Cocktail aus unterschiedlichen Gefühlen, Körperwahrnehmungen und Gedanken ... ohne, dass du irgendwo ein Ich finden konntest.

Meine Sehen aus den Augen hat schon eher etwas mit einem Ich zu tun. Aber auch da ist nichts zu finden.
Lass vorerst nochmal die Augen schließen mimm dir etwa 15 Minuten Zeit und stell dir folgende Fragen. Achte bei der Betrachtung wirklich nur auf die reinen Empfindungen, und nicht auf irgendwelche Gedanken oder Gedankenbilder.


Wie viele Zehen hast du? Kannst du wissen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Volumen?
Was ist dein Geschlecht?
Hat der Körper in der direkten Erfahrung eine bestimmte Form?
Kannst du eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung wahrnehmen?
Eine Grenze zwischen Körper und Stuhl/Unterlage?
Kannst du ein Innen oder ein Außen finden?
Wenn es ein Innen gibt - innerhalb von was genau?
Wenn es ein Außen gibt, das Außen von was genau?
Kann irgendein "Ich" im Körper gefunden werden?
Worauf bezieht sich das Gedankenetikett "Körper" eigentlich?
Was ist die tatsächliche Erfahrung des Körpers?

Fehlt dabei irgendetwas?


Viel Vergnügen!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sun Jan 21, 2018 2:59 am

Liebe Karin,
Vereinfacht betrachtet, sind Gefühle aus verschiedenen Sinneserfahrungen zusammengesetzt (z.B. aus verschiedenen Körperempfindungen, Bildern und Gedanken) ... und es geht mir hier meistens darum, die kleinsten Einheiten zu finden. Wenn allerdings z.B. Trauer hochkommt, erwähn das ruhig.
Ja, das erklärt mir etwas. Hatte schon länger die Wahrnehmung, dass vielen Gefühlen, v.a. negativen, irgendein Gedanke zugrunde liegt. Aber allen? Was ist z.b. bei Liebe? Oder ja, auch da ist letztlich ganz fein irgendeine Wahrnehmung von Licht oder ganz feine Stöme durch den Körper.Aber ich dachte bisher, das seinen nur die Begleiterscheinungen des eigentlichen Geschehens/Gefühls. Stimmt, wenn ich hinschaue, dann ist es das wohl. Wahrscheinlich habe ich vorher z.T. fantasiert.
Wieso nennst Du Trauer speziell? Weil das keine kleinste Einheit ist?
Was sind die kleinsten Einheiten?

Verwirrung schon ein bisschen hier, oder vielleicht ordnet sich gearde etwas neu, weil mein Lehrer immer spezifisch gesagt hat, Gefühle, v.a. tiefe Erfahrungen beginnen da, wo alle Bilder aufhören.
Meinst Du wirklich dass ganz subtil da immer irgendeine Körpererfahrung oder ein Gedanke da ist?



Körpergefühle lassen sich genausowenig auf 170x40x40 cm begrenzen. Dazu gebe ich dir gleich eine Übung, bei der du das selbst erfahren kannst ...
Das ist sofort einleuchtend, stimmt ja! Irgendwie bin ich trotzdem verwirrt. Vielleicht meinte er auch nur, Gefühle gehen zumindest tiefer als wenn nur Körperempfindungen wahrgenommen werden. Stimmt das? Oder ist das sowieso zweitrangig?
Ich will das nur klären, weil mich diese Gedanken/Fragen sonst total blockieren.


Ich höre jetzt auch auf, zu theoretisieren. Ich hatte heute keine zeit, mich hinzusetzten und war beim Arbeiten zu abgelenkt. Ich habe auch noch keine Zeit gehabt, die Übung richtig zu machen, ich mache das morgen vormittag.

ich sass nur ganz kurz heute da und da kam das:
Einsamkeitsgefühl. Gedanken. Ströme im Körper, aber nicht auf Körper begrenzt, stimmt! . Angst, Druck Gefühl in der Brust, Traurigkeitsgefühl in der Brust, als würde sich der Körper auflösen. Ein kleines Ich in der Brust, das sich zu beschweren scheint, aber kann nicht gefunden werden. Trotzdem bleibt so ein Protest, der immer wieder hochkommt. Eine Leere, immer wie so ein luftleerer raum und totale Scheu, das weiter zuzulassen.
Ganz kurz die Körperübung (aber will das morgen ausführlich machen): es gibt überhaupt keine Grenze und alles, Gefühle und Körpergefühle scheinen sich zu mischen und ungreifbar zu werden sofort bei Hinzoomen. Aber morgen mehr.


Morgen ist schluss mit der theorie, aber trotzdem freue ich mich über Antworten auf die Fragen.
Vielen Dank!
Liebe Grüße, Blanca

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sun Jan 21, 2018 11:18 am

Herrjemineh :)) :)) :))

Fragen über Fragen ... Das Leben ist ein Mysterium, es lässt sich nich abschließend erklären ...

Es ist gar nicht wichtig, wie dein Lehrer Gefühle genau gesehen hat oder ob wie weit sich Liebe theoretisch weiter sezieren lässt oder was ich dir erzähle ... Das sind alles nur Geschichten, die aus Gedanken bestehen, die hier keine Relevanz haben.

Relevanz hat hier nur, was DEINE unmittelbare Erfahrung ist. Was sind z.B. die kleinsten Teilchen, die sich in deiner Erfahrung zeigen, was ist wirklich hier, wenn du nicht den "Gedanken darüber" folgst?

Ich will das nur klären, weil mich diese Gedanken/Fragen sonst total blockieren.
Spür rein in dieses Wissenwollen. Nimm dir Zeit damit. Wie nimmst du es genau wahr? Klar, auf der obersten Ebene sind da die Fragen, also Gedanken.

Doch, was liegt darunter? Welche Gefühle kannst du wahrnehmen? Woraus sind die Gefühle gebaut?
Was kannst du tatsächlich sehen, hören, spüren? Schau weg von den Gedanken und lass all das so gut wie möglich zu.

Einschließlich des Widerstandes, der sich möglicherweise dagegen aufbaut ...

Wenn du all das hierseinlässt, ist da tatsächlich noch eine Blockade?

Kannst du das Ich finden, dass das alles wissen will?

Dir liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sun Jan 21, 2018 11:48 am

Vielleicht macht es Sinn für dich, das Reinspüren in das Wissenwollen vorzuziehen und die Körpererkundung auf später zu verschieben ..?

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Sun Jan 21, 2018 2:59 pm

Liebe Karin,

Danke für Deine Mühe und Antworten.
Ach so, ich muss das gar nicht alles wissen – neue Erkenntnis! Interessant! Das fühlt sich etwas erleichtert an. Muss etwas lachen, da war eine Überzeugung ,dass das alles genau erklärt und geordnet werden muss. Jetzt ist das Wissenwollen gerade nicht im Vordergrund aber ich will da noch mal reinfühlen.


Aber erst mal die Körperübung:

Sehr unbequem. Muss mich überwinden, erst ist da ein Weglaufen-Wollen. Der Körper hat überhaupt keine Grenze. Es fühlt sich immateriell an, feine Ströme, leer, offen, wie ein Ballon, aber ohne wahrnehmbare Grenze. Die Kleidung ist Teil des Körpers, die Unterlage, ich kenne dir Form nicht, es scheint keine zu geben, es ist alles immateriell oder aus feinen Atomen gemacht, feine Lichter,
das Hören und Schmecken hat auch keine Grenze und passiert irgendwo mitten im Raum, vielleicht ist es aber auch kein Raum, es scheint so ein Strömen zu sein.
es gibt nur Innen oder nur Außen, kann ich nicht sagen.
Gewicht: nicht leicht und nicht schwer, eher so etwas wie elastisch.

Ich bin erstaunt dass ich überhaupt an die feste Körperumrisslinie geglaubt habe und mich darin scheinbar gefühlt habe, es stimmt gar nicht, das war reine Erfindung.

Wenn ich aber mit den Augen schaue, dann sieht es nach fester Umrisslinie aus....aber daraus kannich keine Schlüsse ziehen, wenn ich die Gedanken jetzt mal nicht zulasse...so ein Gefühl von Projektion, aber nur eine Ahnung, die ich nicht greifen kann, als würden die Augen das sehen (sehen=machen), so als würde es in diesem Moment dann so aufscheinen. Ganz komisch. Also vorher und nachher könnte es auch ganz anders sein. Nur in dem Moment wo es gesehen wird ist da eine Hand. Das kommt mir jetzt ganz unwirklich vor, die Hand.
Wenn ich im Raum herumschaue, dann merke ich wie sofort der Verstand wieder einrastet und Dinge erkennt und einordnet, das Unwirklichkeitsgefühl ist schnell wieder vergessen, ah wie platt alles gleich wieder ist und wie fest. Im Kopf fühlet es sich wieder fest an, undurchdringliches Gehirn? - oder Stirn-Gefühl. Da kommt auch Ekel Wut Ärger. So wie gegen die Wand rennen, oder sich gegen etwas stemmen.



Zum Wissenwollen:

Angst, Perfektionsdrang, weil sonst „alles den Bach runtergeht“. Angst, mich zu verlieren, vernichtet zu werden. Es nicht zu schaffen, mich aufzulösen. Zerren und Enge/Bedrückung/Verzweiflung in Brust. Zittern in Brust. Ein Impuls, alles zusammenhalten zu wollen.
Auch ein Gefühl: „ich habe mich doch bemüht, das ist unfair! Da sind zu viele Unwägbarkeiten, das ist unsicher, da gehe ich verloren.“
Das ist der springende Punkt – und die Blockade, ich komme da nicht leicht tiefer dran.

Aus was die Gefühle gebaut?
Also, schon mal: Die Überzeugung dass ich da nicht weiterkomme.
Und: Schwindel in der Stirn, nicht mehr klar gucken können, Augen schwindelig, Ziehen im Hals, Kehle-Zuschnüren, Schwindel auch um den Kopf herum, Kribbeln im unteren Rücken, Füße nicht verankert im Boden. Zittrige Hände.
Und: Ein kleines Ich das verloren um Hilfe schreit. Scheint in der Stirn zu sitzen. Geht da auch nicht weg. Jetzt kommt Ärger, in Stirn und Hals. Es will das auch nicht weggehen. Wut. „Das lass ich mir nicht bieten.“ Da bin ich jetzt gerade.

Ich schaue aber weiter, was passiert.

Vielen Dank und liebe Grüße!
B

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby pregunta » Sun Jan 21, 2018 4:06 pm

Sehr unbequem. Muss mich überwinden, erst ist da ein Weglaufen-Wollen. Der Körper hat überhaupt keine Grenze. Es fühlt sich immateriell an, feine Ströme, leer, offen, wie ein Ballon, aber ohne wahrnehmbare Grenze. Die Kleidung ist Teil des Körpers, die Unterlage, ich kenne dir Form nicht, es scheint keine zu geben, es ist alles immateriell oder aus feinen Atomen gemacht, feine Lichter,
das Hören und Schmecken hat auch keine Grenze und passiert irgendwo mitten im Raum, vielleicht ist es aber auch kein Raum, es scheint so ein Strömen zu sein.
es gibt nur Innen oder nur Außen, kann ich nicht sagen.
Gewicht: nicht leicht und nicht schwer, eher so etwas wie elastisch.
Ich bin erstaunt dass ich überhaupt an die feste Körperumrisslinie geglaubt habe und mich darin scheinbar gefühlt habe, es stimmt gar nicht, das war reine Erfindung.
Wenn ich aber mit den Augen schaue, dann sieht es nach fester Umrisslinie aus....aber daraus kannich keine Schlüsse ziehen, wenn ich die Gedanken jetzt mal nicht zulasse...so ein Gefühl von Projektion, aber nur eine Ahnung, die ich nicht greifen kann, als würden die Augen das sehen (sehen=machen), so als würde es in diesem Moment dann so aufscheinen. Ganz komisch. Also vorher und nachher könnte es auch ganz anders sein. Nur in dem Moment wo es gesehen wird ist da eine Hand. Das kommt mir jetzt ganz unwirklich vor, die Hand.
Sehr schön geschaut.

Wenn du mit geschlossenen Augen das betrachtest, was wir gemeinhin Körper nennen, kannst du in irgendeiner Weise eine feste Einheit Körper finden?

Wenn ich im Raum herumschaue, dann merke ich wie sofort der Verstand wieder einrastet und Dinge erkennt und einordnet, das Unwirklichkeitsgefühl ist schnell wieder vergessen, ah wie platt alles gleich wieder ist und wie fest. Im Kopf fühlet es sich wieder fest an, undurchdringliches Gehirn? - oder Stirn-Gefühl. Da kommt auch Ekel Wut Ärger. So wie gegen die Wand rennen, oder sich gegen etwas stemmen.
Lass mit dem Betrachten mit offenen Augen noch etwas warten und erstmal weiter auf das Wissenwollen konzentrieren. Insbesondere, da sich dahinter die Angst zu verstecken scheint. Was im Übrigen vollkommen normal ist ...
Angst, Perfektionsdrang, weil sonst „alles den Bach runtergeht“. Angst, mich zu verlieren, vernichtet zu werden. Es nicht zu schaffen, mich aufzulösen. Zerren und Enge/Bedrückung/Verzweiflung in Brust. Zittern in Brust. Ein Impuls, alles zusammenhalten zu wollen.
Auch ein Gefühl: „ich habe mich doch bemüht, das ist unfair! Da sind zu viele Unwägbarkeiten, das ist unsicher, da gehe ich verloren.“
Das ist der springende Punkt – und die Blockade, ich komme da nicht leicht tiefer dran.

Lade auch all diese Gedanken und Gefühle, die Angst, den Widerstand, die Verzweiflung usw. ein, etc. hierzusein, gib ihnen richtig viel Raum,

insbesondere auch den sekundären Gefühlen, also, dass du all das gar nicht haben willst, oder dass du all das als wahnsinnig wichtig und relevant empfindest, dass es sich dabei um eine wichtige Überzeugung handelt. Lass all das hier sein.

Fühlt sich all das möglicherweise fürchterlich persönlich an, als wenn es dabei um dich geht?
Das ist nur ein Gefühl, lade auch dieses dazu ein, hierzusein.

Dann lass alle Gedanken los und spüre nur noch das, was du mit deinen fünf Sinnen wahrnehmen kannst. Ohne Worte, ohne Benennung, nur die reine rohe Energie ...

Schau, ob du darin das finden kannst, was die Angst beschützen will.

Liebe Grüße!

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Re: Hilfe beim hinschauen

Postby blanca24 » Mon Jan 22, 2018 2:55 pm

Liebe Karin,

danke für die Hilfe!!

Es ist sehr schwierig.
Das ist wie gesagt eine Blockade und kommen fast nur Allgemeinplätze, nichts wo es richtig klickt.

Gedanken sind: „ich muss alle verstehen, damit mir keiner reinpfuscht, damit ich in Sicherheit bin, gegen mögliche unfaire oder unvorhergesehene Angriffe. Damit ich mein Bestes getan habe!! Damit ich somit nicht mehr schlecht bin, damit das bewiesen ist. Damit ich überlegen bin.“

Diese Programm kenne ich schon zur Genüge, glaube auch nicht dran, schreibe das nur der Vollständigkeit halber auf.
Ja, glaube nicht dran, es scheint aber trotzdem noch verwurzelt zu sein?!


Ja, das ist alles sehr persönlich, da ist ein kleines verzweifelt kämpfendes Ich.
Das ist wohl die Stelle wo ich weiter gucken muss.
Ich hatte dann einen kurzen Moment eine Ahnung, das Ich will:
Nicht sehen, dass es sich vergeblich bemüht hat.
Weil das Problem fiktiv ist.
Da war die Ahnung von befreiter Leere.
Dass alle diese Kämpfe völlig absurd/umsonst waren, weil dahinter gar nichts ist.
All die Jahre vergebens, falsch gemacht!!!!! Dass es falsch ist. – was direkt wieder in den Loop „ich bin falsch“ mündet.
Aber eigentlich, damit es nicht sehen muss, dass da nur luftleerer Raum ist.
Da war kurz diese Ahnung aber das genügt noch nicht. Ich muss da nochmal rein.
Ich bin gerade eingeschlafen bei der Bemühung- da ist echt eine Blockade- das letzte was ich gefühlt habe, war dass das Ich eine Trennung, eine Abgrenzung will.
Wenn ich nochmal reinfühle: Wieder ganz kurz: das Gefühl, am Abgrund zu stehen, Angst. Schwäche in den Nerven. Totale Leere, aber ich merke, das kann ich noch nicht fühlen im vollen Ausmaß. Das ist immer nur eine Millisekunde.

Ich schicke das jetzt schon mal, um die Pause nicht zu lange werden zu lassen. Ich gucke weiter.

Liebe Grüße


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