Bitte um Guidance

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Renate
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Re: Bitte um Guidance

Postby Renate » Tue Oct 22, 2013 8:23 pm

Auch die Situation mit meiner Kollegin war gefüllt von Gedanken, die immer in der Arbeitssituation aufkommen. Worte, die gesprochen werden kommen einfach, ohne dass ich vorher weiß, was kommt.
Ja, so ist es. Es ist keiner da der bestimmt welcher Gedanke jetzt erscheint.
In mir ist immernoch der Gedanke, dass ich es klarer sehen müsste. Ach, ich bin grad etwas gefrustet. Vielleicht kommen aber jetzt auch die ganzen Programme, die mal auf Gehalt geprüft werden wollen.
Dennoch, hörst du den "Ton", auch wenn es laut ist? Spüre hin.

Ok. lass uns prüfen ob da was an dem Frust drann ist.
Gibt es jemand der Frust hat. Beschreibe ihn mir.

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Wed Oct 23, 2013 12:04 pm

Im Prinzip ist da nur ein Gefühl von Zusammenziehen. Starke Emotionen. Jetzt sehe ich wieder, dass es nur ein starke Identifikation mit den Gefühlen ist.

Ich bin nochmal über die Frage nach dem Entscheiden gestolpert und hatte mir für heute vorgenommen, zu schauen, wie Entscheidungen gefällt werden. Wann hat es angefangen. Schon heute morgen im Auto spürte ich den "Ton" wieder ganz deutlich. Es kam mir vor, als ziehe das Leben im Ton vorbei. Die Gedanken und Aktionen beginnen mit dem Aufwachen und reihen sich nahtlos aneinander, wie von selbst, wie eine Sinfonie.
Ich schaue weiter auf den Strom.

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Wed Oct 23, 2013 6:04 pm

Also von heute früh bis heute abend hat sich noch kein ICH wieder blicken lassen, dass hier viel Identifikation auslösen konnte. :-)

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Re: Bitte um Guidance

Postby Renate » Wed Oct 23, 2013 10:19 pm

Ich bin nochmal über die Frage nach dem Entscheiden gestolpert und hatte mir für heute vorgenommen, zu schauen, wie Entscheidungen gefällt werden. Wann hat es angefangen. Schon heute morgen im Auto spürte ich den "Ton" wieder ganz deutlich. Es kam mir vor, als ziehe das Leben im Ton vorbei. Die Gedanken und Aktionen beginnen mit dem Aufwachen und reihen sich nahtlos aneinander, wie von selbst, wie eine Sinfonie.
Ich schaue weiter auf den Strom.
Ich bin da ein bisschen hartnäckig und frage nochmal.
Ist dir ganz klar, dass es niemand gibt der Entscheidungen trifft oder in der Vergangenheit getroffen hat?

Wie ist es mit deinen Sinneswahrnehmungen, ist da jemand der hört?
Wo geschieht hören?

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Thu Oct 24, 2013 3:37 pm

Hartnäckig ist gut, weil ich ja selber keinen Vergleich habe, wie es sich anfühlen sollte.

Heute lief es ungefähr so: Ich musste wieder auf Arbeit und gleich früh war klar, heute werden die starken Emotionen beobachtet. Gleich auf der Fahrt kam eine Gelegenheit dazu auf und es wurde deutlich folgendes erfahren: Entweder ein Gedanke oder ein Bild taucht auf und dann ein Gefühl, manifestiert als starke Körperempfindung. Das ist das, was tatsächlich passiert. Heftet sich dann ein ICH an, dann zieht sich alles zusammen, Bild und Gefühl werden scheinbar festgehalten, die Geschichte entsteht. Heute früh wurde eben nur Bild und Gefühl gesehen, die auch schnell wieder verschwanden.

Ansonsten kommt immer mal wieder ein ICH Gefühl an, aber hier ist schon deutlich weniger Angst davor, dass es wieder wie vorher wird. Gestern Abend kam kurzzeitig Angst auf, das Gefühl, alles zu verlieren, mich zu verlieren. Aber dabei kam auch der Gedanke, dass das letztlich auch nur ein Gefühl ist und vorüberzieht.

Bei bestimmten Sachen muss schon immer mal wieder nachgeschaut werden. Gerade im Alltag zieht es auch mal stark in die Geschichte, aber wird schnell als ablaufendes Programm erkannt.

Andere Menschen als leer und in ihrem Programm ablaufend zu erkennen, geschieht noch nicht so sehr.

Wer hört?
Ich hab mal nachgespürt. Auf jeden Fall findet hören einfach statt. Dazu kann man sich nicht entscheiden. Aber keine Ahnung wer hört. Es braucht den Körper zum hören, so als Empfänger.

Wo findet hören statt?
Komischerweise kommt es mir so vor als fände es da statt, wo das Geräusch ist, aber das verändert sich immer im Bezug zum Standpunkt des Körpers.

Ja, ja, es ist eigenartig. Wenn ich nachschaue, sind die Dinge klar, aber trotzdem fühlt es sich an als säße da noch ein kleines ich in der Ecke, dass noch nicht so ganz überzeugt ist. Das ICH hier ist unheimlich hartnäckig und clever (Boah, was für ein Glaubenssatz)

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Thu Oct 24, 2013 3:38 pm

Aber ich will ehrlich sein, damit du mich in die richtige Richtung schubst.

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Thu Oct 24, 2013 8:48 pm

Sag mal, kann es sein, dass das Ich nur ein Konstrukt ist?

Ich bin nochmal die Hinweise und Fragen hier im Forum durchgegangen. Dabei ist eine Aufgabe, dass ich das ICH suchen und dabei etwas finden soll, was leicht zu finden ist, einfach wahrgenommen werden kann, so wie sehen, riechen oder Gefühle im Körper. Also nix verstecktes.
Also wenn ich so easy nachschaue, dann ist da nix vergleichbar einfaches zu finden, woran man ICH festmachen könnte.

Dann bin ich nochmal zurückgegangen und habe überlagt, was ich früher gemeinhin als ICH bezeichnet habe. Dazu kommt folgender Satz.

Ich bin mein Körper(ganz wichtig hier das Körpergefühl) und alle auftauchenden Gedanken und Gefühle zu jeder Zeit.

Wenn ich das nun genauer untersuche, dann gliedert sich das ICH dieser eben genannten Aussage schlicht und ergreifend in drei Dinge: Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle (die letztlich auch nur Körperempfindungen sind, nur intensiver). Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren wurde irgendwann mal mit einem Oberbegriff ettiketiert (ICH), dem fortan jedes Erleben zugesprochen wurde.

Wenn ich also das Gefühl habe zu ICHen, dann glaube ich einfach wieder an das Etikett, dass einem bestimmten Körpergefühl und den auftauchenden Gedanken zusammen zugesprochen und nie infrage gestellt wurde. Einfach eine unglaubliche Gewohnheit. Aber in Wahrheit ist es nur fühlen und Gedankenstrom.

Ich bin immer wieder auf die Aussage gestoßen, dass das ICH sowieso nie da war. Wenn ich aber daran glaube, das dieses und jenes mein ICH -Gefühl ist (weil ich es ja so mein Leben lang kenne), dann warte ich, dass es irgendwie weggeht und dann, so der Glaube, sei man durch. Aber eben erst dann. Ist das damit gemeint, dass gar nichts anders werden muss?

Lieg ich da jetzt völlig falsch? Habe ich da jetzt was theoretisiert?

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Re: Bitte um Guidance

Postby Renate » Thu Oct 24, 2013 11:09 pm

Sag mal, kann es sein, dass das Ich nur ein Konstrukt ist?
Wenn ich das nun genauer untersuche, dann gliedert sich das ICH dieser eben genannten Aussage schlicht und ergreifend in drei Dinge: Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle (die letztlich auch nur Körperempfindungen sind, nur intensiver). Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren wurde irgendwann mal mit einem Oberbegriff ettiketiert (ICH), dem fortan jedes Erleben zugesprochen wurde.

Schau, du siehst es doch schon klar, wo ist da noch Unsicherheit?
Wenn ich also das Gefühl habe zu ICHen, dann glaube ich einfach wieder an das Etikett, dass einem bestimmten Körpergefühl und den auftauchenden Gedanken zusammen zugesprochen und nie infrage gestellt wurde. Einfach eine unglaubliche Gewohnheit. Aber in Wahrheit ist es nur fühlen und Gedankenstrom.
Ja, genau richtig.
Ich bin immer wieder auf die Aussage gestoßen, dass das ICH sowieso nie da war. Wenn ich aber daran glaube, das dieses und jenes mein ICH -Gefühl ist (weil ich es ja so mein Leben lang kenne), dann warte ich, dass es irgendwie weggeht und dann, so der Glaube, sei man durch. Aber eben erst dann. Ist das damit gemeint, dass gar nichts anders werden muss?
Bitte lese jetzt nicht so viel in den Beiträgen der Andern, bleibe bei dir, was erlebst du?

Du siehst dieses "Zusammenspiel", du hast es oben gut beschrieben. Warum sollte es jetzt plötzlich "Plopp" weg sein. Dein ganzes Leben wurdest du konditioniert so zu denken, jetzt ändert sich deine Sichtweise und du erkennst immer leichter das Spiel.
weil ich ja selber keinen Vergleich habe, wie es sich anfühlen sollte.
Ich-Gefühl kommt und geht, aber etwas ist immer da, die Wahrnehmung davon. Freude!
Kein großer Knall, nur eine Feststellung, aber was für eine.
Es fühlt sich genau so an wie es sich bei dir anfühlt.

Ansonsten kommt immer mal wieder ein ICH Gefühl an, aber hier ist schon deutlich weniger Angst davor, dass es wieder wie vorher wird. Gestern Abend kam kurzzeitig Angst auf, das Gefühl, alles zu verlieren, mich zu verlieren. Aber dabei kam auch der Gedanke, dass das letztlich auch nur ein Gefühl ist und vorüberzieht.
Genau, wie die Wolken am Himmel. Kein Mensch regt sich über die Schäfchenwolken am Himmel auf. Sie kommen und gehen wie deine Gedanken.


Andere Menschen als leer und in ihrem Programm ablaufend zu erkennen, geschieht noch nicht so sehr.
Wie kommst du zu diesem Konzept?
Wo findet hören statt?
Komischerweise kommt es mir so vor als fände es da statt, wo das Geräusch ist, aber das verändert sich immer im Bezug zum Standpunkt des Körpers.
Höre nochmal genauer hin, ist es außerhalb deines Körpers oder könnte es in dir sein?

Wer trifft die Entscheidung morgen auf die Arbeit zu fahren?
Wer trifft die Entscheidung nach links abzubiegen?

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Fri Oct 25, 2013 5:56 pm

Das ICH gibt es nicht!

Folgendes ist passiert: Gestern Abend geschah das, was ich schon geschrieben habe. "Das Ich ist ein Konstrukt aus Körpergefühl und Gedanken" kam hoch.
Spüren: Aber alles fühlt sich noch genauso an. Moment mal, heißt das, dass ich mehr als dreißig Jahre an einen Schwindel geglaubt habe? Das ist ja unerhört! Dann verlief der restliche Abend so: Alles fühlt sich immer noch nach Ichen an, aber da ist plötzlich ein Wissen. Das, was für Ichen gehalten wurde, ist kein ICH. Es ist ein Betrug. Ich konnte es erst gar nicht glauben, deshalb war ich unsicher. Doch dann kam eine Ahnung von: OMG, dann darf dieses Gefühl von Ichen hier so sein, denn es war noch nie ein ICH, sondern nur Körpergefühl und Gedanken.

Heute weiter. Früh aufgestanden. Da war noch Unsicherheit, ob ich mich auch nicht geirrt habe, schließlich fühlte sich alles wie immer an, nur dass von einem Konglomerat aus Vorgängen das Etikett abgerissen war. Aber tief drin war wieder das Wissen da. Es fühlt sich an wie "Point of no return". Die Angst, dass das ICH wiederkommt, die vor ein paar Tagen noch da war, ist weg. Was soll denn wiederkommen? haha

Im Auto Tränen der Erleichterung. Du musst wissen, ich habe meinen Körper so lange ich lebe immer mehr oder weniger für unzulänglich gehalten und mich seiner geschämt. Plötzlich darf er sich entspannen. Er ist nicht das ICH, Halleluja! Er ist ein verdammt geniales Instrument. WOW

Tagsüber auf Arbeit. Tätigsein, das übliche Gefühl (was vorher für das ICH gehalten wurde)taucht wie immer auf aber es bleibt dabei, Sicherheit wird stärker, das war's. Boah, so eine Entspannung. Katja läuft weiter, schöne Sache, aber was ist das gegen diese Erlösung von der Illusion es gäbe ein ICH.

Nach Hause gefahren, wieder Tränen. Was für eine Last und sie war noch nie real, wieviel Leid für nichts. Gleichzeitig tiefe Ehrfurcht vor diesem genialen Trick.

Ich könnte ewig weiterschreiben, aber ich weiß, das macht es dir schwer. Also noch zu deinen Fragen.

Wer hat die Entscheidung getroffen, heute früh auf Arbeit zu fahren? Keine Anhnung, was geht's mich an. Nach dem gestrigen Sehen ist es völlig absurd und unnötig danach zu fragen. Passiert eben. Könnte auch eine Geschichte darüber erzählen, aber ich glaub, das willst du gerade nicht hören ;-)

Hören? Scheint so als ob jemand hört, aber eigentlich ist nur hören.

Das Empfinden hier ist noch so baff von dieser Wendung, dass es sich erst dran gewöhnen muss, dass hier wirklich kein Ich ist. Verwirrung, aber es ist nicht zu leugnen. Das geht in etwa so: "Ist doch alles wie immer - Aber da ist gar kein Ich-Ist doch aber alles wie immer-aber ohne ein Ich- häh?" Hin, her. Vielleicht kommt deshalb noch die Frage: Was ist das dann hier, was soll das dann? Häh.

Ich muss lachen. Ich hab grad die beste Nachricht des Lebens erhalten. Vielleicht lass ich die Verwirrung einfach sich verwirren. Eigentlich ist hier ein Gefühl von egal. Das Ich enttarnt und absent zu sehen ist besser als jeder Lottogewinn.

Konnte ich mich einigermaßen verständlich ausdrücken?

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Fri Oct 25, 2013 6:08 pm

Mir fällt noch was ein. Ich fand immer, dass die Frage: Wer bin ich? mit mir nix macht. Jetzt, wo klar ist, dass es kein ICH gibt, stellt sie sich plötzlich. Was bin ich dann? Die Frage geht ins Leere. Das ist hier einfach alles so da. Das ist so undenkbar, unvorstellbar undenkbar.

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Re: Bitte um Guidance

Postby Renate » Fri Oct 25, 2013 7:43 pm

Ich könnte ewig weiterschreiben, aber ich weiß, das macht es dir schwer. Also noch zu deinen Fragen.
Nein, schreib ruhig, ich kann mich noch gut an meine Zeit danach erinnern.

Ich würde mich freuen wenn du meine Fragen auch so ausführlich beantworten würdest!!!!!!!
Wer hat die Entscheidung getroffen, heute früh auf Arbeit zu fahren? Keine Anhnung, was geht's mich an. Nach dem gestrigen Sehen ist es völlig absurd und unnötig danach zu fragen. Passiert eben. Könnte auch eine Geschichte darüber erzählen, aber ich glaub, das willst du gerade nicht hören ;-)
Ich möchte keine Geschichte hören, das stimmt. Ich möchte hören, ob du dich damit beschäftigst.
"Keine Ahnung" ist mir zu wenig :-)
Was bin ich dann? Die Frage geht ins Leere. Das ist hier einfach alles so da. Das ist so undenkbar, unvorstellbar undenkbar.
Was für Gefühle sind dann da, wenn du das denkst?

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Fri Oct 25, 2013 8:21 pm

Wer hat die Entscheidung getroffen, heute früh auf Arbeit zu fahren? Keine Anhnung, was geht's mich an. Nach dem gestrigen Sehen ist es völlig absurd und unnötig danach zu fragen. Passiert eben. Könnte auch eine Geschichte darüber erzählen, aber ich glaub, das willst du gerade nicht hören ;-)
Ich möchte keine Geschichte hören, das stimmt. Ich möchte hören, ob du dich damit beschäftigst.
"Keine Ahnung" ist mir zu wenig :-)
Okay, jetzt ernsthafter. Was heute früh geschah: Aufgewacht. Dringend auf's Klo. Auf die Uhr gesehen. 5.17 Uhr, Aufgestanden. Körper geht ins Bad. Gedanken kreisen hauptsächlich um die unerhörte Erkenntnis des Vorabends. ALso heute früh wurde gar keine Entscheidung getroffen, auf Arbeit zu gehen. Es war einfach klar. Tage vorher wurde der Dienstplan gelesen. Der Der Tag heute wurde als Frühdienst markiert. Dabei tauchten sofort weitere Gedanken auf, die den dafür notwendigen Ablauf beschreiben. Uhr stellen. Über die Morgenprozedur wurde nicht nachgedacht. Die ist klar. Es lief einfach ab. Ein Strom von Gedanken und Handlungen. Mehr nicht.
Was bin ich dann? Die Frage geht ins Leere. Das ist hier einfach alles so da. Das ist so undenkbar, unvorstellbar undenkbar.
Was für Gefühle sind dann da, wenn du das denkst?[/quote]

Erst Weite, dann erzeugen die fraglichen Gedanken vage alte Gefühle wie Angst, Enge (ähnlich des Ichens), etwas Verwirrung, teils unangenehm. Der Gedanke kommt "nichts mehr zum festhalten". Dann wieder Ruhe. Plötzlich immer wieder Momente wo nur hören ist. Noch mal hinspüren, was bin ich dann? Keine Antwort, aber Dringlichkeit der Frage verblasst. Wieder Weite, Ruhe, alles ist okay. Es darf so kommen wie es kommt. Fragen werden immer unwichtiger, Warten, Ruhe, das Gefühl der Unbeschreibbarkeit trotzdem gleichzeitig das Bedürfnis, darüber zu reden. So viel Liebe in der Entspannung.


Es ist wirklich eine Herausforderung dir das in wenigen Worten nahezubringen. Etwas will dich nicht mehr davon überzeugen wollen. Aber mach bitte trotzdem weiter, wenn du noch Fragen hast, damit in jede Ecke geleuchtet wird.

Ich danke dir. ich danke dir...

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Re: Bitte um Guidance

Postby Renate » Sun Oct 27, 2013 8:48 am

Es ist wirklich eine Herausforderung dir das in wenigen Worten nahezubringen. Etwas will dich nicht mehr davon überzeugen wollen
Wunderbar, es setzt sich sozusagen :-)
Der Der Tag heute wurde als Frühdienst markiert. Dabei tauchten sofort weitere Gedanken auf, die den dafür notwendigen Ablauf beschreiben. Uhr stellen. Über die Morgenprozedur wurde nicht nachgedacht. Die ist klar. Es lief einfach ab. Ein Strom von Gedanken und Handlungen. Mehr nicht.
Ein Ding reiht sich an das Andere, ohne ein Täter. Das Leben flietß ohne dein Zutun.

Wie ist es für dich diesem Leben so ausgeliefert zu sein?

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Re: Bitte um Guidance

Postby Arda » Sun Oct 27, 2013 8:44 pm


Wie ist es für dich diesem Leben so ausgeliefert zu sein?
Das kann ich so gar nicht beantworten, weil hier niemand ist, der etwas ausgeliefert sein könnte. (Klingt wie auswendig gelernt, ist aber die direkte Erfahrung hier)


Im Prinzip ist alles wie vorher. Hier war weder sowas wie Einheitsgefühl noch Liebe für alles zu spüren. Das ist durchaus ernüchternd. Es scheint ganz langsam einzusinken. Vielleicht bleibt aber auch alles so und wird zunehmend egal.

Die Erkenntnis, dass da keiner ist, war schon erstmal sehr überraschend. Aber da hier nichts anders ist, als dass das, was ich für mein ICH gehalten habe nun einfach das eben nicht ist, läuft alles so weiter wie vorher. Die Gedanken sind immernoch da, und da auch immernoch ICH gedacht wird, fühlt sich auch das wie vorher an. Alles ist jedoch einfach entspannter. Heute morgen war der Gedanke :"Ich muss nichts mehr erreichen" einfach total erleichternd, weil da gar keiner ist, der was ereichen könnte. Das war echt toll! Habe spontan getanzt. :-)

Gestern war hier viel Unruhe, da jetzt dieses "danach" einsetzt, wo sämtliche Programme wieder auftauchen und irritiert nach dem ICH suchen. Wie so eine Art Phantomschmerz. Sie bestehen darauf, dass alles wie immer ist. Da wär ein bisschen Hilfe ganz praktisch, so ein,"das ist ganz normal" "wird schon" oder ähnliches. Hab dann auf der Liberation Unleashed website ein paar hilfreiche Dinge gefunden.

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Re: Bitte um Guidance

Postby Renate » Mon Oct 28, 2013 12:33 pm

Gestern war hier viel Unruhe, da jetzt dieses "danach" einsetzt, wo sämtliche Programme wieder auftauchen und irritiert nach dem ICH suchen. Wie so eine Art Phantomschmerz. Sie bestehen darauf, dass alles wie immer ist.
Im Prinzip ist alles wie vorher. Hier war weder sowas wie Einheitsgefühl noch Liebe für alles zu spüren. Das ist durchaus ernüchternd. Es scheint ganz langsam einzusinken. Vielleicht bleibt aber auch alles so und wird zunehmend egal.
Warum sollte auch was anderes sein, es war ja auch schon vor deiner Erkenntnis so, dass kein Ich da war.
Meines Erachtens sollte man nicht sagen " nur wenn es so und so läuft..." ist es es "richtig".
Das Erleben ist ganz individuell, wichtig ist diese Klarheit und sie drückt sich halt ganz unterschiedlich aus.

Dennoch, das hast du auch geschrieben und das ist gut so.
Es ist weiterhin Leichtigkeit da, die reine Wahrnehmung dringt jetzt mehr in den Fokus. Die Frage nach dem Ich wird nicht mehr so intensiv gestellt, da darüber Klarheit herrscht.
Da wär ein bisschen Hilfe ganz praktisch, so ein,"das ist ganz normal" "wird schon" oder ähnliches. Hab dann auf der Liberation Unleashed website ein paar hilfreiche Dinge gefunden.
Gut, dafür ist dieses Forum auch da :-)
Diese Programme werden noch länger laufen, deine Konditionierungen sind ja auch schon lange geglaubt worden.
Was fehlt noch? Schau mal nach welche Fragen noch offen sind?


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