ja, schön. Noch einmal: Wieso sind es denn "deine" Gedanken? Oder "deine Denkweise"? Wer ist verantwortlich?Aber, wenn ich mich mit einem bestimmten Thema auseinandersetze und mir in dem Moment vor Augen halte, dass meine Gedanken nicht die Realität sind und mir viel erzählen wenn der Tag lang ist, dass ich meine Gedanken nicht bin und dass auch mein "Ich" nur aus Gedanken besteht, dann tut sich da etwas. Die Tage hat sich z.B. etwas ereignet, dass sich nach meiner alten Denkweise negativ auf meine Zukunft auswirken wird, etwas geht zu Ende, was ich aber nicht missen möchte weil es mir sehr viel bedeutet. In der Regel würde ich mir jetzt viele Gedanken dazu machen, in Selbstmitleid zerfließen, mich als Opfer sehen und mir die Zukunft düster und trostlos ausmalen. Kurz, alles wird total sch....e
So, wenn ich jetzt meine Gedanken nur betrachte und verstehe, dass sie nicht real sind, berührt mich das Thema wesentlich weniger und mir geht es eigentlich relativ gut damit, weil ich es akzeptieren und loslassen kann, ich kann es quasi aus der Ferne unbeteiligt beobachten.
Und genau, schau dir einfach an, was vor sich geht. Schau, was die Gedanken alles so erzählen, befürchten etc. - und was jetzt und hier wirklich da ist.
Könnte es jemals anders sein, als es ist?
das ist gut- lass diese Unsicherheit mal einfach da sein - tatsächlich ist es so, dass du nie Schwimmflügel hattest, der Verstand sagt "dass ist unmöglich!" - aber du wurdest schon immer getragen. Leben entfaltet sich spontan. In Form von "Ludwig", in unzähligen Formen...Allerdings fühle ich mich jetzt verletzlich, unsicher und weiß erstmal nicht wie ich das nutzen kann. Evtl. kann man das damit vergleichen, wenn man das erste Mal ohne Schwimmflügel schwimmt und dann gleich weiter draußen im Meer ausgesetzt wird. So in etwa fühl es sich für mich an.
ja, schön dass du das so artikulieren kannst. Man kann da so einiges finden. Spiel mal ein bißchen mit diesem Satz, zB "umso besser ich mich fühle und um so mehr ich das Leben bejahe, desto eher wird es am Ende gut" ;-)Daran merke ich aber sehr gut, dass mir die alte Verhaltensweise (siehe oben) wohl ein falsches Gefühl der Kontrolle und Sicherheit gegeben hat. "Um so beschissener ich mich fühle und um so mehr ich mich selbst runtermache, um so eher wird es am Ende gut". Das habe ich jetzt als Glaubenssatz gefunden. Natürlich ist das Käse und ein sehr unreife Denkweise. Aber dieser Satz begleitet mich wohl schon unterbewusst sehr lange.
...und frage dich, was tatsächlich da ist, also ohne diesen Gedanken.
I
wie gesagt, lass es mal da sein.ch bin sehr froh über diese Erkenntnis. jetzt muss nur noch dieses Gefühl der Unsicherheit verschwinden.
Was bleibt von Unsicherheit ohne den Gedanken einer "Unsicherheit"?
Wo ist sie?

