binschonda

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4Frieden
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Tue Apr 30, 2019 8:11 pm

In der direkten Wahrnehmung gibt es nur "hören-Wahrnehmen", sehen-wahrnehmen, usw.
Ist irgendetwas anderes real als direktes Wahrnehmen/Erfahren?
Nein, denn nur was jetzt direkt erfahren wird kann real sein. Der Rest ist Phantasie.
Nein, das ist nicht möglich. Wie oben schon gesagt, gibt es in den Gedanken eine Meinung dazu wie innen oder außen, aber eine Grenze ist definitiv nicht zu definieren.
Schön gesehen... Wie sehr wird noch geglaubt, was Gedanken sagen?
Noch ziemlich viel. Durch die Übungen wird viel deutlich, und trotzdem ist es noch so.
1. Fühlt sich eines wahrer an als das andere und wenn ja, welches?
Diese Übung ist sehr schön. Das ohne ich fühlt sich echter an. Eben direkter und damit "näher dran".
2. Ohne Etiketten, was ist hier?
Ist schwer zu beschreiben. "Es" ist da. sehen passiert, hören, spüren und gleichzeitig wenn es keine Etiketten gibt, wie soll ist es denn benennen. Ist ja dann eine Etikette. Oder Frage falsch verstanden?

3. Beeinflussen Etiketten die Erfahrung oder beschreiben sie sie nur?
Sie beeinflussen die Erfahrung nicht. Sie beschrieben sie nur. Wie könnten sie auch die Erfahrung beeinflussen? Sie sind ja selbst von der gleichen Art! Da jedoch die Wahrnehmung von der direkten Erfahrung zum denken und etikettieren geht wird eine "indirekte Erfahrung" erschaffen. Hier komm ich noch nicht weiter.
4. Ist dir ein Unterschied im körperlichen Empfinden aufgefallen?
Es findet ein "tieferes eintauchen" in die Erfahrung statt. Mit Ich ist es immer mehr ein hin und her und lokalisieren usw.
5. Gibt es etwas was dir noch aufgefallen ist, falls ja, was?
Es wird entspannter und ruhiger. Ein Sog hin zum Reduzieren findet statt.
Zuerst: Fuß spüren. Bildschirm sehen. Fingerspitzen auf Tasten spüren. Passt das da denken, wir mehr und mehr zu spüren, spüren, sehen, spüren, hören, hören, denken und selbst das ist ja noch Etikette.
Ohne ist es "schöner" oder "reiner".
Liebe Grüße, Liselotte

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Barb
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Re: binschonda

Postby Barb » Wed May 01, 2019 11:37 am

Nein, denn nur was jetzt direkt erfahren wird kann real sein. Der Rest ist Phantasie.
Mach dir das immer und immer wieder bewusst...
Schön gesehen... Wie sehr wird noch geglaubt, was Gedanken sagen?
Noch ziemlich viel. Durch die Übungen wird viel deutlich, und trotzdem ist es noch so.
Wie zeigt sich das?
Diese Übung ist sehr schön. Das ohne ich fühlt sich echter an. Eben direkter und damit "näher dran".
Ja schön.... Vielleicht kannst du auch das ein wenig in den Alltag mit einbeziehen..
Ohne Etiketten, was ist hier?
Ist schwer zu beschreiben. "Es" ist da. sehen passiert, hören, spüren und gleichzeitig wenn es keine Etiketten gibt, wie soll ist es denn benennen. Ist ja dann eine Etikette. Oder Frage falsch verstanden?
Ja natürlich ist jedes Wort Etikette... :) Aber wir müssen Wörter benutzen um kommunizieren zu können. Es gibt die "absolute Ebene" – das Reich der reinen Erfahrung, das nicht mit Worten beschrieben werden kann, und die "relative Ebene" auf der wir kommunizieren und in der dann auch immer mehr die Geschichten entstehen. Die Worte "wahrnehmen, erfahren" sind noch am neutralsten...gefolgt von sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken.... :)
Da jedoch die Wahrnehmung von der direkten Erfahrung zum denken und etikettieren geht wird eine "indirekte Erfahrung" erschaffen. Hier komm ich noch nicht weiter.
Gibt es wirklich „indirekte Erfahrung“? Was sollte das sein? SCHAU da ganz genau nach. Wird nicht auch „denken“ und „etikettieren“ erfahren?

Stell dir mal einen Apfel vor. Der Gedanke an den Apfel wird erfahren, aber kannst du in ihn hinein beißen? Natürlich nicht, weil der Apfel der Gedankeninhalt ist, also eine bildhafte Vorstellung. Das wahrnehmen des Gedankens ist real, der Inhalt ist Fantasie...Dadurch wird aber der Fantasieapfel nicht zu einer indirekten Erfahrung... Weißt du was ich meine?

Kleiner Realitätscheck:
Die Gedanken vergeben Namen für alles und heften diese an die Empfindung oder Sinneswahrnehmung.

Die Namen können für etwas stehen, was es wirklich gibt, was mit den Sinnen wahrnehmbar ist: Tisch, Fenster, Wasser.

Oder sie bezeichnen etwas, was es nur als Konstrukt gibt, z.B. Berlin. Man kann sich nicht mit Berlin treffen. Aber die Komponenten sind sehr wohl mit den Sinnen erfahrbar, die Häuser, Straßen, Menschen, U-Bahn.

Und dann gibt es noch Namen für reine Phantasiefiguren, z.B. Weihnachtsmann, Zahnfee, Spiderman.

In welche Kategorie fällt das "Ich"?

Real ist, was nicht verschwindet, wenn man aufhört daran zu denken... ;))
4. Ist dir ein Unterschied im körperlichen Empfinden aufgefallen?
Es findet ein "tieferes eintauchen" in die Erfahrung statt. Mit Ich ist es immer mehr ein hin und her und lokalisieren usw.
Ja, der Körper weiß ganz genau.... :)
5. Gibt es etwas was dir noch aufgefallen ist, falls ja, was?
Es wird entspannter und ruhiger. Ein Sog hin zum Reduzieren findet statt. 
Zuerst: Fuß spüren. Bildschirm sehen. Fingerspitzen auf Tasten spüren. Passt das da denken, wir mehr und mehr zu spüren, spüren, sehen, spüren, hören, hören, denken und selbst das ist ja noch Etikette. 
Ohne ist es "schöner" oder "reiner".
Wunderschön...

Schauen wir uns mal an, was es mit dem „Körper“ so auf sich hat:

Vielleicht magst du ja die folgende Übung auch aufs Handy oder so sprechen.

Finde einen ruhigen Ort und eine ruhige Zeit.
Lege dich hin, atme ruhig und langsam, schließe die Augen und entspanne dich.

Wenn du dort angekommen bist, betrachte bitte folgende Fragen:

Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?

Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?

Nur im Spüren, weißt du wie viele Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?

Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?

Nimmt der Körper wahr, oder wird der Körper wahrgenommen?

Fehlt hier irgendetwas, wenn du dich so erfährst?

Viel Freude mit dem Experiment :)
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4Frieden
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Thu May 02, 2019 8:36 pm

Wie sehr wird noch geglaubt, was Gedanken sagen?
Noch ziemlich viel. Durch die Übungen wird viel deutlich, und trotzdem ist es noch so.
Wie zeigt sich das?
Durch das "verlieren" in Gedankenschleifen. Manchmal unterm Tag wirklich lange Schleifen, bis gecheckt wird, dass hier einfach Gedanken ablaufen. Und in diesen Phantasiefilmen geht es natürlich um das "ich" in Bezug auf die Welt oder auf sich selbst.
Da jedoch die Wahrnehmung von der direkten Erfahrung zum denken und etikettieren geht wird eine "indirekte Erfahrung" erschaffen. Hier komm ich noch nicht weiter.
Gibt es wirklich „indirekte Erfahrung“? Was sollte das sein? SCHAU da ganz genau nach. Wird nicht auch „denken“ und „etikettieren“ erfahren?
Ok, es gibt keine "indirekte Erfahrung". Denken findet statt und Gedanken erschaffen Phantasien. Es findet dann oft kein Gewahrsein statt, dass Denken passiert, sondern ein "eintauchen in diesen Phantasie-film".
In welche Kategorie fällt das "Ich"?
Der erste Reflex geht zum Körper. Also wirklich. Aber das Ich ist ja nicht der Körper.
Dann Konstrukt? Also die Summer der sinnlichen und gedanklichen Erfahrungen usw.. Das stimmt aber auch nicht, weil keine "Einheit" gibt. Wenn ich das ich nicht auf den Körper beziehe, dann gibt es kein Zentrum und keine Grenze. Also kann es da auch nicht sein.
Also reine Phantasiefigur.
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Es werden Körperempfindungen wahrgenommen. Dann wird von Gedanklich etikettiert. Fersen berühren den Boden, Kopf berührt den Boden, und anschließend kommen Gedanken "so grob von dort bis dort müsste die Größe sein". In der direkten Wahrnehmung gibt es keine Größe.
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Auch hier wieder das gleiche. Körperempfindungen wie "Druck" wird wahrgenommen und dann kommen "Gedanken" wie der Körper muss ein Gewicht haben womit er auch den Boden drückt und dadurch entstehen die Körperempfindungen usw.
Aber ohne Gedanken kein Gewicht und kein Umfang!
Kann gerade nicht weitermachen, mache morgen früh weiter.

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4Frieden
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Fri May 03, 2019 8:42 am

Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Eine klare Gestalt definitiv nicht. Natürlich weiß ich, dass es in der direkten Erfahrung auch keine Form geben dürfte, aber es spürt sich nach Form an. Ich weiß dass es falsch ist, und es spürt sich formig an.#
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Nein, da ist nur eine Empfindung. Grenze usw. oder dass die Empfindung durch Kleidung ausgelöst wird, und an der Grenze zwischen Körper und Kleidung stattfindet sind der Inhalt von Gedanken. In der direkten Erfahrung einfach kribbeln, oder druck, oder ziehen.
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
Nein, da ist druck zu spüren und die gleichen Gedanken wie bei der Kleidung. In der direkten Erfahrung einfach nur druck und feines kribbeln.
Nur im Spüren, weißt du wie viele Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Der Große Zeh, wird von den Gedanken klar identifiziert und mit "Kippeln am großen Zeh", etikettiert. Bei den anderen Zehen ist eine klare Identifikation durch die Gedanken schon schwieriger, und am Ende weiß das kribbeln natürlich nichts von Zehen.
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Außen und Innen sind wieder Inhalte von Gedanken. Spüren hat damit nichts zu tun und "kümmert" sich nicht um außen oder innen oder oder.
Nimmt der Körper wahr, oder wird der Körper wahrgenommen?
Die Frage ist seltsam. Körper ist auch ein Etikett.
Ich würde sagen, spüren spürt sich selbst.
Fehlt hier irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
Nein es fehlt nichts.

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Barb
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Re: binschonda

Postby Barb » Fri May 03, 2019 11:09 am

Durch das "verlieren" in Gedankenschleifen. Manchmal unterm Tag wirklich lange Schleifen, bis gecheckt wird, dass hier einfach Gedanken ablaufen. Und in diesen Phantasiefilmen geht es natürlich um das "ich" in Bezug auf die Welt oder auf sich selbst.
Wenn es dann soweit ist, dass das gecheckt wird, dann wird aber auch gesehen – wie du schreibst – dass das alles Phantasie ist, oder? Das ist doch ganz wunderbar. Lebenslange Konditionierungen lösen sich nicht auf einmal auf...

Was wäre, wenn dieses „verlieren“ in Gedankenschleifen auch nach dem torlosen Tor noch ganz genauso da wäre? Wenn es gar nicht darum ginge, die Gedanken los zu werden?

Atmen geschieht, gehen geschieht, verdauen geschieht, denken geschieht... :)
Denken findet statt und Gedanken erschaffen Phantasien. Es findet dann oft kein Gewahrsein statt, dass Denken passiert, sondern ein "eintauchen in diesen Phantasie-film".
Ist dann nicht auch das einfach das was geschieht? Woher kommt der Anspruch, dass es nur richtig ist, wenn alles voll gewahr ist?
Also reine Phantasiefigur.
:)
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Es werden Körperempfindungen wahrgenommen. Dann wird von Gedanklich etikettiert. Fersen berühren den Boden, Kopf berührt den Boden, und anschließend kommen Gedanken "so grob von dort bis dort müsste die Größe sein". In der direkten Wahrnehmung gibt es keine Größe.
Genau, und es geht hier wirklich nur um die direkte Erfahrung... :) Gedanken erzählen mal dies mal das, lass die einfach plappern und schau immer wieder: WAS IST JETZT WIRKLICH DA?
Aber ohne Gedanken kein Gewicht und kein Umfang!
Genau... :)
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Eine klare Gestalt definitiv nicht. Natürlich weiß ich, dass es in der direkten Erfahrung auch keine Form geben dürfte, aber es spürt sich nach Form an. Ich weiß dass es falsch ist, und es spürt sich formig an.
Wenn es keine Grenze gibt, wie du weiter unten schreibst, wie kann es sich dann formig anspüren? Wird Form nicht durch Grenzen definiert? Schau da noch mal, ob es sich wirklich „formig“ anspürt, oder ob das nur Gedankeninhalt ist.
Nein, da ist nur eine Empfindung.
:)
Nur im Spüren, weißt du wie viele Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Der Große Zeh, wird von den Gedanken klar identifiziert und mit "Kippeln am großen Zeh", etikettiert.
Es geht bei dieser Untersuchung wirklich nicht darum, was Gedanken identifizieren oder sagen usw. Jede Frage die ich stelle hätte gerne eine Antwort aus der reinen aktuellen Erfahrung, bevor Gedanken etikettieren. Was Gedanken sagen ist in diesem Prozess uninteressant. Gedanken sind weder gut noch schlecht, sie sind wunderbare Werkzeuge die als Orientierungs- und Kommunikationshilfe dienen können. Genauso ist auch der Ich-Gedanke einfach nur ein Navigationskonzept...

Versuch immer wieder in deinem Alltag abzugleichen (sobald es in den Sinn kommt) was wirklich da ist, und was Gedankeninhalte nur suggerieren. Wir wollen (bzw. können) nicht das Ende des Denkens herbeiführen, wir wollen immer wieder einfach nur hinschauen und sehen und erkennen, was Gedanken wirklich sind und wie viel sie mit der Wirklichkeit zu tun haben... :)
am Ende weiß das kribbeln natürlich nichts von Zehen.
Genau um das geht es... :)
Außen und Innen sind wieder Inhalte von Gedanken. Spüren hat damit nichts zu tun und "kümmert" sich nicht um außen oder innen oder oder.
Ganz genau, vergleiche das nochmal mit deiner Antwort von oben, dass es sich „formig“ anfühlen würde. Ohne innen oder außen, kann es da eine Form geben? (Wobei es natürlich auch wieder nicht falsch ist, das Konzept Form zu benutzen, auch das ist im Alltag hilfreich...)
Ich würde sagen, spüren spürt sich selbst.
Ist das eine Antwort aus den Gedanken, oder spürt sich das wirklich so an - ist es Erfahrung?
Nein es fehlt nichts
Halte immer wieder mal inne und SCHAU, wie es jetzt ist, ob HIERJETZT etwas fehlt oder anders sein könnte... :)
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Sun May 05, 2019 9:03 am

Was wäre, wenn dieses „verlieren“ in Gedankenschleifen auch nach dem torlosen Tor noch ganz genauso da wäre? Wenn es gar nicht darum ginge, die Gedanken los zu werden?
Atmen geschieht, gehen geschieht, verdauen geschieht, denken geschieht... :)Ist dann nicht auch das einfach das was geschieht? Woher kommt der Anspruch, dass es nur richtig ist, wenn alles voll gewahr ist?
Diese Frage ist sehr gut, denn da ist der Gedanke von: "Das Gewahrsein müsste immer präsent, hier und jetzt sein." Es geht "mir" gar nicht darum die Gedanken los zu werden (sind ja da und geschehen!), sondern da ist ein Anspruch immer wach und bewusst zu sein und Denken und damit den ICH-Gedanken "zu sehen".
Schau da noch mal, ob es sich wirklich „formig“ anspürt, oder ob das nur Gedankeninhalt ist.
Im ersten Moment schon. Dann wird festgestellt, dass die Wahrnehmung schnell zwischen verschiedenen Stellen des Körpers hin und her springt und dann wird ein "Ding", das wahrgenommen wird konstruiert. Wenn ein "langsames und tieferes spüren" stattfindet, dann gibt es nur diese Empfindung und keine Form dazu.
Nimmt der Körper wahr, oder wird der Körper wahrgenommen?
Ich würde sagen, spüren spürt sich selbst.
Ist das eine Antwort aus den Gedanken, oder spürt sich das wirklich so an - ist es Erfahrung?
Hier komme ich nicht wirklich weiter. Die Körperempfindung ist einfach da. Sie ist z.B. heiß-wissenumjetztsein zugleich.Wer (Körper oder ...) wahrnimmt kann ich nicht sagen. Heiß nimmt nicht wahr.
Halte immer wieder mal inne und SCHAU, wie es jetzt ist, ob HIERJETZT etwas fehlt oder anders sein könnte... :)
Hier wird es immer am schnellsten deutlich, dass HIERJETZT nichts fehlen oder anders sein kann.
Und vielen Dank für die Begleitung. Tut gerade sehr sehr gut!

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Re: binschonda

Postby Barb » Sun May 05, 2019 11:08 am

Diese Frage ist sehr gut, denn da ist der Gedanke von: "Das Gewahrsein müsste immer präsent, hier und jetzt sein."
Ja genau, ein Gedanke :) Können denn Gedanken etwas von der Realität wissen, sie beeinflussen oder sind die einfach nur Kommentare?
Es geht "mir" gar nicht darum die Gedanken los zu werden (sind ja da und geschehen!), sondern da ist ein Anspruch immer wach und bewusst zu sein und Denken und damit den ICH-Gedanken "zu sehen".
Wie ist dieses „immer wach und bewusst sein wollen“ beschaffen? Was davon ist Gedankeninhalt und was kann direkt erfahren werden? Suche mit allen Sinnen!
Schau da noch mal, ob es sich wirklich „formig“ anspürt, oder ob das nur Gedankeninhalt ist.
Im ersten Moment schon. Dann wird festgestellt, dass die Wahrnehmung schnell zwischen verschiedenen Stellen des Körpers hin und her springt und dann wird ein "Ding", das wahrgenommen wird konstruiert.
Sehr schön gesehen... Das hat auch seine Funktion im Alltag und dieses „Form-spüren“ sollte auch nicht verschwinden. Es ist hier nur mal wichtig zu erkennen, was ist wirklich wahr und was wird durch Gedanken hineininterpretiert. Dann kann man schauen was von diesen Interpretationen dienlich ist und was nicht... :)

Schaun wir doch noch weiter was die Gedanken so alles in die rohe, direkte Erfahrung hinein interpretieren:

Stelle einen Apfel (oder eine andere Frucht) vor dir auf eine weiße Fläche und untersuche:

Wo findet das Sehen statt? Draußen oder drinnen?
Wo ist die Grenze zwischen Außen und Innen?
Schaut das pure Gesehene eher nach 2D oder 3D aus, wenn du nur auf das eigentliche Sehen achtest und nichts denkst?
Schaue genau hin: Siehst du überhaupt einen "Apfel" oder nur Farbe?
Bemerke, wie die Gedanken benennen, was gesehen wird.
Woher kennst du den Namen der Farbe?
Hat das, was du siehst bereits einen Namen, wenn du es siehst, oder gibt es nur etwas? Bemerke die Lücke, die zwischen dem Sehen und dem Benennen liegt.
Gibt es jemanden, der sieht oder ist da nur sehen?
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder einfach nur Wahrnehmung?
Was ist die Aufgabe der Gedanken in diesem gesamten Wahrnehmungsprozess?
Denkst du die Erfahrung oder ist da einfach nur Erfahrung?

Wenn ein "langsames und tieferes spüren" stattfindet, dann gibt es nur diese Empfindung und keine Form dazu.
Genau so... tauch da immer wieder mal ein...
Hier komme ich nicht wirklich weiter. Die Körperempfindung ist einfach da. Sie ist z.B. heiß-wissenumjetztsein zugleich.Wer (Körper oder ...) wahrnimmt kann ich nicht sagen. Heiß nimmt nicht wahr.
Du kannst hier nicht weiterkommen, da es da kein weiter gibt! Es ist absolut mysteriös und nicht ver-STEH-bar... ES ist total EIN-fach, und damit kommt der „VerSTAND“ nicht zurecht... Muss auch nicht sein... Oft genug hingeschaut wird es „ihm“ vielleicht irgendwann zu blöd und es wird gesehen dass "er" nicht die treibende Kraft ist, sondern einfach ein erscheinendes Werkzeug... :)
Halte immer wieder mal inne und SCHAU, wie es jetzt ist, ob HIERJETZT etwas fehlt oder anders sein könnte... :)
Hier wird es immer am schnellsten deutlich, dass HIERJETZT nichts fehlen oder anders sein kann.
Schön...
Und vielen Dank für die Begleitung. Tut gerade sehr sehr gut!
Sehr gerne, ist mir eine große Freude <3
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Sun May 05, 2019 12:52 pm

Heute habe ich ein wenig mehr Zeit.
Da ist der Gedanke von: "Das Gewahrsein müsste immer präsent, hier und jetzt sein."
Ja genau, ein Gedanke :) Können denn Gedanken etwas von der Realität wissen, sie beeinflussen oder sind die einfach nur Kommentare?
Gedanken sind das gleiche wie heiß, wie rauschen oder hell und können somit nichts von der Realität wissen.
Gedanken gehören zu den "Erscheinungen", sie machen diese nicht und damit können sie auch nicht die Realität beeinflussen. Sind einfach nur Kommentare.
Es geht "mir" gar nicht darum die Gedanken los zu werden (sind ja da und geschehen!), sondern da ist ein Anspruch immer wach und bewusst zu sein und Denken und damit den ICH-Gedanken "zu sehen".
Wie ist dieses „immer wach und bewusst sein wollen“ beschaffen? Was davon ist Gedankeninhalt und was kann direkt erfahren werden? Suche mit allen Sinnen!
Das wach und bewusst sein, ist ein hier-sein-wissen, ein direktes Hören-wissen, ein Kommentar-denken-erkennen. Es wird erfahren. Manchmal findet es statt, manchmal nicht. Wenn hier-sein-wissen plötzlich präsent wird, dann kommentieren Gedanken, dass im Moment davor kein "wach-sein" stattgefunden hat.
"Das Wollen", dass das Wach-Sein öfter oder immer da ist, ist ein Gedanke.
Wo findet das Sehen statt? Draußen oder drinnen?
Sehen hat nichts mit drinnen oder draußen zu tun. Sehen ist da. Alles andere sind Gedanken die Kommentieren und viel Inhalt dazu liefern könnten.
Wo ist die Grenze zwischen Außen und Innen?
Die Grenze gibt es nicht. Auch hier gibts Gedankliche Ideen dazu, aber im direkten Schauen keine Grenze.
Schaut das pure Gesehene eher nach 2D oder 3D aus, wenn du nur auf das eigentliche Sehen achtest und nichts denkst?
Dann hat es ein 2D-Bild-Charakter, was aber schon nah an die 3D Realität herankommt. (Kippt immer ein wenig hin und her)
Ist dann fasst so, als ob ich in einem supergemalten Bild mit reingemalt bin (Meine Hände usw.)
Schaue genau hin: Siehst du überhaupt einen "Apfel" oder nur Farbe?
Das ist super schwierig. Ja, ich sehe nur Farbe, Hell, dunkel und "Apfel" oder "Stuhl" ist so mächtig als "Ding", als "Begriff".
Keine Ahnung was hier los ist, aber gerade Gedankenschwall.
Bemerke, wie die Gedanken benennen, was gesehen wird. Woher kennst du den Namen der Farbe?
Rot, grün usw. sind Gedanken und nicht das was gesehen wird. Woher ich den Namen kenne weiß ich nicht. Irgendwann mal gelernt!?
Hat das, was du siehst bereits einen Namen, wenn du es siehst, oder gibt es nur etwas? Bemerke die Lücke, die zwischen dem Sehen und dem Benennen liegt.
Nein, was ich sehe hat keinen Namen. Es gibt nicht mal einen Stuhl oder Apfel oder Sideboard, oder Tasche. Das ist jedoch echt schwierig, weil die als "abgegrenzte Dinge/Begriffe" so schnell benannt werden.
Gibt es jemanden, der sieht oder ist da nur sehen?
Sehen findet statt und da ist niemand der sieht.
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder einfach nur Wahrnehmung?
Da ist nur die Wahrnehmung vom Sehen als "Bild Charakter" und sofort im Nachgang ein Kommentar dass dieser "ICH-Körper" das wahrnimmt.
Was ist die Aufgabe der Gedanken in diesem gesamten Wahrnehmungsprozess?
Im direkten Wahrnehmungsprozess Sehen haben sie keine Aufgabe oder "Mitwirkung".
Denkst du die Erfahrung oder ist da einfach nur Erfahrung?
Im Moment des Sehens oder auch des Hörens, findet kein Denken statt. Also ist da einfach nur "Erfahrung-sehen"!

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Re: binschonda

Postby Barb » Mon May 06, 2019 11:26 am

Ja genau, ein Gedanke :) Können denn Gedanken etwas von der Realität wissen, sie beeinflussen oder sind die einfach nur Kommentare?
Gedanken sind das gleiche wie heiß, wie rauschen oder hell und können somit nichts von der Realität wissen. 
Gedanken gehören zu den "Erscheinungen", sie machen diese nicht und damit können sie auch nicht die Realität beeinflussen. Sind einfach nur Kommentare.
Genau... Es ist allerdings wichtig, dass dieses Wissen sich auf der Erfahrungsebene etabliert. Lass uns bei einer Übung herausfinden und vor allem erfahren, ob Gedanken irgendetwas über die Realität wissen können.

Dazu brauchst du wieder eine Frucht. Überlege vorher, was du gerne für den Zweck der Übung hernehmen möchtest. Bevor du es dir holst, stelle dir mit geschlossenen Augen bis ins kleinste Detail vor, wie die Frucht

- aussieht,
- sich anfühlt,
- riecht,
- schmeckt
- welche Geräusche es macht, wenn du rein beißt und sie isst.

Also SEHEN-FÜHLEN-RIECHEN-SCHMECKEN-HÖREN.
Und schreibe alles auf.


Woher hattest du die Informationen deiner Vorstellung?

Dann hol dir das Objekt der Wahl und untersuche ganz genau mit den 5 Sinnen.
- Wie sieht sie aus,
- wie fühlt sie sich an,
- wie riecht
- und schmeckt sie, und
- wie klingt es, wenn du hinein beißt und sie isst.

Nun schaue auf deine geschriebenen Worte und stell dir zusätzlich vor, wie du die aktuelle Erfahrung beschreiben würdest.


Nun frag dich:

Haben die Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?

Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?

Könntest du jemandem, der die Frucht nicht kennt, mit Worten die Erfahrung näher bringen?

Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?

"Das Wollen", dass das Wach-Sein öfter oder immer da ist, ist ein Gedanke.
Wenn du niemals in Kontakt gekommen wärst mit dem ganzen Bewusstseinskram, nie was gelesen hättest über „Erleuchtung“, nie was gehört hättest, dass es ideal wäre immer wach und gewahr zu sein, könnte dann so ein Gedanke auftauchen?
Ist dann fasst so, als ob ich in einem supergemalten Bild mit reingemalt bin (Meine Hände usw.)
:)
Schaue genau hin: Siehst du überhaupt einen "Apfel" oder nur Farbe?
Das ist super schwierig. Ja, ich sehe nur Farbe, Hell, dunkel und "Apfel" oder "Stuhl" ist so mächtig als "Ding", als "Begriff".
Wirklich mächtig, oder sagt das auch wieder nur ein Gedanke? Du kannst doch – während Gedanken mit dem Wort „Apfel“ labeln – bestimmt trotzdem erkennen, dass die eigentliche Seh-Erfahrung nur Farbe beinhaltet, oder? (Es ist kein Problem, wenn sofort gelabelt wird, auch das ist eine sehr hilfreiche Funktion für den Alltag. Dieses Wiedererkennungsprogramm ist einfach eine Energiesparvorrichtung... :))
Keine Ahnung was hier los ist, aber gerade Gedankenschwall.
Gutes Zeichen... ;)
Woher ich den Namen kenne weiß ich nicht. Irgendwann mal gelernt!?
Genau, jedes Wort wurde irgendwann mal gelernt und mit Erfahrungen verknüpft. Deshalb ist es so wichtig immer wieder frisch und neu die aktuelle Erfahrung zu erforschen...
Nein, was ich sehe hat keinen Namen. Es gibt nicht mal einen Stuhl oder Apfel oder Sideboard, oder Tasche. Das ist jedoch echt schwierig, weil die als "abgegrenzte Dinge/Begriffe" so schnell benannt werden.
Ja ist ein bisschen schwierig, aber du meisterst das ausgezeichnet!
Sehen findet statt und da ist niemand der sieht.
:)
Da ist nur die Wahrnehmung vom Sehen als "Bild Charakter" und sofort im Nachgang ein Kommentar dass dieser "ICH-Körper" das wahrnimmt.
Wie wichtig ist dieser Kommentar, wenn gesehen wird, das er nichts mit der Erfahrung zu tun hat?
Denkst du die Erfahrung oder ist da einfach nur Erfahrung?
Im Moment des Sehens oder auch des Hörens, findet kein Denken statt. Also ist da einfach nur "Erfahrung-sehen"
Wenn denken auch stattfindet ändert sich dann etwas an der reinen Seh-Erfahrung? Ist dann nicht einfach Seh-Erfahrung da und gleichzeitig Denk-Erfahrung?
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Mon May 06, 2019 7:44 pm

Die Übung: Also SEHEN-FÜHLEN-RIECHEN-SCHMECKEN-HÖREN. Und schreibe alles auf.
Woher hattest du die Informationen deiner Vorstellung?
Zuerst: Der gedankliche Kommentar ist so nah dran, deshalb die spontane gedankliche Antwort: einfach dran gedacht. Diese Information können aber nicht von den Gedanken kommen. Ein Gedanke kann nichts über schmecken wissen.
Dann: Es ist sofort, dieses schmecken-hören-beißenspüren-Wissen da das jedoch ganz schwer zu beschreiben ist. Sofort. Ganz ehrlich: ich weiß es nicht wo die Information herkommt.
Und hier gerade noch was Grundsätzliches zum Untersuchen. Gedanken, oder das Denken ist oft so stark und so schnell im Vordergrund und dann wieder so "milchig" im Hintergrund und doch da, dass es manchmal wirklich schwierig ist zwischen dem Denken und dem spüren, hören usw. zu unterscheiden. Oft verschwimmt es einfach. Es ist echt schwer zu beschreiben.
Haben die Beschreibungen in irgendeiner Form etwas mit der eigentlichen Erfahrung zu tun?
Die Vorstellung von der Frucht war gar nicht mal so schlecht, aber im Vergleich zu Realität wirklich nur ein gut gemeinter Versuch. Alles wie hinter einer wirklich sehr sehr milchigen Scheibe.
Die Beschreibungen haben mit der Realität nichts zu tun. Sie sind bloße Versuche die Realität zu beschreiben. Die Realität ist absolut da. Glasklar. Auf den Punkt. Echt. Und in jeder Nuance stimmig.
Kann ein Wort, wie z.B. süß oder saftig, irgendetwas von der eigentlichen Erfahrung wissen?
Nein, kann es nicht. Es kann maximal Hinweis sein, aber süß schmecken wird das Wort süß niemals.
Könntest du jemandem, der die Frucht nicht kennt, mit Worten die Erfahrung näher bringen?
Nein. Ich könnte Hinweise geben. Aber den Geschmack oder das Geräusch oder das anfühlen beim beißen, das gelingt nur sehr schlecht zu beschreiben und kommt nicht im Ansatz an das reale Schmecken, Hören und Fühlen heran.
Weiß Gedanke generell jemals etwas über Erfahrung?
Nein, ein Gedanke kann nichts über SEHEN-FÜHLEN-RIECHEN-SCHMECKEN-HÖREN wissen. Also kann ein Gedanke nichts über Erfahrung wissen.
Wenn du niemals ... gehört hättest, dass es ideal wäre immer wach und gewahr zu sein, könnte dann so ein Gedanke auftauchen?
Höchst wahrscheinlich nicht, aber da ich nicht weiß woher sie kommen, wer kann das dann mit 100% Sicherheit sagen? ... :-)
Du kannst doch – während Gedanken mit dem Wort „Apfel“ labeln – bestimmt trotzdem erkennen, dass die eigentliche Seh-Erfahrung nur Farbe beinhaltet, oder?
Das meinte ich mit dem Grundsätzlichen von oben. Da "schiebt sich der Gedanke so sehr nach vorne", dass die Seh-Erfahrung in den Hintergrund tritt. Es ist manchmal so, als ob die Gedanken da einen "Affentanz" aufführen, nur damit diese schlichte und einfache Seh-Erfahrung oder Hör-Erfahrung in den Hintergrund tritt.
Da ist nur die Wahrnehmung vom Sehen als "Bild Charakter" und sofort im Nachgang ein Kommentar dass dieser "ICH-Körper" das wahrnimmt.
Wie wichtig ist dieser Kommentar, wenn gesehen wird, das er nichts mit der Erfahrung zu tun hat?
Neben dem "immer wach sein", ist da der nächste Glaubenssatz drin, "ICH müsste da irgendetwas checken". Gedanken wollen verstehen, suchen eine Lösung, treiben an usw., wo es nichts zu lösen usw. gibt. Sehen ist sehen. Verrückt. Der Verstand kommt irgendwo nicht mehr mit. Es geht voran.
Wenn denken auch stattfindet ändert sich dann etwas an der reinen Seh-Erfahrung? Ist dann nicht einfach Seh-Erfahrung da und gleichzeitig Denk-Erfahrung?
Es ändert sich nicht direkt etwas an der reinen Seh-Erfahrung, sondern die Aufmerksamkeit springt dann zum Denken, die Seh-Erfahrung wird "undeutlicher" und tritt in den Hintergrund und dann wieder zur Seh-Erfahrung und sie wird wieder deutlicher. Gleichzeitig deutlich findet Denken und Sehen in meiner Erfahrung nicht statt. Eines ist immer mehr im Vordergrund bzw. im Fokus.

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Re: binschonda

Postby Barb » Tue May 07, 2019 11:47 am

Zuerst: Der gedankliche Kommentar ist so nah dran, deshalb die spontane gedankliche Antwort: einfach dran gedacht. Diese Information können aber nicht von den Gedanken kommen. Ein Gedanke kann nichts über schmecken wissen.
Dann: Es ist sofort, dieses schmecken-hören-beißenspüren-Wissen da das jedoch ganz schwer zu beschreiben ist. Sofort. Ganz ehrlich: ich weiß es nicht wo die Information herkommt.
Aus der Erinnerung... :) Kannst du dir irgendwas vorstellen was du noch nie erfahren hast?
Und hier gerade noch was Grundsätzliches zum Untersuchen. Gedanken, oder das Denken ist oft so stark und so schnell im Vordergrund und dann wieder so "milchig" im Hintergrund und doch da, dass es manchmal wirklich schwierig ist zwischen dem Denken und dem spüren, hören usw. zu unterscheiden. Oft verschwimmt es einfach. Es ist echt schwer zu beschreiben.
Erwartest du irgendeine besondere Art des Sehens-Hörens-Spürens? Jetzt in diesem Moment wenn du auf diese Zeilen schaust, siehst du sie? Das ist Sehen. Hör dich um, ob irgendein Geräusch zu hören ist, Vogelgezwitscher, Autos oder klopfe auf den Tisch... Kannst du das hören? Genau das ist es. Spür dein Gesäß auf dem Stuhl... das ist spüren... Da ist nichts verschwommen oder milchig, nicht wahr?

Die Erwartung einer besonderen Erkenntnis, eines besonderen Zustandes oder Erlebnisses ist das, was dem Sehen im Weg steht. Wahrnehmen ist immer da, nur kommen dann Gedanken daher und sagen: Nein, das kann es nicht sein, dieses normale alltägliche Wahrnehmen? Nein nein, da muss irgendwo noch was besonderes warten in der Zukunft...das haben diese besonders langsam sprechenden Erleuchteten doch gesagt...;))
Die Vorstellung von der Frucht war gar nicht mal so schlecht, aber im Vergleich zu Realität wirklich nur ein gut gemeinter Versuch. Alles wie hinter einer wirklich sehr sehr milchigen Scheibe.
Die Beschreibungen haben mit der Realität nichts zu tun. Sie sind bloße Versuche die Realität zu beschreiben. Die Realität ist absolut da. Glasklar. Auf den Punkt. Echt. Und in jeder Nuance stimmig.
Wunderbar gesehen :) Mach diese Übung immer wieder mal beim Essen... Ist nicht einfach JEDER Gedanke nur ein Versuch?
Nein. Ich könnte Hinweise geben. Aber den Geschmack oder das Geräusch oder das anfühlen beim beißen, das gelingt nur sehr schlecht zu beschreiben und kommt nicht im Ansatz an das reale Schmecken, Hören und Fühlen heran.
:)
Nein, ein Gedanke kann nichts über SEHEN-FÜHLEN-RIECHEN-SCHMECKEN-HÖREN wissen. Also kann ein Gedanke nichts über Erfahrung wissen.
Welchen Wahrheitsgehalt hat es dann, wenn Gedanken sagen, dass irgendetwas anders sein sollte als es ist (Gedanken mit eingeschlossen)? Gibt es etwas anderes als Erfahrung?
Höchst wahrscheinlich nicht, aber da ich nicht weiß woher sie kommen, wer kann das dann mit 100% Sicherheit sagen? ... :-)
Na ja, wenn du in Japan aufgewachsen wärest und noch nie ein deutsches Wort gehört oder gelesen hättest, könntest du dann mit einem deutschen Wort was anfangen?
Du kannst doch – während Gedanken mit dem Wort „Apfel“ labeln – bestimmt trotzdem erkennen, dass die eigentliche Seh-Erfahrung nur Farbe beinhaltet, oder?
Das meinte ich mit dem Grundsätzlichen von oben. Da "schiebt sich der Gedanke so sehr nach vorne", dass die Seh-Erfahrung in den Hintergrund tritt. Es ist manchmal so, als ob die Gedanken da einen "Affentanz" aufführen, nur damit diese schlichte und einfache Seh-Erfahrung oder Hör-Erfahrung in den Hintergrund tritt.
Glaubst du wirklich, dass die armen Gedanken das mutwillig und absichtlich tun? Tun denn Gedanken überhaupt etwas; oder erscheint die Denk-Erfahrung einfach gleich wie Seh-Erfahrung? Mal ist das mehr im Fokus mal das...
Neben dem "immer wach sein", ist da der nächste Glaubenssatz drin, "ICH müsste da irgendetwas checken". Gedanken wollen verstehen, suchen eine Lösung, treiben an usw., wo es nichts zu lösen usw. gibt. Sehen ist sehen. Verrückt. Der Verstand kommt irgendwo nicht mehr mit. Es geht voran.
Hört sich gut an... :) Es ist viel zu einfach für den Ver-stand... Es gibt nur er-fahren, und das ist fließend lebendig und nichts statisches, nichts zu ver-stehen... :)
Es ändert sich nicht direkt etwas an der reinen Seh-Erfahrung, sondern die Aufmerksamkeit springt dann zum Denken, die Seh-Erfahrung wird "undeutlicher" und tritt in den Hintergrund und dann wieder zur Seh-Erfahrung und sie wird wieder deutlicher. Gleichzeitig deutlich findet Denken und Sehen in meiner Erfahrung nicht statt. Eines ist immer mehr im Vordergrund bzw. im Fokus
Ist da jemand der das macht, der die Aufmerksamkeit steuert, oder geschieht das ganz von selbst? Gibt es eine Grenze/Trennung zwischen Seh-Erfahrung und Denk-Erfahrung?
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Tue May 07, 2019 6:06 pm

Ich weiß es nicht wo die Information herkommt.
Aus der Erinnerung... :) Kannst du dir irgendwas vorstellen was du noch nie erfahren hast?
Nicht wirklich. Jede Vorstellung ist im Grunde immer aus Informationen zusammengesetzt, die man aus der Erinnerung kennt.
Erwartest du irgendeine besondere Art des Sehens-Hörens-Spürens?
Ja, wohl irgendwie schon.
... auf diese Zeilen schaust, siehst du sie? Das ist Sehen. ... Geräusch zu hören ist, Vogelgezwitscher, Autos ... Kannst du das hören? Genau das ist es. usw. Da ist nichts verschwommen oder milchig, nicht wahr?
Nein, gut dass das geklärt ist.
Die Erwartung einer besonderen Erkenntnis, eines besonderen Zustandes oder Erlebnisses ist das, was dem Sehen im Weg steht. Wahrnehmen ist immer da, nur kommen dann Gedanken daher und sagen: Nein, das kann es nicht sein, dieses normale alltägliche Wahrnehmen?
Danke das hilft.
Ist nicht einfach JEDER Gedanke nur ein Versuch?
Also was die Realität betrifft auf jeden Fall.
Welchen Wahrheitsgehalt hat es dann, wenn Gedanken sagen, dass irgendetwas anders sein sollte als es ist (Gedanken mit eingeschlossen)?
Der Inhalt der Gedanken hat keinen Wahrheitsgehalt.
Gibt es etwas anderes als Erfahrung?
Nein gibt es nicht. Der Verstand versteht es nicht und doch ist es klar.
Glaubst du wirklich, dass die armen Gedanken das mutwillig und absichtlich tun? Tun denn Gedanken überhaupt etwas; oder erscheint die Denk-Erfahrung einfach gleich wie Seh-Erfahrung? Mal ist das mehr im Fokus mal das...
Nein, Gedanken kommen und gehen wie alles andere, wie hören, sehen usw. Und manchmal ist das eine mehr im Focus mal das andere.
Ist da jemand der das macht, der die Aufmerksamkeit steuert, oder geschieht das ganz von selbst?
Nein, die macht was sie will. Kommentare erzählen dass etwas zu tun ist, und suggeriert dass "Jemand" steuert, aber es ist deutlich, dass alles einfach abläuft.
Gibt es eine Grenze/Trennung zwischen Seh-Erfahrung und Denk-Erfahrung?
Sehr schwierige Frage. Zuerst macht es den Anschein, dass es eine Trennung/Grenze gibt, weil die Erfahrungen ganz anders sind, und die Aufmerksamkeit wie über "eine Grenze" springt. Und irgendwie gibt es keine Trennung/Grenze, weil sie auch eine "Gemeinsamkeit" haben also keine Grenze. Es ist kein "springen" sonder eher ein Kontinuum zur anderen Wahrnehmung.

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Re: binschonda

Postby Barb » Wed May 08, 2019 11:46 am

Nicht wirklich. Jede Vorstellung ist im Grunde immer aus Informationen zusammengesetzt, die man aus der Erinnerung kennt.
Ja genau :) Ist es nicht auch so mit der Vorstellung wie „Erwachen“ aussehen sollte?
Erwartest du irgendeine besondere Art des Sehens-Hörens-Spürens?
Ja, wohl irgendwie schon.
Es ist gut zu sehen, wenn Erwartungen auftauchen und sie als solche zu identifizieren.

Sind Erwartungen etwas anderes als Vorstellungen, also Erinnerungen an Erlebtes, Gelesenes oder Gehörtes? Wie würde so eine besondere Art des Wahrnehmens ausschauen sollen? So Happyeverafter Regenbogenfarben? Wenn anderes/besonderes Wahrnehmen eintreten würde, würde das dann nicht nach kurzer Zeit wieder gewohnter Standard werden und die Karotte winkt erneut? Wenn die Wahrheit jetzt nicht da ist, wo sollte sie denn sonst sein?

Es kann schon geschehen, dass - wenn gesehen wird, dass ES das ist was immer da ist, und dass immer nur das sein wird was ist - früher oder später eine Art – ich nenne es mal vorsichtig „Stabilität“ - eintritt. Einfach weil gesehen wird dass nie etwas anders sein kann als es sowieso ist und vor allem dass all dies niemandem geschieht. Kannst du mir folgen?
Die Erwartung einer besonderen Erkenntnis, eines besonderen Zustandes oder Erlebnisses ist das, was dem Sehen im Weg steht. Wahrnehmen ist immer da, nur kommen dann Gedanken daher und sagen: Nein, das kann es nicht sein, dieses normale alltägliche Wahrnehmen?
Danke das hilft.
Schön... :) Frag dich immer wieder mal, welche Erwartungen da sind wie es denn zu sein hätte, und woher die kommen. Ob die „jemandem“ gehören, oder ob diese auch einfach Erscheinungen sind..
Nein gibt es nicht. Der Verstand versteht es nicht und doch ist es klar.
Gut ausgedrückt :) Gibt es überhaupt wirklich einen Verstand?
Nein, Gedanken kommen und gehen wie alles andere, wie hören, sehen usw. Und manchmal ist das eine mehr im Focus mal das andere.
Ist da jemand – eine unabhängige Entität – dem der Fokus gehört?
aber es ist deutlich, dass alles einfach abläuft.
Wunderbar gesehen... :) Was fehlt?
Sehr schwierige Frage. Zuerst macht es den Anschein, dass es eine Trennung/Grenze gibt, weil die Erfahrungen ganz anders sind, und die Aufmerksamkeit wie über "eine Grenze" springt. Und irgendwie gibt es keine Trennung/Grenze, weil sie auch eine "Gemeinsamkeit" haben also keine Grenze. Es ist kein "springen" sonder eher ein Kontinuum zur anderen Wahrnehmung
Ja genau, nur Gedanken gaukeln das vor, doch dem genauen Schauen halten sie nicht stand. Deshalb ist es so wichtig immmer wieder Gedanken zu hinterfragen...

Achte bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du den folgendes liest und schreibe alles gleich auf:

Es gibt kein getrenntes Ich, nirgend, niemals und hat es nie gegeben. Es gibt keine Liselotte, die identifiziert ist und tiefer verstehen kann dass ICH nur eine Erscheinung ist, auch jetzt genau in diesem Moment nicht. Niemanden, der tiefer ins Jetzt fallen könnte. Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte, auch nicht ob Suche da ist oder nicht.


Bitte erzähle mir, was da hochkommt... :)
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4Frieden
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Re: binschonda

Postby 4Frieden » Wed May 08, 2019 8:50 pm

Nicht wirklich. Jede Vorstellung ist im Grunde immer aus Informationen zusammengesetzt, die man aus der Erinnerung kennt.
Ist es nicht auch so mit der Vorstellung wie „Erwachen“ aussehen sollte?
Muss ja dann so sein! Wie kann ich mir etwas vorstellen was ich nicht kenne?
Sind Erwartungen etwas anderes als Vorstellungen, also Erinnerungen an Erlebtes, Gelesenes oder Gehörtes? Wie würde so eine besondere Art des Wahrnehmens ausschauen sollen? Wenn die Wahrheit jetzt nicht da ist, wo sollte sie denn sonst sein?
Hier ist die Vorstellung so, dass es eine ganz einfache, klare und entspannte Wahrnehmung ist. Ganz klar, ganz still und wach. Und das die ganze Zeit. Immerzu klar still und wach die Wahrheit erkennen ist die Sehnsucht und die Erwartung!
Und natürlich würde das für immer genügen! :-) Ja ja so sind sie die Erwartungen und Vorstellungen.
Es kann schon geschehen, dass - wenn gesehen wird, dass ES das ist was immer da ist, und dass immer nur das sein wird was ist - früher oder später eine Art – ich nenne es mal vorsichtig „Stabilität“ - eintritt. Einfach weil gesehen wird dass nie etwas anders sein kann als es sowieso ist und vor allem dass all dies niemandem geschieht. Kannst du mir folgen?
Es kommt an, auch wenn es noch kein wirkliches "Erfahrungswissen" ist.
Frag dich immer wieder mal, welche Erwartungen da sind wie es denn zu sein hätte, und woher die kommen. Ob die „jemandem“ gehören, oder ob diese auch einfach Erscheinungen sind..
Ja, da ist auch eine Erwartung an ein Plötzliches Checken, und das ist auch einfach Denken.
Gibt es überhaupt wirklich einen Verstand?
Nein, Verstand suggeriert ja schon wieder so ein Ding, von dem etwas ausgeht, das etwas steuert. Im direkten Erfahren gibt es keinen Verstand.
Ist da jemand – eine unabhängige Entität – dem der Fokus gehört?
Nein, und das ist gut. Inhalt von Gedanken schafft "immer nur Schwierigkeiten" weil selten etwas ganz passend ist. Focus ist nicht dort, Focus sollte hier sein, usw. Dabei passiert Denken und tippen und schmecken und spüren schauen von alleine und Focus geht dort hin und dort. Da gibt es nur die Erfahrung des Gedanken Ich... der den Focus für sich beansprucht.
Was fehlt?
Was fehlt ist immer wunderbar. Sofort tritt Entspannung ein, weil eben nichts fehlt.

Es gibt kein getrenntes Ich, nirgend, niemals und hat es nie gegeben. Es gibt keine Liselotte, die identifiziert ist und tiefer verstehen kann dass ICH nur eine Erscheinung ist, auch jetzt genau in diesem Moment nicht. Niemanden, der tiefer ins Jetzt fallen könnte. Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte, auch nicht ob Suche da ist oder nicht.
Im ersten Moment einfach Erleichterung, wunderschön und berührend. Loslassen weich werden annehmen und ankommen.
Dann kommt sofort Gedanken die daran rumkamen und es eben besser verstehen wollen und erzählen dass es beim lesen nicht klick macht usw. Und da ist gleichzeitig auch ein tiefes "Vertrauen" in Deine Worte und ein "verstehen" jenseits der Gedanken. Gedanken kommen da nicht mit und das fühlt sich erleichternd an.

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Re: binschonda

Postby Barb » Thu May 09, 2019 12:03 pm

Muss ja dann so sein! Wie kann ich mir etwas vorstellen was ich nicht kenne?
Nur dass die Durchschauung vermutlich ganz anders sein wird, als deine „Vor-Stellungen“... ;) Versuch mal jetzt, genau in diesem Augenblick alle Vorstellungen und Erwartungen sein zu lassen. Frag dich einfach nur: Ist jetzt wahrnehmen da? Ist jetzt wach-sein? Und dann SCHAU!
Hier ist die Vorstellung so, dass es eine ganz einfache, klare und entspannte Wahrnehmung ist. Ganz klar, ganz still und wach.
Ist nicht „wahrnehmen“ selbst völlig neutral? Ist es nicht Wahrnehmung/Präsenz, die Entspannung, Verspannung, Stille, Lärm, angenehme Zustände, weniger angenehme – erkennt?
Und das die ganze Zeit. Immerzu klar still und wach die Wahrheit erkennen ist die Sehnsucht und die Erwartung!
Und natürlich würde das für immer genügen! :-) Ja ja so sind sie die Erwartungen und Vorstellungen.
Was ist es, das diese Sehnsucht erkennt? Sind Sehnsucht und Erwartungen mehr als Gedankengeschichten? Was wäre, wenn diese Erwartungen und Vorstellungen einfach da sein dürften und auch gesehen werden als das was erscheint? Schau auf die Wahrnehmung selbst: Welche Eigenschaften hat sie? Ist die irgendwie laut oder unklar?

Es geht hier bei LU garnicht darum, in die ewige Stille und Klarheit einzutauchen, sondern ganz einfach darum zu erkennen, dass es kein getrenntes Ich gibt. Das ist sozusagen erst der erste Schritt mit dem sich erstmal auch gar nichts ändern muss oder soll. Für Stille, Achtsamkeit und Entspannung gibt es Praktiken und Übungen wie Sand am Strand, die aber m. E. nach viel effektiver sind, nachdem gesehen wurde dass es kein Ich gibt... Falls dann überhaupt noch der Impuls da ist sowas zu tun... :)
Ja, da ist auch eine Erwartung an ein Plötzliches Checken, und das ist auch einfach Denken.
So wie ein Champagnerkorken? ;) So ist es bei den wenigsten... Schön, dass du siehst, dass das einfach nur Gedanken sind... :) Wobei es so scheint, dass noch immer mehr Glauben an die Gedanken da ist als in die direkte Erfahrung... Ist das so?
Nein, Verstand suggeriert ja schon wieder so ein Ding, von dem etwas ausgeht, das etwas steuert. Im direkten Erfahren gibt es keinen Verstand.
Gut erkannt!
Ist da jemand – eine unabhängige Entität – dem der Fokus gehört?
Nein, und das ist gut.
Erfährst du das so, oder denkst du das so? Für wen ist es gut? Gibt es überhaupt gut oder schlecht? (Schau nicht mit dem Intellekt, sondern mit den Sinnen!)
Inhalt von Gedanken schafft "immer nur Schwierigkeiten" weil selten etwas ganz passend ist. Focus ist nicht dort, Focus sollte hier sein, usw.
Können Gedanken wirklich „Schwierigkeiten“ schaffen, oder sagt das auch wieder nur ein Gedanke? Sind nörgelnde Gedanken wirklich „Probleme“? Was wäre wenn diese nörgelnden Gedanken aufeinmal in Suaheli erklingen würden, wären dann die Schwierigkeiten noch da? (Nicht darüber nachdenken – SCHAUEN!)
Dabei passiert Denken und tippen und schmecken und spüren schauen von alleine und Focus geht dort hin und dort.

Genau, alles geschieht von alleine... Wenn der Impuls da ist fokussierter sein zu wollen, dann kommt man um ein Achtsamkeitstraining nicht herum, so wie jede andere Fertigkeit auch, muss das geübt werden (wenn du Klavierspielen willst hilft es nicht zu sagen, dass es schön wäre spielen zu können und sich darüber zu beschweren es nicht zu können...:))
Aber wie erwähnt, darum geht es hier nicht... Es geht nur um die Frage: Gibt es ein "Ich" in direkter Erfahrung?
Da gibt es nur die Erfahrung des Gedanken Ich... der den Focus für sich beansprucht.
Beansprucht der Gedanke wirklich was? Wie sieht das aus?
Was fehlt ist immer wunderbar. Sofort tritt Entspannung ein, weil eben nichts fehlt.
:)
Im ersten Moment einfach Erleichterung, wunderschön und berührend. Loslassen weich werden annehmen und ankommen.
Hört sich schön an :)
Dann kommt sofort Gedanken die daran rumkamen und es eben besser verstehen wollen und erzählen dass es beim lesen nicht klick macht usw.
Kannst ja mal mit den Fingern schnippen, dann haben die Gedanken ihren „Klick“... ;)

Mach dir immer wieder bewußt, dass Gedanken die Erfahrung nicht verstehen können (hast du schon ganz oft gesehen), schau da immer wieder nach... Es ist quasi so eine Art Prozess/Neukonditionierung... Unser ganzes Leben wurden wir darauf programmiert wie wichtig und wahr Gedanken und der „heilige Verstand“ sind (ich will die hier nicht schlecht machen, im Gegenteil - hier ist großes Erstaunen und Faszination für dieses Naturphänomen namens „Verstand“) - diese Konditionierung verschwindet nicht mit einem Klick... Nur immer wieder nachschauen hilft, auch nach dem torlosen Tor ist das nicht vorbei...
Und da ist gleichzeitig auch ein tiefes "Vertrauen" in Deine Worte
Besser wäre es nicht in meine oder sonst jemandes Worte zu vertrauen, auch nicht in deine Gedanken, sondern nur in deine eigene direkte unmittelbare Erfahrung...
und ein "verstehen" jenseits der Gedanken. Gedanken kommen da nicht mit und das fühlt sich erleichternd an
Wunderbar... :) Gedanken können über sich selbst nicht hinaus, müssen sie auch nicht... Das ist nicht ihre Baustelle...
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