Wie versenkt man ein Narrenschiff?

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Ginko
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Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Ginko » Mon Oct 29, 2018 2:28 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Einen Bewußtseinswandel von Yin nach Yang, also weg von der Konzentration.



Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Vielleicht schaffe ich es hier durch LU diese Erfahrung machen zu können, von der ich schon viele male gelesen habe, aber sie bisher nicht erreicht habe. Es ist nach wie vor "Sand im Getriebe". Vielleicht habe ich etwas übersehen. Ziemlich sicher habe ich was übersehen...



Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Extrem intensive Suche über knapp 10 Jahre. Mystik, Alchemie, Religionen, neuere Sachen, ...
Ich hatte so Feuer gefangen, daß ich den Rest meines Lebens über Bord geworfen habe.
Was die praktische Erfahrung betrifft, so eher Kontemplation (also mit Hirn), Meditieren (also ohne Hirn) habe ich leider nie richtig erlernt. Gute Meditationslehrer findet man nicht so einfach, und es wird leider sehr viel Unsinn verbreitet.
Ich hatte ein paar außergewöhnliche Erfahrungen, die deutlich machten, daß die Welt (so wie man sie sich gewöhnlich vorstellt) zumindest teilweise illusorisch ist.



Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Im Prinzip nicht viel, aber ich bin offen für Wunder.
[Es ist offensichtlich, daß auf dieser Welt viele Leute herumlaufen, die "es" spirituell angeblich geschafft haben. Nur sie sind nicht allumfassend zu den selben Schlüssen gekommen - wer hat nun Recht und warum (=was kann mir helfen und was eher schaden)? Was kann der Mensch überhaupt von der Welt mit Gewissheit sagen?
Heute sind modernere Formen von Advaita und Zen sehr populär, die dem Adepten auf die eine oder andere Art das Abarbeiten eines vorgefertigten Fragenkataloges nahelegen. Dieser Katechismus kommt letztlich zu dem Ergebnis, daß die Welt Illusion ist, aber scheinbar bemerkt niemand, daß das bereits die Prämisse vor Beginn der "Untersuchung" war. Man geht also davon aus, daß die Welt Illusion ist und kommt "wundersamerweise" zu dem Ergebnis, daß die Welt Illusion ist. Rasend intelligent, oder?]
Ich hoffe, daß hier Profundes zu finden und lasse mich einfach überraschen :-)



Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Danylela
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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Danylela » Wed Oct 31, 2018 3:04 pm

Hallo Ginko,

mein Name ist Daniela und ich werde Dich hier begleiten.

Hast du die einführenden Worte von Matthew schon gelesen? Wenn Nein, dann hole dies bitte noch nach.

Es ist sehr hilfreich wenn du dich spätestens alle zwei Tage meldest. Solltest du in Urlaub fahren oder ne Pause brauchen dann ist das natürlich auch kein Problem.

Startklar? Dann los.

Welchen Hintergrund hast du auf die spirituelle Suche und welche Erwartungen hast du an unseren Dialog. Ich möchte das gern so genau wie möglich wissen.

Herzliche Grüße
Daniela
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Ginko
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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Ginko » Wed Oct 31, 2018 6:37 pm

Hallo Daniela,

erstmal vielen herzlichen Dank, daß Du dich meiner annimmst.

Matthews einführende Worte hab ich gelesen, und ich melde mich dann mindestens alle 2 Tage.

1. Welchen Hintergrund hast du auf die spirituelle Suche
2. und welche Erwartungen hast du an unseren Dialog?

zu 2: Ich möchte primär das Sehen erlernen, weil ich immer schon mein ganzes Leben lang quasi "hinter die Kulissen der Welt sehen" wollte, aber leider dabei auf ganz falsche Wege geraten bin (z.B. In meinen jüngeren Jahren habe ich mich gar für so schmutzige Dinge wie Geheimdienste oder Philosophie interessiert). Und sekundär habe ich da ein kleines bißchen Hoffnung, daß ich vielleicht die Probleme meiner Vergangenheit verstehen lernen kann. Nicht daß ich an dieser Vergangenheit großartig hängen würde, aber ich glaube es würde mich leichter machen und vielleicht sogar bisher immer wieder auftauchende unangenehme Dinge beenden.

zu 1: Was genau meinst du mit Hintergrund, möchtest du da was Bestimmtes wissen?
Als quasi mein stiller Weckruf im Mai 2009 erscholl (als hätte jemand einen Schalter in mir umgelegt), begann ich mich zum ersten mal in meinem Leben für Spiritualität oder Religion zu interessieren. Extrem intensiv in Form von Lesen v.a.
Ich kam in den ersten Jahren relativ schnell zu ein paar außergewöhnlichen Erlebnissen, eher durch Kontemplieren (das Wort kannte ich damals noch gar nicht; ich habe da auch meinen eigenen Kontemplation-Stil, zu dem auch Bier oder Wein gehört...) über eher "technische" Fragen des Lebens und der Welt (z.B. Zyklen, einfache mathematische Zusammenhänge des Leben, Tierkreis, Yin & Yang etc.) und natürlich die Frage nach der Wahrheit von der ganzen Schmierenkomödie in dieser Menschheit (was mich zur altiranischen Religion von Ahura Mazda [Meister der Zeitlosigkeit] Angri Maino [Ich/Ego] brachte, quasi Dr. Jekyll and Mr. Hyde "auf antik")
Bin recht schnell über Laozi gestolpert, darum war ein Interesse am Daoismus da. Dadurch bin ich bei meinem wichtigsten Lehrer gelandet - ich kenne ich ausschließlich durch seine Bücher, weil er sich schon vor mehr als einem Jahrzehnt aus Altergründen aus dem Lehrgeschäft zurückgezogen hat: Hua-ching Ni ( http://www.collegeoftao.org/about.html ). Von dem habe ich erstmals vom richtigen Sehen gehört, leider hat er nirgens in seinen Büchern (ich hab immerhin 30 davon gelesen) eine Methode erklärt, die dazu hinführt.
Bin durch die in meinem Sehfeld damals auftauchende "Leuchtstruktur" auch bald auf den schweizer Mystiker Floco Tausin aufmerksam geworden. Auch aus seinem Buch kann man viel lernen, allerdings bin ich mit seinen Sehen-Lernmethoden überhaupt nie klargekommen!
Auch jede Menge Romane mit oft verdeckt spirituellem Hintergrund, den nicht gleich jeder erkennt. (z.B. 1984)
Der Hintergrund ist also v.a. Bücherlesen, von "spirituellen Kreisen" habe ich mich weitgehend fern gehalten, Religion sowieso, ich stamme aus keinem religiösen Elternhaus. Allein schon das oberflächliche Getue und die Wir-haben-uns-alle-lieb-Heuchelei dieser Satsang-Gruppen haben mich immer abgestoßen. Ein Herdentier war ich eigentlich noch nie, gegen Schwätzer (das sind ja nicht wenige spirituelle Lehrer, die ohne eigene Erfahrungen nur unreflektiert das nachplappern, was sie anders wo gelesen oder gehört haben) bin ich auch allergisch, und durch meinen Rückzug vom Leben bin ich eher etwas menschenscheu geworden. Natürlich war ich sehr sehr auf der Suche nach einem echten Guru mit echten Lehren (zur Lösung meiner Probleme), aber ich habe nie auch nur von einem einzigen gelesen, der ähnliche (mysteriöse) Erfahrungen hatte, wie ich, deshalb habe ich alle Satsangs etc. vermieden. Andererseits habe ich dadurch meinen wohl schlimmsten Fehler begangen, denn dadurch konnte mich lange Jahre niemand darauf hinweisen, daß Spiritualität mehr mit dem Herzen zu tun hat, als mit dem Hirn. Ich hab mir selber das tiefe Loch gegraben, in dem ich jahrelang festgesteckt bin. Zwei Reiki-Einstimmungen wollten nach einigen Wochen nicht mehr "funktionieren", und ich kapierte einfach nicht wieso. Aber andererseits hatte ich Erfahrungen, die mir klar und deutlich zeigten, daß die Welt nicht so (logisch/rational) funktioniert, wie man es in der Schule lernt, also illusorisch ist die Welt auf jeden Fall bis zu einem gewissen Grade.
Nach und nach habe ich mich über längere Zeit aus meinen Schwierigkeiten herausarbeiten können. Die letzten Monate dann waren dann auch wieder eine Achterbahnfahrt. 1,2 oder 3 Tage wirklich in liebevoller Harmonie mit der Welt, dann wieder schlimme Depressionsphase in Trennung zu allem, dann wieder so "wischiwaschi", und wieder von vorne das Ganze...

Möchtest du zu aktuellen Stand meines Hintergrundes noch was wissen? Ich hab in den letzten Tagen mit dem 7-Stufen-Programm von Ilona Ciunaite begonnen, da bin ich auf Stufe 3 total ins Stocken geraten. Allerdings hatte ich gestern am Spätnachmittag trotzdem positive Ereignisse. Aber vielleicht möchtest du ganz von vorne beginnen?

Liebe Grüße
Werner

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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Danylela » Thu Nov 01, 2018 9:04 pm

Guten Abend Werner,

Du hast ja doch schon einiges angelesen und gelernt. Ich möchte dich nun allerdings bitte wirklich alles davon auf die Seite zu packen. Keine Bücher, keine Videos und auch keinen Satsang.

Du wirst von mir immer wieder Fragen und auch Übungen bekommen. Ich möchte Dich bitten nimm dir hier Zeit...spüre nach und antworte immer aus der direkten, frischen Erfahrung.

Dann lass uns loslegen:

Bitte Beschreibe dein ICH. Wo ist es und wie ist die Beschaffenheit?

Liebe Grüsse
Dani
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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Ginko » Fri Nov 02, 2018 5:14 am

Guten Morgen Dani,
Keine Bücher, keine Videos" - gilt das auch für Bücher und Videos von LU-Angehörigen?
Wo ist mein ich?
Ich dachte es käme vielleicht die Antwort: Im Verstand. Aber nicht einmal das kam, einfach nur Schweigen. Ich habe die Frage mehrmals wiederholt, aber es blieb beim Schweigen.

Wie ist die Beschaffenheit meines Ichs?
Wieder nur Schweigen.

Herzliche Grüsse
Werner

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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Danylela » Sat Nov 03, 2018 7:46 am

Guten Morgen Werner,

Du kannst gern ein Buch von LU lesen. Wichtig ist nur hier nicht in Aktionismus zu verfallen weil hier ja Zustände beschrieben werden. Du sagst das Schweigen herrschte als du nach dem Ich gesucht hast. Das ist gut.

Wie fühlte sich das Schweigen an? Gab es Gedanken dazu?

Ein schönes Wochenende
Alles Liebe
Dani
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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Ginko » Sat Nov 03, 2018 12:33 pm

Nein, keine Gedanken.

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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Ginko » Sat Nov 03, 2018 12:36 pm

Entschuldigung, ich hab zu früh auf den Absenden-Knopf gedrückt.

Da war halt nur Leere, kein besonderes Gefühl, einfach nix.

Liebe Grüsse
Werner

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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Danylela » Mon Nov 05, 2018 3:57 pm

Hallo Werner,

welche Instanz hat diese Leere wahrgenommen?

Nimm dir mal ein Blatt Papier und versuche folgende Übung.
Setz dich an einen Tisch und schreibe für ein paar Minuten alles auf was du tust.
Ich atme
ich schaue
ich denke.....

dann wechsle den Platz und schreibe erneut nur eben ohne ich
atmen
schauen
denken



fühle dich da jeweils hinein. Was hat sich verändert?

Herzliche Grüße
Daniela
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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Ginko » Tue Nov 06, 2018 8:41 am

Hallo Dani,
welche Instanz hat diese Leere wahrgenommen?
Die Leere selbst. Die Leere ist die Wahrnehmung, weil sie alles Erschaffene als das Andere wahrnimmt. Wird nichts anderes wahrgenommen, so nimmt die Leere indirekt sich selbst wahr.


Zur Übung:
Was hat sich verändert?
Von Stufe 1 zu Stufe 2 der Übung ist ein Übergang vom Relativen zum Absoluten. Vorher "Ich bin müde /ich fühle mich müde", danach nur "Müde-Sein". Aber das ist dann vom Gefühl her eine absolute Instanz, die weder etwas mit meiner Person noch dem Menschsein an sich zu tun hat. Müdesein ist eine Instanz, die sich auch in einem Löwen, in einem Regenwurm oder einem Fisch ausdrücken kann. Freilich klappt es mit der Instanz Schreiben bei Fischen nicht so gut... :-) Trotzdem ist es das Absolute, gegenüber dem relativen Eindruck "Ich schreibe".

Grüße
Werner

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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Danylela » Tue Nov 06, 2018 6:26 pm

Gibt es Fragen deinerseits?

Gibt es Themen die Du gern bearbeiten würdest?

Ist das Gefühl der Leerheit dauerhaft? Oder vergeht es wieder?
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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Ginko » Tue Nov 06, 2018 8:01 pm

Hallo Dani,

nein, das mit der Leere war etwas zu hoch gegriffen. Ich hab auf deine Frage (Wo ist mein Ich?) in mich hinein gespürt und es kam keinerlei Antwort. Schweigen. Kein großartiges Gefühl von bedeusamer Leere.
Ich bin manchmal ein bißchen blockiert, ich hab auch irgendwann mal einen "schamanischen" Kurs gemacht, bei dem es letztlich um Hineinspüren wie bei "Familienaufstellungen" etc. geht. Schon damals hab ich mich schwer getan, immer zu Antworten aus meinem Inneren heraus zu kommen. Mit Schweigen meine ich also nicht gerade ein Identifikationsgefühl mit der Ewigkeit.

Seltsamerweise hatte ich heute morgen nach dem Aufwachen ganz kurz das Gefühl, daß der Hintergrund des Lebens die Leere ist. So halb gedacht und halb gefühlt. Aber ansonsten sitzt mein Reiter (das Ich, mit allen Geschichten darum herum) sehr fest im Sattel.
Gibt es Fragen deinerseits?
Naja, wenn du schon fragst...

An dem Nachmittag/Abend einen Tag bevor Du dich erstmals bei mir gemeldet hast, da hatte ich einen Durchbruch, der leider nicht dauerhaft war. Ich hab die ersten beiden Schritte aus dem Buch LU von Ilona Ciunaite gemacht und dabei plötzlich bemerkt, daß ich bisher beim Spüren immer einen entscheidenden Fehler gemacht habe: Ich habe entweder nach innen gespürt und hatte das Gequake im Kopf, oder ich habe nach außen gespürt und hatte das Gequake im Kopf, oder ich habe meist nur auf das Verstandesgequake geachtet. Irgenwie ist mir plötzlich wieder das Taiji-Symbol eingefallen, welches u.a. ja auch bedeutet, daß Innen- & Außenwelt zusammen ein Ganzes sind. Also habe ich gleichzeitig die Wahrnehmung nach innen & nach außen gerichtet und hatte dann zu meiner großen Überraschung eine bisher nie gekannt Ruhe im Verstand. (Mittlerweile glaube ich aber, daß das auch deshalb so gewesen ist, weil zu diesem Zeitpunkt draußen starker Wind war, in den ich mich beim Sitzen am Fenster leicht "hineinspüren" konnte und der mir beim Konzentrieren geholfen hat. Bei Windstille scheint die Konzentration bei weitem nicht so gut zu funktionieren) Nicht daß die Verstandesruhe perfekt gewesen wäre, überhaupt nicht, aber eben viel besser als je zuvor. Das machte mich ein bischen euphorisch.
Danach fiel ich abends langsam aber sicher in einen Zustand der Einheit mit dem ganzen Leben und allen Dingen und ich spürte diese Einheit als goldene Farbe in mir. Ich hatte bisher nicht gewußt, daß es bei der goldenen Farbe der Buddha-Figuren oder Jesus am Kreuz (Christos = Goldener) nicht um ein visuelles Leuchten geht, sondern um ein Liebesgefühl von goldfarbenem (bernsteinfarben) Gefühlsausdruck "gegenüber" allem.
Ich saß dann ein bißchen apathisch herum und spürte, daß noch eine Menge in mir zu verdauen wäre (daß die Apathie erst mit der Zeit weggehen würde - ich meine mich zu erinnern, daß Tolle in seinem ersten Buch geschrieben hat, bei ihm hätte die Phase der Apathie 3 Monate gedauert, die er großteils auf Parkbänken verbrachte). Dann ging ich in der Hoffnung zu Bett, daß ich zumindet teilweise in diesem Zustand der Einheit verbleiben würde, aber am Morgen danach war alles wieder beim alten. Wie gesagt, der Reiter sitzt fest im Sattel.

Meine Frage nun: Hast Du oder irgend jemand anderer von LU da ein bißchen nachgeholfen? Vielleicht war es doch nicht der Wind alleine :-)

Gibt es Themen die Du gern bearbeiten würdest?
Ich laß mir mit dieser Frage Zeit bis morgen oder vielleicht übermorgen, dann sag ichs.
Du kannst dich aber gerne vorher bei mir melden.

Herzliche Grüße
Werner

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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Danylela » Thu Nov 08, 2018 10:33 am

Hallo Werner,

danke für die ausführliche Erklärung. Was ist denn bedeutsame Leere? Gibt es in den Gefühlen und Gedanken Rankings welche besser oder schlechter sind? und wer beurteilt das?

Du schreibst von einem Durchbruch.....welche Instanz hatte den Durchbruch?

Dein Reister(Ego) sitz fest im Sattel deiner Meinung nach. Ist es tatsächlich der Reiter oder nur der Gedanke daran?

Herzliche Grüße
Daniela
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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Ginko » Thu Nov 08, 2018 3:50 pm

Also, ich meinte tatsächlich zwei für mich nicht so 100%ig indentische Dinge. Beim Beantworten jener Frage bin ich ganz normal am Schreibtisch gesessen, hab mir die Frage in leisem Ton gesprochen gestellt und hab gewartet, was da für Antwort kommt. Es kam nichts, auch nach drei Versuchen nicht. Das hab ich auf Deine Nachfrage hin, als Nichts, als Leere bezeichnet. Aber man kann ja Leere auch als tiefe Versenkung bei der Meditation verstehen, da wo man sich auf einer tieferen Ebene mit dem Leben verbunden fühlt (und was ich da mit dem blöden Begriff "bedeutsam" bezeichnet habe). Das ist ja eines der Probleme des modernen Menschen, daß man sich heute normalerweise nicht mehr so mit allem verbunden fühlt. Vielleicht liegt da ein Fehler von mir, etwas zu differenzieren, was vielleicht gar nicht differenziert gehört.
Wer beurteilt das?
Ich natürlich. Zitat von gerade eben: "Also, ich meinte tatsächlich zwei für mich nicht so 100%ig indentische Dinge."
welche Instanz hatte den Durchbruch?
Naja, genau genommen hatte natürlich nicht ich den Durchbruch, sondern die Einheit. Die ist bei mir durchgebrochen, weil für eine gewisse Zeit relative Gedankenstille herrschte und das Ich irgendwo Urlaub gemacht hat.
Ist es tatsächlich der Reiter oder nur der Gedanke daran?
Das Ich wird ja nunmal von diesem dauernden Gedankenstrom und der Identifikation des Bewußtseins damit aufrecht erhalten. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das im Alltag schaffen soll. In dieser speziellen Situation hat mir die Konzentration auf den Wind recht stark geholfen. Ich müßte dauernd auf irgendetwas so stark konzentriert sein, dann würde es vermutlich klappen.

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Re: Wie versenkt man ein Narrenschiff?

Postby Danylela » Fri Nov 09, 2018 4:52 pm

Hallo Werner,

Was hältst du davon mal übers Wochenende in diese Leere einzutauchen. Das Ich ist eigentlich nur eine Konditionierung aus der Kindheit. Es ist nicht vorhanden. Das hast du ja bereits selbst bemerkt. Versuche mal übers,das Wochenende einfach sobald sich das Ich bemerkbar macht, zu hinterfragen. Geh das Ich suchen. Bis in die Tiefe. ....

Liebe Grüsse
Daniela
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