Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

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Shana'Shanti
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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Sat May 18, 2019 5:05 pm

Und was hilft das Wissen darum?
Nichts. Und doch ist es ein qualitativer Unterschied, ob Ichlosigkeit nur als intelektuelles Konzept erfasst oder erlebt wurde.


Wann taucht das "Ich" hauptsächlich auf? In welcher Gemütsverfassung? Und in welchem Gemütszustand ist es Dir vollkommen egal, ob ein Ich da ist oder nicht?
Das Ich taucht hauptsächlich beim Denken und Grübeln auf, wenn es Probleme gibt oder Krankheit da ist. In der Freude oder beim Malen zum Beispiel, ist es meist nicht wahrnehmbar oder auch egal.

Okay, es gibt kein Ich. Wenn es kein Ich gibt, was stört dann noch?
Ich weiß nicht, Andreas, drehen wir uns da nicht endlos im Kreis? Es kommt mir so vor, als habe ich das schon zigmal beschrieben. Fast mein ganzes Leben habe ich aus einer Ich-Perspektive gelebt. Dann habe ich das Konzept der Ichlosigkeit kennen gelernt und dann habe ich Ichlosigkeit erfahren. Also ist es ganz klar: es gibt kein Ich. Dennoch kehrt diese Ich-Perspektive immer wieder zurück. Der Organismus hat Krankhieten, Befindlichkeiten, Probleme und da erscheint sehr schnell die Ich-Perspektive und tut so als gäbe es ein Ich. Da Ichlosigkeit als Erfahrung gespeichert ist, wird der Unterschied erkannt, wahrgenommen. Also was stört? Wenn die Ich-Perspektive dauernd wieder auftaucht, das stört. Wen stört das? Den Organismus, das Wesen, das beides kennt. Keine Ahnung, wie ich es noch sagen soll.


Lieber Andreas,
ich muss nächste Woche ins Krankenhaus und werde ca bis kurz vor Pfingsten weg sein. Kurz nach Pfingsten bin ich dann für zwei Wochen im Urlaub. also werden wir jetzt eine längere Pause haben. Falls du mir auf die heutigen Antworten noch schreiben willst (was mich sehr freuen würde), bis Dienstag bin ich noch da, um es zu lesen.
Liebe Grüße und eine gute Zeit,
Shana'Shanti

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Glueckseligkeit
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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Glueckseligkeit » Sat May 18, 2019 9:59 pm

Das Ich taucht hauptsächlich beim Denken und Grübeln auf, wenn es Probleme gibt oder Krankheit da ist. In der Freude oder beim Malen zum Beispiel, ist es meist nicht wahrnehmbar oder auch egal.

Darin steckt eine essenzielle Erkenntnis. Ein Ich kann nur gemeinsam mit Gedanken auftauchen.

Teste beide Gedanken/Aussagen, wie sie sich anfühlen:

1. Ich male.
2. Malen.

Teste den Unterschied von Gedanken mit und ohne Worte wie Ich, mich oder mir.

Die Ichlosigkeit ist spürbar ohne diese angehängten Begriffe Ich, mir, mich, mein,.... die Bezug auf eine antrainierte fiktive Person nehmen und damit belastend wirken.

Wenn die Ich-Perspektive dauernd wieder auftaucht, das stört. Wen stört das? Den Organismus, das Wesen, das beides kennt. Keine Ahnung, wie ich es noch sagen soll.

Der Ich-Gedanke ist eine langjährige Gewohnheit. Probiere und spiele ein wenig mit ichlosen Formulierungen herum. Das biologische System hat eine gewisse Trägheit. Deshalb wiederholen sich auch wenn bewusst etwas erkannt wurde, u. U. noch eine gewisse Zeit Gedankenmuster. Das ist nicht schlimm. Überbewerte das nicht. Dem Aufmerksamkeit zu schenken, hält diesen Mechanismus am Leben. Deshalb: Gib dem Ganzen keine Bedeutung. Die Gedanken dürfen kommen und gehen.

Eine gute Zeit!
Liebe Grüße
Andreas

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Shana'Shanti
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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Sun May 19, 2019 5:42 pm

Danke, lieber Andreas,
das nehme ich sehr gerne mit auf die Reise jetzt.
Alles Liebe bis in ein paar Wochen,
Shan'Shanti

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Glueckseligkeit
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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Glueckseligkeit » Sun May 19, 2019 7:57 pm

:-)
Liebe Grüße
Andreas


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