Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

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Matthias
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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Matthias » Tue Oct 02, 2018 7:50 am

Tut mir leid, dieses Drehen darum. Ist sicher nervig. Geht aber gerade nicht anders, es ist das, was gerade da ist, erlebt wird.
Es gibt Threads mit 25, 30 oder mehr Seiten. Warum sollte das nervig sein? :) Es gibt Klienten die kommen 4 mal wieder, melden sich mit 3 Namen und und machen Guidings in 2 Sprachen.

Andere Setzen sich tagelang vor eine Wand und warten ;) Du kannst nichts erzwingen.
irgendwas hängt irgendwo fest. Wie bei einer Schallplatte, die hängt
Okay, der Frust ist in Ordnung. Dieses Wollen kommt schon eher aus dem Kopf, aus den Zweifeln und der Unsicherheit, ob alles seine Richtigkeit hat.
Du erwähnst oft Organismus, ist dieser Organismus in irgendeiner Form eigenständig und unabhängig tätig vom Rest der Umwelt?
LG Matthias

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Shana'Shanti
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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Tue Oct 02, 2018 9:04 am

Es gibt Threads mit 25, 30 oder mehr Seiten. Warum sollte das nervig sein? :) Es gibt Klienten die kommen 4 mal wieder, melden sich mit 3 Namen und und machen Guidings in 2 Sprachen.
Ui, sehr seltsam. Vor allem die drei Namen.

Vermutlich eine Projektion. Für mich fühlt sich die Sucherei und dieses Drehen nervig an. Wie auf der Stelle treten.

Du kannst nichts erzwingen.
Nein, kann ich nicht.
Da ist ein innerer Druck wahrnehmbar, wie eine innere Stimme, die flüstert, dass ich das doch schon längst kapiert haben müsste etc.etc. Das kenne ich natürlich aus vielen Lebenssituationen.
Und bevor du fragst, wer den Druck macht und wer ihn hat, bin ich wieder bei dem so oft erwähnten Organismus. Da gibt es vielleicht eine Konditionierung, die besagt, dass das alles schneller gehen müsste, nicht so viel rumgeeiere. Frustig halt.

Du erwähnst oft Organismus, ist dieser Organismus in irgendeiner Form eigenständig und unabhängig tätig vom Rest der Umwelt?
Nein, ist er nicht.
Es kann aber sein, dass er das denkt, wenn er mit etwas identifiziert ist. Dann ist eben wieder ein Ich da.


Liebe Grüße,
Shana'Shanti

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Matthias
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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Matthias » Thu Oct 04, 2018 11:12 am

Da ist ein innerer Druck wahrnehmbar, wie eine innere Stimme, die flüstert, dass ich das doch schon längst kapiert haben müsste etc.etc. Das kenne ich natürlich aus vielen Lebenssituationen.
Und bevor du fragst, wer den Druck macht und wer ihn hat, bin ich wieder bei dem so oft erwähnten Organismus. Da gibt es vielleicht eine Konditionierung, die besagt, dass das alles schneller gehen müsste, nicht so viel rumgeeiere. Frustig halt.
die flüstert, dass ich das doch schon längst kapiert haben müsste etc.etc. Das kenne ich natürlich aus vielen Lebenssituationen.
Einfach ignorieren falls möglich :) Hält nur von der Suche ab.

Bitte schau noch einmal genau nach, wer hier wo schaut. Ich brauche eine präzise Beschreibung. Die Frage ist für mich noch nicht abschließend beantwortet. Ich möchte dir eine Hilfestellung geben.

Du grenzt einen Organismus ab, auf den "jemand" schaut und diesen wahrnimmt.
a) wie ist die Definition des Organismus und...
b) wo liegt der Unterschied des Organismus zu demjenigen der das "beobachtet". (Da sind ja dann 2)

Natürlich kann es nervig sein, du kannst jederzeit sagen du hast keine Lust mehr :) Ich zwinge niemanden :D
LG Matthias

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Shana'Shanti
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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Thu Oct 04, 2018 6:04 pm

Einfach ignorieren falls möglich :) Hält nur von der Suche ab.
Danke für die Erinnerung, vergesse es manchmal.
Bitte schau noch einmal genau nach, wer hier wo schaut. Ich brauche eine präzise Beschreibung. Die Frage ist für mich noch nicht abschließend beantwortet. Ich möchte dir eine Hilfestellung geben.

Du grenzt einen Organismus ab, auf den "jemand" schaut und diesen wahrnimmt.
a) wie ist die Definition des Organismus und...
b) wo liegt der Unterschied des Organismus zu demjenigen der das "beobachtet". (Da sind ja dann 2)

Ich nehme jetzt mal meine eigenen Sätze auseinander:

Der innere Druck entsteht durch die Stimme, die sagt, es müsste alles schneller gehen.
Diese Stimme kommt aus einer Konditionierung (oder Glaubenssatz).
Das Ganze wird im Organismus erlebt. Und erzeugt Gefühle wie Frust und genervt sein etc..
Der Satzteil "wer den Druck macht" ist Blödsinn. Niemand "macht" den Druck.
"Wer ihn hat?" Der Organismus nimmt den Druck und die Gefühle wahr.

Dass ich einen Organismus abgrenze, auf den jemand schaut, kann ich jetzt gar nicht sehen (ausser du beziehst es auf den Satz "wer den Druck "macht", wie schon gesagt, das ist Quatsch), der Organismus "erlebt" den Druck.
Für mich ist da ein Organismus, der auf eine Konditionierung (Gedanken) hört, das glaubt (statt das zu ignorieren) und sich daraufhin schlecht fühlt. Da ist keine Akzeptanz in dem Moment. Dürfte das alles einfach geschehen, gäbe es kein Problem.Durch den Widerstand kann sich wieder ein Ich oder Ego aufbauen, das dann glaubt etwas tun, besser oder schneller machen zu können. Und das ist wohl so passiert. Und passiert immer wieder (bis jetzt!)

Zu a) Der Organismus besteht aus Körper, Geist und Seele (Psyche). Die Persona oder die Gestalt oder die Figur, die herumläuft, denkt, Dinge tut wie arbeiten gehen, einkaufen oder lesen usw.. Der Organsmus ist derjenige, der fühlt und reagiert, der Konditionierungen, Glaubenssätze erfährt, so was alles.

Zu b) Es gibt keine Zwei. Der innere Beobachter ist auch Teil des Organismus.

So nehme ich das wahr.

Natürlich kann es nervig sein, du kannst jederzeit sagen du hast keine Lust mehr :) Ich zwinge niemanden :D
So schnell wirst du mich nicht los :D Aufgeben ist nicht so mein Ding. Das ist mir auch viel zu wichtig!

Lieber Matthias,

danke für die extra Hilfestellung. Es ist alles wieder ein bisschen klarer.

Liebe Grüße,
Shana'Shanti

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Matthias » Sun Oct 07, 2018 2:09 pm

Ok, damit können wir weiterarbeiten.
Zu b) Es gibt keine Zwei. Der innere Beobachter ist auch Teil des Organismus.
Existiert ein Beobachter als "Etwas / Ding", getrennt von dem Boabachteten?
Seele (Psyche)
Was stellst du dir darunter genauer vor? Kannst du das fühlen/erfahren oder wie setzt sich das zusammen?
LG Matthias

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Mon Oct 08, 2018 6:30 pm

Ok, damit können wir weiterarbeiten.
Prima!

Existiert ein Beobachter als "Etwas / Ding", getrennt von dem Boabachteten?
Nein.

Was stellst du dir darunter genauer vor? Kannst du das fühlen/erfahren oder wie setzt sich das zusammen?
Die "Seele" kann ich nicht beschreiben, dafür hab ich keine Worte. So wie ich auch "Unendlichkeit" oder "Nichts" nicht beschreiben kann.
Aber es gibt seelische/psychische Strukturen, die im Laufe des Lebens entstehen (und sich z.B. auch verfestigen können). Die werden dann als Emotionen oder seelische Haltungen erlebt im Organismus. Diese Strukturen befinden sich im Emotionalkörper, wo sie (zum Beispiel nach einem Trauma) auch erstarren können oder sich wieder lösen ecetera. Das Wort Psyche wird ja meist im thrapeutischen Bereich verwendet, es heißt ja auch: Psychiatrie, Psychologe, Psychotherapie und so weiter. Da geht es in der Regel um Emotionen und Strukturen u.ä., nicht so sehr um das Spirituelle. Leider!
Ich weiß nicht, wie ich Seele noch beschreiben könnte.

Lieber Matthias,
danke für deine Fragen und liebe Grüße,
Shan'Shanti

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Matthias » Tue Oct 09, 2018 10:06 am

Deine Erklärung finde ich gut :)
Aber es gibt seelische/psychische Strukturen, die im Laufe des Lebens entstehen (und sich z.B. auch verfestigen können). Die werden dann als Emotionen oder seelische Haltungen erlebt im Organismus. Diese Strukturen befinden sich im Emotionalkörper, wo sie (zum Beispiel nach einem Trauma) auch erstarren können oder sich wieder lösen ecetera. Das Wort Psyche wird ja meist im thrapeutischen Bereich verwendet, es heißt ja auch: Psychiatrie, Psychologe, Psychotherapie und so weiter. Da geht es in der Regel um Emotionen und Strukturen u.ä., nicht so sehr um das Spirituelle. Leider!
Also ist Seele (wenn überhaupt existent) auch eher flüchtig und im Zustand nicht "stabil" = ewig während?

Ich finde diese Definition ganz interssant, von Wiki:

"Im heutigen Sprachgebrauch ist oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint. In diesem Sinne ist „Seele“ weitgehend gleichbedeutend mit „Psyche“. „Seele“ kann aber auch ein Prinzip bezeichnen, von dem angenommen wird, dass es diesen Regungen und Vorgängen zugrunde liegt, sie ordnet und auch körperliche Vorgänge herbeiführt oder beeinflusst."
Existiert ein Beobachter als "Etwas / Ding", getrennt von dem Boabachteten?
Nein.
- Wenn nun auch kein Beobachter der Dinge existiert, was geschieht dann und was ist tatsächlich da und wie läuft der Prozess von "Beobachtung" ab, wenn gar kein Ich da ist?
LG Matthias

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Tue Oct 09, 2018 5:29 pm

Also ist Seele (wenn überhaupt existent) auch eher flüchtig und im Zustand nicht "stabil" = ewig während?
Seele existiert und ist unendlich, ist Essenz, Seele ist.
Nur der Begriff "Seele" wird sehr unterschiedlich interpretiert und benutzt. Das hab ich ja schon angedeutet letztes Mal. Es kann seelische Störungen geben und man kann auch Seelenteile verlieren zum Beispiel in traumatischen Situationen (einfrieren, erstarren) oder in der Depression, wenn Gefühle stark unterdrückt werden u.ä. Der seelische Zustand kann sehr instabil sein. Die Seele an sich ist immerwährend und ewig unveränderbar. Nur im seelischen Ausdruck kann Störung vorliegen, so vielleicht.
"Im heutigen Sprachgebrauch ist oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint. In diesem Sinne ist „Seele“ weitgehend gleichbedeutend mit „Psyche“. „Seele“ kann aber auch ein Prinzip bezeichnen, von dem angenommen wird, dass es diesen Regungen und Vorgängen zugrunde liegt, sie ordnet und auch körperliche Vorgänge herbeiführt oder beeinflusst."
Ja, das finde ich auch gut. Die Seele als ordnendes Prinzip trifft es gut.
- Wenn nun auch kein Beobachter der Dinge existiert, was geschieht dann und was ist tatsächlich da und wie läuft der Prozess von "Beobachtung" ab, wenn gar kein Ich da ist?
Ein Beobachter existiert. Er existiert nur nicht getrennt als Etwas/Ding vom Beobachteten. Der Beobachter und das Beobachtete sind dasselbe. (Quantenphysik)
Es gibt nichts getrenntes.
Trotzdem ist es möglich, mich durch das Beobachten zum Beispiel von meinen Gefühlen zu dissoziieren. Also künstliche Trennung zu schaffen. Alles kann benutzt werden, um etwas zu vermeiden oder nicht zu fühlen ecetera. Darüber könnte jetzt auch noch viel gesagt werden, wie über Seele auch. Aber deine Frage ist glaub ich beantwortet.
Für mich ist der Beobachter eine innere Instanz, die immer da ist und wahrgenommen werden kann, wenn das Bewusstsein dorthin gelenkt wird. Ohne bewussten Beobachter könnten wir doch gar nicht reflektieren, oder?

Ganz schön spannend. Vielen Dank und herzliche Grüße,
Shana'Shanti

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Matthias » Wed Oct 10, 2018 1:20 pm

Wie war das? Die Bereitschaft die eigene Vorstellungen in Frage zu stellen? In Bezug auf Geist u. Seele....
Es sind Konzepte.... :) Was ist hier jetzt ohne Vorstellung, Glauben, Vermutung, Konzeptionierung?

Ich möchte Dir einen Neuen Guide zuordnen, ich habe schon gefragt, wärst du damit einverstanden?
LG Matthias

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Thu Oct 11, 2018 9:18 am

Wie war das? Die Bereitschaft die eigene Vorstellungen in Frage zu stellen? In Bezug auf Geist u. Seele....
Es sind Konzepte.... :) Was ist hier jetzt ohne Vorstellung, Glauben, Vermutung, Konzeptionierung?
Ja,das Ganze ist sehr kopfig geworden. Das ist mir auch aufgefallen. Deine Definition von Wiki ist auch ein Konzept.
Ich nehme die Fragen ernst und antworte immer so wie ich es in diesem Moment des Schreibens kann. Wenn das mal in die falsche Richtung läuft, dann ist das so. Das ist aus meiner Sicht natürlich und menschlich. Sowas kann passieren. Tut mir leid.

Ich möchte Dir einen Neuen Guide zuordnen, ich habe schon gefragt, wärst du damit einverstanden?
Wenn du das für besser hälst, dann mach das, Matthias. Danke für deine bisherige Begleitung und alles Gute für dich.

Liebe Grüße,
Shana'shanti

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Matthias » Thu Oct 11, 2018 11:16 am

Wenn das mal in die falsche Richtung läuft, dann ist das so. Das ist aus meiner Sicht natürlich und menschlich. Sowas kann passieren. Tut mir leid.
Alles ist gut :) Es wird einfach ein anderer Guide weiterschreiben :)
LG Matthias

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Glueckseligkeit » Thu Oct 11, 2018 1:40 pm

Liebe Shana'Shanti,

wenn es für Dich OK ist, würde ich Matthias mal beim Guiding ablösen. Ich heiße Andreas.

Wenn das Sein einmal ganz pur und unbelastet erlebt wurde, ist es natürlich nicht besonders toll, wenn plötzlich der Fokus wieder auf nervigen Gedanken liegt.

Ich greife deshalb eine Deiner Aussagen auf, die m. E. jene Schwere in sich tragen, die Du nicht magst:

Und ja, ich möchte etwas ändern, ich möchte keine Trennung mehr. Wenn das Ich da ist, ist Trennung da.

In diesen beiden Sätzen offenbart sich Folgendes:

Du glaubst an eine Trennung. Denn ohne den glauben an diese, würdest Du ja nichts ändern wollen. Welches ist also das Hauptproblem: Der Glaube an eine Trennung oder die richtigen Maßnahmen zu finden, die Trennung zu überwinden? Was wärst Du ohne den Glauben an eine Trennung?

Und jetzt wird's interessant: Das Ich, das zur Trennung führt, ist das dasselbe Ich, das auch keine Trennung mehr möchte?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Thu Oct 11, 2018 4:32 pm

wenn es für Dich OK ist, würde ich Matthias mal beim Guiding ablösen. Ich heiße Andreas.
Lieber Andreas,

ja, das ist okay!

Du glaubst an eine Trennung. Denn ohne den glauben an diese, würdest Du ja nichts ändern wollen. Welches ist also das Hauptproblem: Der Glaube an eine Trennung oder die richtigen Maßnahmen zu finden, die Trennung zu überwinden? Was wärst Du ohne den Glauben an eine Trennung?
Es gibt Zeiten, in denen Trennung nicht erlebt wird. Das kenne ich also.

Aber diese Zeiten sind im Trubel von sehr belastenden Ereignissen in letzter Zeit immer weniger geworden. Immer öfter hat sich wieder ein Ich aufgebaut, das glaubt etwas tun und bewegen zu können oder gar zu müssen.

Mir kam irgendwann der Verdacht, dass ich viele Fragen von Matthias nur noch intellektuell beantworte. Das hab ich auch angesprochen.

Die Ichlosigkeit wurde ja erlebt, deshalb ist da nicht durchgängig ein Glaube an Trennung. Wenn Stille und Unendlichkeit da sind, weiß jede Zelle, dass es keine Trennung gibt.

Nur wenn sich das Ego wieder Platz verschafft hat, ist dieser Glaube wieder da oder ich handle zumindest so und vergesse die andere Erfahrung. Das ist so eine Schleife, in der ich mich erlebe. Im Moment weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt noch das Nichts, die Stille und Unendlichkeit in der gekannten Tiefe erfahre. Es scheint mir flacher geworden.

Und das bewirkt dann, in meiner Wahrnehmung, ein etwas verzweifeltes Greifen wollen nach dem Nichts, nach der Unendlichkeit, die erlebt wurde und mir verloren zu gehen droht, was natürlich nicht möglich ist. Da ist große Sehnsucht.

Das Hauptproblem ist, dass ich es (noch) nicht schaffe, im ungetrennten Sein zu bleiben. (Maßnahme)

Ohne den Glauben an eine Trennung wäre ich frei.


Und jetzt wird's interessant: Das Ich, das zur Trennung führt, ist das dasselbe Ich, das auch keine Trennung mehr möchte?
Ja, das ist dassselbe. Ganz schön doof.


Lieber Andreas,

da ist jetzt ein bisschen Verunsicherung über den Wechsel. aber ich freue mich, dass du das übernommen hast und freue mich auf gutes Zusammenwirken.

Liebe Grüße,

Shan'Shanti

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Glueckseligkeit » Thu Oct 11, 2018 4:58 pm

da ist jetzt ein bisschen Verunsicherung über den Wechsel. aber ich freue mich, dass du das übernommen hast und freue mich auf gutes Zusammenwirken.

Das braucht Dich nicht zu verunsichern. Guides wechseln sich immer mal wieder ab. Jeder Guide folgt da einfach seinem Impuls.

Und das bewirkt dann, in meiner Wahrnehmung, ein etwas verzweifeltes Greifen wollen nach dem Nichts, nach der Unendlichkeit, die erlebt wurde und mir verloren zu gehen droht, was natürlich nicht möglich ist. Da ist große Sehnsucht.

Was wärst Du ohne dieses verzweifelte Greifen wollen? Was wärst Du ohne den Wunsch, die Unendlichkeit wieder erleben zu wollen? Was bringt Dich in Unruhe oder Stress? Der Wunsch nach etwas, was gerade nicht da zu sein scheint? Wenn Du gar nichts glauben würdest, gar nichts anstreben müsstest, wie würde sich das anfühlen?

Das Hauptproblem ist, dass ich es (noch) nicht schaffe, im ungetrennten Sein zu bleiben. (Maßnahme)

Wie kannst Du überhaupt als "Ich" im ungetrennten Sein bleiben? Die Trennung entsteht doch durch ein "Ich", oder?

Mache mal folgenden Test:

Denke an etwas Schönes. Wie fühlt sich das an?
Denke an etwas Schlechtes. Wie fühlt sich das an?

Was ist, während Du das jeweilige gedacht hast, TATSÄCHLICH um Dich herum passiert? Hatte Deine Gefühlslage irgendetwas mit der Realität zu tun oder war das alles nur "eingebildet"?

Es geht darum, den Unterschied zwischen Realität und Gedanken zu erkennen.
Beobachte einmal nur die Gedanken dahingehend, ob sie sich "schwer" anfühlen oder "mühelos". Und während Du diesen Check machst, prüfe, ob das etwas mit der konkreten Realität zu tun hat, die gerade stattfindet.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Stille, Unendlichkeit, Leere, Nichts

Postby Shana'Shanti » Fri Oct 12, 2018 5:33 pm

Was wärst Du ohne dieses verzweifelte Greifen wollen? Was wärst Du ohne den Wunsch, die Unendlichkeit wieder erleben zu wollen? Was bringt Dich in Unruhe oder Stress? Der Wunsch nach etwas, was gerade nicht da zu sein scheint? Wenn Du gar nichts glauben würdest, gar nichts anstreben müsstest, wie würde sich das anfühlen?

Dann wäre ich wohl frei und zufrieden. Der Wunsch macht den Stress, weil keine Akzeptanz da ist für das, was ist in diesem Moment. Wenn ich gar nichts anstreben würde, dann wäre ich zufrieden.


Wie kannst Du überhaupt als "Ich" im ungetrennten Sein bleiben? Die Trennung entsteht doch durch ein "Ich", oder?
Schon klar, aber ohne "ich" kann ich den Satz so nicht formulieren.

Du hattest gefragt, ob der Glaube an Trennung das Hauptproblem ist oder eine fehlende Maßnahme, die hilft die Trennung zu überwinden. Ich habe geantwortet, dass es die fehlende Maßnahme ist, d.h. das nicht wissen wie die Trennung nachhaltig überwunden werden kann. Sodele, jetzt ohne "ich".

Das Ich existiert ja nicht wirklich. Demnach entsteht die Trennung durch das ausgedachte Ich, an das geglaubt wird.


Denke an etwas Schönes. Wie fühlt sich das an?
Gut.
Denke an etwas Schlechtes. Wie fühlt sich das an?
Macht iim Körper Engegefühle.


Was ist, während Du das jeweilige gedacht hast, TATSÄCHLICH um Dich herum passiert? Hatte Deine Gefühlslage irgendetwas mit der Realität zu tun oder war das alles nur "eingebildet"?
Nichts ist passiert. Das war ausgedacht.


Es geht darum, den Unterschied zwischen Realität und Gedanken zu erkennen.
Beobachte einmal nur die Gedanken dahingehend, ob sie sich "schwer" anfühlen oder "mühelos". Und während Du diesen Check machst, prüfe, ob das etwas mit der konkreten Realität zu tun hat, die gerade stattfindet.

Danke! Dieser Anstoß ist sehr hilfreich.

Nein, die Gedanken, ob schwer oder mühelos, haben nichts mit der Realität zu tun, die gerade stattfindet.


Lieber Andreas,
ich bin die nächste Woche im Retreat und nehme dahin keinen Laptop mit. Ab dem 22.10. bin ich wieder da.
Bis dahin vielen Dank und liebe Grüße,
Shana'Shanti


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