Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

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Dennis
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Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Dennis » Wed Mar 21, 2018 6:49 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Mit dem erkennen dieser Tatsache erhoffe ich mir inneren Frieden und letztlich die Gewissheit, dass ich alles bereits richtig tue.
Letztlich bedeutet es also Lebensqualität für mich.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ein Vortrag von Mensch Gott auf Youtube. Diesen habe ich gedownloaded und hörte ihn mir immer und immer wieder an. Es ging um einen Mann, der sich mit diesem Thema beschäftigte. Alles schien einfach nur wahr zu sein, obwohl ich es nicht verstand, was er sagte.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich hatte einen Burnout, Nervenzusammenbruch und eine Autoimmunkrankheit. Ich möchte Frieden, Liebe und dadurch neue Kraft, um anderen zu helfen. Diese Dinge erzeugte zwar unglaubliches Leid, jedoch auch die Bereitschaft in mir, alles zu ändern.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Kannst du mir helfen, eine Illusion zu durchschauen? Eine Illusion, die nichts als Leid erzeugt..

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Katrin
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Katrin » Thu Mar 22, 2018 11:33 am

hallo Denis,
ich heisse Katrin und freue mich Dich hier begleiten zu dürfen.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Kannst du mir helfen, eine Illusion zu durchschauen? Eine Illusion, die nichts als Leid erzeugt..
ja, Illusionen können wirklich durchschaut werden! wir werde sehen wie sich das gestaltet...
Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Mit dem erkennen dieser Tatsache erhoffe ich mir inneren Frieden und letztlich die Gewissheit, dass ich alles bereits richtig tue.
Letztlich bedeutet es also Lebensqualität für mich.
sehr schön! ja... Der inneren Frieden ist jetzt schon da. Dir fehlt nichts. Da ist nur eine Illusion zu viel, die durchschaut werden kann.
Wenn erkannt wird dass da niemand ist der was tut, ist da die Gewissheit, dass bereits alles richtig geschehen ist und geschieht.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich hatte einen Burnout, Nervenzusammenbruch und eine Autoimmunkrankheit. Ich möchte Frieden, Liebe und dadurch neue Kraft, um anderen zu helfen. Diese Dinge erzeugte zwar unglaubliches Leid, jedoch auch die Bereitschaft in mir, alles zu ändern.
Ja so ist das... selten ist es das süsse Leben, dass einen verzweifelt nach Lösungen suchen lässt... und doch ist das Leben immer süss... wenn wir in der Lage sind ehrlich zu sein, uns zu fragen wie es wirklich war und ist.. können wir das sehen... Wenn wir nicht der Geschichte glauben, die wir drumherum gewoben haben und die manchmal mit der Realität nicht so viel gemein hat, sehen wir, so wie auch oben schon erwähnt: "alles war richtig". Der Glaube an die Geschichte ist oftmals mehr die Ursache von Leid, als das Geschehen selbst.

Das kannst Du herausfinden.... in dem Du es untersuchst:
Suche den, der diese Geschehen, wie Burnout, Nervenzusammenbruch und Autoimmunkrankheit hatte...
Wie fühlt er sich an? Wo ist er? Suche...

Ich bin gespannt, was Du mir schreiben wirst...

mit lieben Grüssen,
Katrin
Wünschen, Hoffen, Glauben leben in der Zeit.
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Dennis
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Dennis » Thu Mar 22, 2018 8:11 pm

Hallo Katrin:
toll, dass du mir schreibst!
Der Glaube an die Geschichte ist oftmals mehr die Ursache von Leid, als das Geschehen selbst.
Dieser Satz bringt mich ehrlich gesagt zum Nachdenken...
Das kannst Du herausfinden.... in dem Du es untersuchst:
Suche den, der diese Geschehen, wie Burnout, Nervenzusammenbruch und Autoimmunkrankheit hatte...
Wie fühlt er sich an? Wo ist er? Suche...
Ich bin Dennis. Ich habe es erlebt, da es mir geschah. Es geschah meinem Körper, der direkt seine Gefühle zu mir preisgab.
So erlebte ich den Schmerz durch die Qualen direkt durch meinen Körper.
Und ich rede von meinem Körper, weil ich irgendwie durch ihn durch gucke und nichts anderes kenne.
Ich merke aber, da stimmt was nicht...
Wie fühlt er sich an? Wo ist er? Suche...
Ich denke da an die Vorstellung von ICH in meinem Kopf: hervorgerufen, durch die "Verdrahtungen" der Gehirnverbindungen der Vergangenheit.
Fehlt der Kopf (also das Gehirn), fehlt mein tiefes ICH. Ich definiere mich durch meine Erinnerungen und Vorstellungen: es ist doch alles, was ich habe!
Ich denke also, ich bin Gehirnfunktionen in meinem Körper.

Du fragtest nach dem Gefühl:
Es ist leer. Es scheint Gefühl zu geben, aber nicht tief im Inneren.
Aber sicher bin ich mir nicht.

Danke für deine Zeit, Katrin!!

Liebe Grüße,
Dennis

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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Katrin » Sun Mar 25, 2018 9:03 pm

Lieber Dennis,

Erst mal: Entschuldige bitte, dass ich jetzt erst schreibe, und danke für Deine Geduld! Ich glaube, ich hatte vergessen unsere Konversation zu abonnieren und deshalb keine Nachricht bekommen, als Du geschrieben hast.... sorry...

Danke für Deine Antworten.... und Deine Offenheit! Das ist wirklich toll!
Ich bin Dennis. Ich habe es erlebt, da es mir geschah. Es geschah meinem Körper, der direkt seine Gefühle zu mir preisgab.
Du schreibst, das Du Dennis b i s t und Dein Körper seine Gefühle zu D i r preisgab. Daran würde sich niemand stossen. Das ist, was wir am Anfang unseres Lebens beigebracht bekommen- und dann fest glauben.
Aber... man kann alles was geglaubt wird in Frage stellen und untersuchen ob unsere Überzeugungen wirklich wahr sind.

Also Du sagt: "mein Körper"... der bist Du also nicht. Du hast ihn.
"Dennis", Dein Name bist Du ja auch nicht. Es ist ein Wort.
Wem hat Dein Körper seine Gefühle preisgegeben?
Ich frage Dir ernsthaft...
Wo kannst Du ihn lokalisieren?
Oder wie fühlt er sich an?
Versuche wirklich mal nicht die Gedanken zu Hilfe zu nehmen...und in Dich hineinzufühlen.
So wie Du Deinen Atem verfolgst... (falls Du Dein Selbst in Deinem Körper vermutest).
So erlebte ich den Schmerz durch die Qualen direkt durch meinen Körper.
Auch das könntest Du in Frage stellen:
War es der Körper der Dir Schmerz und Qualen beschert hat?
Wie hat sich das geäussert....
Wie war es ?
Was hast Du in den Situationen gedacht?
und wie wären die absolut selben Situationen ohne die Gedanken gewesen?
Und ich rede von meinem Körper, weil ich irgendwie durch ihn durch gucke und nichts anderes kenne.
Auch das ist ein interessanter Punkt! Deine Augen sehen was vor ihnen erscheint.
Ist "jemand" nötig, damit die Bilder gesehen weden können?
Oder ist da einfach nur sehen?
Wie ist es ?...
Ich denke da an die Vorstellung von ICH in meinem Kopf: hervorgerufen, durch die "Verdrahtungen" der Gehirnverbindungen der Vergangenheit.
Ja... genau !!!!.... Verdrahtungen durch Gedanken, die auf etwas hingewiesen haben, was da sein sollte. Etwas was sich "ich " nennt... zum Beispiel mit einem Gedanken wie: "I c h bin nicht reich genug" oder "Mein Freund sollte nicht so sein zu m i r..". Diese gedanklichen Verweise auf J e m a n d e n , lässt eine Identität entstehen. Etwas von der wir annehmen dass es es gibt.
Fehlt der Kopf (also das Gehirn), fehlt mein tiefes ICH. Ich definiere mich durch meine Erinnerungen und Vorstellungen: es ist doch alles, was ich habe!
Ich denke also, ich bin Gehirnfunktionen in meinem Körper.
Das ist wieder sehr interessant! Dann untersuche, wenn Du magst, woher die Gedanken kommen...
Gibt es jemanden in Dir, der Gedanken erschafft?...
Oder tauchen sie einfach aus dem Nichts auf und "Du" hast keinerlei Kontrolle darüber ob oder was gedacht wird?
Du fragtest nach dem Gefühl:
Es ist leer. Es scheint Gefühl zu geben, aber nicht tief im Inneren.
Aber sicher bin ich mir nicht.
Ich glaube, in dem Moment, als Du das geschrieben hast, waren Deine Gefühle nicht so vordergründig wahrzunehmen, weil Du mit dem Kopf die Sache untersuchen wolltest.
Da können wir das nächste Mal drauf sehen, falls Deine Wahrnehmung so bleiben sollte.

Ich hoffe, es ist nicht zu viel auf einmal und wünsche Dir Glück......


mit lieben Grüssen,
Katrin
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Dennis
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Dennis » Tue Mar 27, 2018 10:11 pm

Hallo Kerstin,
Lieber Dennis,

Erst mal: Entschuldige bitte, dass ich jetzt erst schreibe, und danke für Deine Geduld! Ich glaube, ich hatte vergessen unsere Konversation zu abonnieren und deshalb keine Nachricht bekommen, als Du geschrieben hast.... sorry...
No Problemo :D




Also Du sagt: "mein Körper"... der bist Du also nicht. Du hast ihn.
"Dennis", Dein Name bist Du ja auch nicht. Es ist ein Wort.
Wem hat Dein Körper seine Gefühle preisgegeben?
Ich frage Dir ernsthaft...
Wo kannst Du ihn lokalisieren?
Oder wie fühlt er sich an?
Versuche wirklich mal nicht die Gedanken zu Hilfe zu nehmen...und in Dich hineinzufühlen.
So wie Du Deinen Atem verfolgst... (falls Du Dein Selbst in Deinem Körper vermutest).
Habe vorhin nachgespürt. Ich spüre mich als Bewusstsein im Oberkörper, teilweise im Kopf...


Auch das könntest Du in Frage stellen:
War es der Körper der Dir Schmerz und Qualen beschert hat?
Wie hat sich das geäussert....
Wie war es ?
Was hast Du in den Situationen gedacht?
und wie wären die absolut selben Situationen ohne die Gedanken gewesen?
Woow: Stimmt! Ohne Gedanken wäre es weit nicht so schlimm gewesen!
Durch die Gedanken und Kommentare wurde es erst scheiße...
Ich empfang den Schmerz als Information ins tiefere ICH.
Abneigung kam innerlich als Gedanke auf.

Auch das ist ein interessanter Punkt! Deine Augen sehen was vor ihnen erscheint.
Ist "jemand" nötig, damit die Bilder gesehen weden können?
Oder ist da einfach nur sehen?
Wie ist es ?...
Ich denke, mein tiefes ICH ist nötig, damit etwas gesehen wird.
Ohne ... ok: ... ohne mich werden die Bilder trotzdem gesehen. Nur ohne mich ist niemand da, der es wahrnimmt.
Ja... genau !!!!.... Verdrahtungen durch Gedanken, die auf etwas hingewiesen haben, was da sein sollte. Etwas was sich "ich " nennt... zum Beispiel mit einem Gedanken wie: "I c h bin nicht reich genug" oder "Mein Freund sollte nicht so sein zu m i r..". Diese gedanklichen Verweise auf J e m a n d e n , lässt eine Identität entstehen. Etwas von der wir annehmen dass es es gibt.
Hmmm… sollte ich alle meine Erinnerungen verlieren, bin ich ja trotzdem noch! Stimmt also ;)
Ich denke also, ich bin Gehirnfunktionen in meinem Körper.
Das ist wieder sehr interessant! Dann untersuche, wenn Du magst, woher die Gedanken kommen...
Gibt es jemanden in Dir, der Gedanken erschafft?...
Oder tauchen sie einfach aus dem Nichts auf und "Du" hast keinerlei Kontrolle darüber ob oder was gedacht wird?
Ich dachte eigentlich, dass ich Gedanken lostreten kann. Ganz von allein. Aber wenn ich es genauer betrachte, so ist der letzte Moment einfacher Auslöser für den Denkprozess, oder genauer: der letzte Moment ist Ursache für meinen eigenen „Wunsch“, Denken zu wollen. Wie kann ich da von eigener Entscheidung sprechen?
Und aus diesem Kreislauf kann ich irgendwie nicht raus, denn alles, was ich bewusst selbst entscheide, ist ja schon Wirkung von Ursachen aus der Vergangenheit.
Es wird ein getrennter Prozess für eine eigene Entscheidung benötigt. Wenn wirklich alles verbunden ist (ist das so?), wo ist also meine separate Entscheidung, die NUR von MIR ist?

Ich glaube, in dem Moment, als Du das geschrieben hast, waren Deine Gefühle nicht so vordergründig wahrzunehmen, weil Du mit dem Kopf die Sache untersuchen wolltest.
Da können wir das nächste Mal drauf sehen, falls Deine Wahrnehmung so bleiben sollte.
Ich war gestern beim Zahnarzt. Der hat „böse“ Dinge angestellt…
Anfangs übermannten mich die negativen Gefühle (Schmerzen). Ich fragte mich, an was die Gefühle gerichtet sind. Ich erkannte das Bewusstsein, dass die Gefühle wahrnimmt und alles war ab diesem Moment zwar immer noch da, aber: es war nicht mehr pregnant und schlimm.
Der Schmerz war noch da, doch mein tiefstes inneres blieb davon absolut unberührt. Es verharrte.
Ich kann also sagen: das Äußere, also mein Körper und meine Gefühle, können verrückt spielen. Mein tiiiiiiiefes Inneres, also mein wahrnehmendes Bewusstsein, ist definitiv gleich. Da kann passieren, was will.
Jedenfalls gab mir das in diesem Moment eine Beruhigung, obwohl der Schmerz anhielt.
Oder es war Einbildung.
Ich hoffe, es ist nicht zu viel auf einmal und wünsche Dir Glück......
Immer her damit, Kerstin :)

mit lieben Grüssen,
Dennis

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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Katrin » Wed Mar 28, 2018 10:15 am

hallo Dennis,
Habe vorhin nachgespürt. Ich spüre mich als Bewusstsein im Oberkörper, teilweise im Kopf...
Diese Übung, nachzuspüren... da geistig hinzugehen, wo Du Dich vermutest... mit kindlicher Neugier im Herzen ....das ist sehr kraftvoll und kann Dir helfen immer tiefer zu finden was eigentlich wirklich IST! Mach es fühlend und nicht denkend... Gefühle sind unmittelbarer, näher dran... Gedanken sind oft Interpretationen von Gefühlen, also potenziell unwahrer... Gedanken sind grundsätzlich in Frage zu stellen.
Woow: Stimmt! Ohne Gedanken wäre es weit nicht so schlimm gewesen!
Durch die Gedanken und Kommentare wurde es erst scheiße...
Ich empfang den Schmerz als Information ins tiefere ICH.
Abneigung kam innerlich als Gedanke auf.
Wunderbar gesehen.
Ich denke, mein tiefes ICH ist nötig, damit etwas gesehen wird.
Ohne ... ok: ... ohne mich werden die Bilder trotzdem gesehen.
Spannend!!!!
Ohne Dich werden die Bilder trotzdem gesehen!!!!
Ja!!!!
von wem ?????
Nur ohne mich ist niemand da, der es wahrnimmt.
Geht denn "ohne dich"?
Hast du Dir das, in dem Moment, in dem Du das geschrieben hast, vorstellen können?
Geh nochmal dahin zurück....
Wie fühlt sich das an "ohne Dich".....?
Hmmm… sollte ich alle meine Erinnerungen verlieren, bin ich ja trotzdem noch! Stimmt also ;)
Es stimmt erst wenn Du es nicht nur mir dem Kopf absegnest... ;)
Ich dachte eigentlich, dass ich Gedanken lostreten kann. Ganz von allein. Aber wenn ich es genauer betrachte, so ist der letzte Moment einfacher Auslöser für den Denkprozess, oder genauer: der letzte Moment ist Ursache für meinen eigenen „Wunsch“, Denken zu wollen. Wie kann ich da von eigener Entscheidung sprechen?

Der letzte Moment....der letzte Moment von was ?
Und aus diesem Kreislauf kann ich irgendwie nicht raus, denn alles, was ich bewusst selbst entscheide, ist ja schon Wirkung von Ursachen aus der Vergangenheit.
oben schreibst Du:
Wie kann ich da von eigener Entscheidung sprechen?

und dann:
alles, was ich bewusst selbst entscheide

Das muss also noch klarer gesehen werden..
Guck also nochmal genau hin... wie es passiert, wie treffen sich Entscheidungen?...
Es wird ein getrennter Prozess für eine eigene Entscheidung benötigt. Wenn wirklich alles verbunden ist (ist das so?), wo ist also meine separate Entscheidung, die NUR von MIR ist?
Supergute Frage!!! hätte ich nicht besser stellen können...
Schreib es mir bitte...
Ich war gestern beim Zahnarzt. Der hat „böse“ Dinge angestellt…
Anfangs übermannten mich die negativen Gefühle (Schmerzen). Ich fragte mich, an was die Gefühle gerichtet sind. Ich erkannte das Bewusstsein, dass die Gefühle wahrnimmt und alles war ab diesem Moment zwar immer noch da, aber: es war nicht mehr pregnant und schlimm.
Der Schmerz war noch da, doch mein tiefstes inneres blieb davon absolut unberührt. Es verharrte.
Ich kann also sagen: das Äußere, also mein Körper und meine Gefühle, können verrückt spielen. Mein tiiiiiiiefes Inneres, also mein wahrnehmendes Bewusstsein, ist definitiv gleich. Da kann passieren, was will.
Das hört sich klasse an!!!! Also natürlich nicht die schmerzvolle Behandlung, aber Deine Einsichten!!! Das freut mich....
Jedenfalls gab mir das in diesem Moment eine Beruhigung, obwohl der Schmerz anhielt.
Oder es war Einbildung.
...ja...und dann kommen Gedanken und wollen wieder Alles unter ihre Kontrolle bringen.

Du machst das gut Dir auf die Schliche zu kommen!

Ich bin gespannt was Du weiterhin entdeckst...

mit lieben Grüssen,
Katrin
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Dennis » Sun Apr 01, 2018 7:32 pm

Hallo Katrin!
Deine Mail hat mich die letzten Tage beschäftigt. Ich hoffe, du hast tolle Ostern.
Habe vorhin nachgespürt. Ich spüre mich als Bewusstsein im Oberkörper, teilweise im Kopf...
Diese Übung, nachzuspüren... da geistig hinzugehen, wo Du Dich vermutest... mit kindlicher Neugier im Herzen ....das ist sehr kraftvoll und kann Dir helfen immer tiefer zu finden was eigentlich wirklich IST! Mach es fühlend und nicht denkend... Gefühle sind unmittelbarer, näher dran... Gedanken sind oft Interpretationen von Gefühlen, also potenziell unwahrer... Gedanken sind grundsätzlich in Frage zu stellen.
Ich spüre es im Oberkörper. Es ist genau genommen kein Spüren. Ich bin mir meiner im Oberkörper als Punk, 3 Finger höher vom Solarplexus bewusst. Habe im Meditieren danach gesucht, mit wenig Gedanken.
Ich werde es aber noch tiefer nachspüren.
Woow: Stimmt! Ohne Gedanken wäre es weit nicht so schlimm gewesen!
Durch die Gedanken und Kommentare wurde es erst scheiße...
Ich empfang den Schmerz als Information ins tiefere ICH.
Abneigung kam innerlich als Gedanke auf.

Wunderbar gesehen.
Dankeschön :D
Ich denke, mein tiefes ICH ist nötig, damit etwas gesehen wird.
Ohne ... ok: ... ohne mich werden die Bilder trotzdem gesehen.

Spannend!!!!
Ohne Dich werden die Bilder trotzdem gesehen!!!!
Ja!!!!
von wem ?????
Mein Auge, mein Gehirn, mein Körper. Mehr nicht. Niemand mehr da, der sagt: das bin ich!
(an dieser Antwort saß ich etwas länger)
Nur ohne mich ist niemand da, der es wahrnimmt.
Geht denn "ohne dich"?
Hast du Dir das, in dem Moment, in dem Du das geschrieben hast, vorstellen können?
Geh nochmal dahin zurück....
Wie fühlt sich das an "ohne Dich".....?
Das habe ich mir nicht vorstellen können.
In meiner Vorstellung entscheide ICH (also mein Bewusstsein).
Beispielsweise kann ich mir meines Tuns bewusst sein und schon verbessert sich die Qualität meines Tuns. Bin ich mir während meines Tuns meiner Gedanken bewusst, so wird mein Tun schlechter und die Gedanken werden lauter. Ich sehe mein Bewusstsein als Energie, dass das ganze am Leben hält. Wie kann es dann also sein, dass mein inneres ICH, also mein Bewusstsein, nichts ändert?
Ich sehe das Bewusstsein als Prozess der Entscheidung. Und ich sehe mein Bewusstsein als eigentliches ICH.


Ich dachte eigentlich, dass ich Gedanken lostreten kann. Ganz von allein. Aber wenn ich es genauer betrachte, so ist der letzte Moment einfacher Auslöser für den Denkprozess, oder genauer: der letzte Moment ist Ursache für meinen eigenen „Wunsch“, Denken zu wollen. Wie kann ich da von eigener Entscheidung sprechen?

Der letzte Moment....der letzte Moment von was ?
Das letzte Jetzt. Alles, was gerade Jetzt war, musste das jetzige Jetzt so gemacht haben.

Und aus diesem Kreislauf kann ich irgendwie nicht raus, denn alles, was ich bewusst selbst entscheide, ist ja schon Wirkung von Ursachen aus der Vergangenheit.
oben schreibst Du:
Wie kann ich da von eigener Entscheidung sprechen?

und dann:
alles, was ich bewusst selbst entscheide

Das muss also noch klarer gesehen werden..
Guck also nochmal genau hin... wie es passiert, wie treffen sich Entscheidungen?...
Das habe ich heute und gestern hauptsächlich mal gemacht. Alle Entscheidungen MUSSTEN einfach so sein. Entscheidungen passieren, ganz durchblickt habe ich es noch nicht – es ändert sich aber etwas. Unangenehme Situationen von mir sind einfach so, es ist alles so unpersönlich, was passiert.
Es wird ein getrennter Prozess für eine eigene Entscheidung benötigt. Wenn wirklich alles verbunden ist (ist das so?), wo ist also meine separate Entscheidung, die NUR von MIR ist?
Supergute Frage!!! hätte ich nicht besser stellen können...
Schreib es mir bitte...
*lach
Kannst du mir das nicht schreiben?
*scherz ;)
Wer sagt, dass alles verbunden ist?


Liebe Grüße,
Dennis

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Katrin
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Joined: Thu Mar 15, 2018 12:37 am

Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Katrin » Sun Apr 01, 2018 10:39 pm

Hallo Dennis!
Deine Mail hat mich die letzten Tage beschäftigt. Ich hoffe, du hast tolle Ostern.

Habe ich! danke, ich hoffe du auch!
Ich freue mich über die Konzentration, die in Deinen Zeilen zu spüren ist.
Ich spüre es im Oberkörper. Es ist genau genommen kein Spüren. Ich bin mir meiner im Oberkörper als Punk, 3 Finger höher vom Solarplexus bewusst. Habe im Meditieren danach gesucht, mit wenig Gedanken.
Ich werde es aber noch tiefer nachspüren.

Ich stutze etwas, weil Du schreibst: "Ich bin mir meiner... bewusst". Ist es Energie die Du fühlst oder ein Ich-Gefühl?
Ohne Dich werden die Bilder trotzdem gesehen!!!!
Ja!!!!
von wem ?????
Mein Auge, mein Gehirn, mein Körper. Mehr nicht. Niemand mehr da, der sagt: das bin ich!
(an dieser Antwort saß ich etwas länger)
Das glaube ich, denn Du hast wirklich hingeschaut! "Da ist niemand da der sagt: das bin ich!"
Das habe ich mir nicht vorstellen können.
genau! Nichts kann man sich nicht vorstellen. Nichts kann nicht gefunden werden. Ist nicht fassbar. Es ist das LEBEN selbst. Du bist am leben. Dir fehlt also nichts. Es gibt nichts was noch hinzukommen müsste in Deiner Wahrnehmung. "Ohne Dich" ist einfach nur zu sehen dass da nichts ist, was Du ja auch schon gesehen hast.
In meiner Vorstellung entscheide ICH (also mein Bewusstsein).
Beispielsweise kann ich mir meines Tuns bewusst sein und schon verbessert sich die Qualität meines Tuns. Bin ich mir während meines Tuns meiner Gedanken bewusst, so wird mein Tun schlechter und die Gedanken werden lauter.
Ich finde gut, wie Du erkennst, wie es Dir jeweils mit und ohne Vorstellungen geht.
Ich sehe mein Bewusstsein als Energie, dass das ganze am Leben hält. Wie kann es dann also sein, dass mein inneres ICH, also mein Bewusstsein, nichts ändert?
Ist es Dein Bewusstsein oder Bewusstsein, dass das ganze am Leben hält? Bewusstsein hat eine Zugehörigkeit?... Du hast Deins, ich hab meins? Nicht mit dem Kopf beantworten.
Wie kann ich da von eigener Entscheidung sprechen?
Der letzte Moment....der letzte Moment von was ?
Das letzte Jetzt. Alles, was gerade Jetzt war, musste das jetzige Jetzt so gemacht haben.
Also Du hast gesehen, dass die Entscheidung auch viele Jetzt Momente entstanden ist... und der letzter Jetzt Moment fällte dann definitiv die Entscheidung? kein ich. Hab ich das richtig verstanden? Wenn es nicht so war, guck einfach nochmal...
Das habe ich heute und gestern hauptsächlich mal gemacht. Alle Entscheidungen MUSSTEN einfach so sein.

ja!
Entscheidungen passieren, ganz durchblickt habe ich es noch nicht – es ändert sich aber etwas. Unangenehme Situationen von mir sind einfach so, es ist alles so unpersönlich, was passiert.
Das hört sich gut an.
Es wird ein getrennter Prozess für eine eigene Entscheidung benötigt. Wenn wirklich alles verbunden ist (ist das so?), wo ist also meine separate Entscheidung, die NUR von MIR ist?
Supergute Frage!!! hätte ich nicht besser stellen können...
Schreib es mir bitte...
*lach
Kannst du mir das nicht schreiben?
*scherz ;)
Wer sagt, dass alles verbunden ist?
Es ist piepegal, wie es ist, wenn wir es nicht so erleben, deshalb müssen wir uns nur mit dem Befassen, was wir sehen, hören fühlen schmecken, riechen können... Es gibt nicht viel zu wissen.... :)
Wünschen, Hoffen, Glauben leben in der Zeit.
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Dennis » Mon Apr 02, 2018 7:58 pm

Hallo Katrin!
Habe ich! danke, ich hoffe du auch!
Ich freue mich über die Konzentration, die in Deinen Zeilen zu spüren ist.
Vielen Dank, Katrin. ^^
Ich spüre es im Oberkörper. Es ist genau genommen kein Spüren. Ich bin mir meiner im Oberkörper als Punk, 3 Finger höher vom Solarplexus bewusst. Habe im Meditieren danach gesucht, mit wenig Gedanken.
Ich werde es aber noch tiefer nachspüren.


Ich stutze etwas, weil Du schreibst: "Ich bin mir meiner... bewusst". Ist es Energie die Du fühlst oder ein Ich-Gefühl?
Ich fühle es als Energie. Wenn ich mir mich frage, an wen diese Gedanken gerichtet sind, bekomme ich das Gefühl einer Energie in meinem Oberkörper. Als wäre ich dort.

Ohne Dich werden die Bilder trotzdem gesehen!!!!
Ja!!!!
von wem ?????
Mein Auge, mein Gehirn, mein Körper. Mehr nicht. Niemand mehr da, der sagt: das bin ich!
(an dieser Antwort saß ich etwas länger)
Das glaube ich, denn Du hast wirklich hingeschaut! "Da ist niemand da der sagt: das bin ich!"


Das habe ich mir nicht vorstellen können.
genau! Nichts kann man sich nicht vorstellen. Nichts kann nicht gefunden werden. Ist nicht fassbar. Es ist das LEBEN selbst. Du bist am leben. Dir fehlt also nichts. Es gibt nichts was noch hinzukommen müsste in Deiner Wahrnehmung. "Ohne Dich" ist einfach nur zu sehen dass da nichts ist, was Du ja auch schon gesehen hast.
Wunderschön! Danke!
In meiner Vorstellung entscheide ICH (also mein Bewusstsein).
Beispielsweise kann ich mir meines Tuns bewusst sein und schon verbessert sich die Qualität meines Tuns. Bin ich mir während meines Tuns meiner Gedanken bewusst, so wird mein Tun schlechter und die Gedanken werden lauter.

Ich finde gut, wie Du erkennst, wie es Dir jeweils mit und ohne Vorstellungen geht.
Vielen Dank! :)
Ich sehe mein Bewusstsein als Energie, dass das ganze am Leben hält. Wie kann es dann also sein, dass mein inneres ICH, also mein Bewusstsein, nichts ändert?
Ist es Dein Bewusstsein oder Bewusstsein, dass das ganze am Leben hält? Bewusstsein hat eine Zugehörigkeit?... Du hast Deins, ich hab meins? Nicht mit dem Kopf beantworten.

Das kann ich nicht. Ich versuche es weiter…

Wie kann ich da von eigener Entscheidung sprechen?
Der letzte Moment....der letzte Moment von was ?
Das letzte Jetzt. Alles, was gerade Jetzt war, musste das jetzige Jetzt so gemacht haben.
Also Du hast gesehen, dass die Entscheidung auch viele Jetzt Momente entstanden ist... und der letzter Jetzt Moment fällte dann definitiv die Entscheidung? kein ich. Hab ich das richtig verstanden? Wenn es nicht so war, guck einfach nochmal...
Ja genau: das letzte Jetzt MUSSTE das jetzige Jetzt genau so erzeugen. Es ging nicht anders. Alles, auch meine Entscheidung. Denn alles floss ins jetzt. Der letzte Moment fällte also die Entscheidung.
Ich schrieb vorher, dass ich (also Bewusstsein) ja auch wieder entscheide. Wie entscheidet das Bewusstsein?
Das Bewusstsein entscheidet, wie es muss! Es gibt also auch hier wieder keine Entscheidung von mir, sondern vom großen Ganzen! Also Reaktion der letzten Aktion von allem.
Das habe ich heute und gestern hauptsächlich mal gemacht. Alle Entscheidungen MUSSTEN einfach so sein.
ja!

Danke auch dafür!
Entscheidungen passieren, ganz durchblickt habe ich es noch nicht – es ändert sich aber etwas. Unangenehme Situationen von mir sind einfach so, es ist alles so unpersönlich, was passiert.
Das hört sich gut an.
Vielen Dank!!!
Es wird ein getrennter Prozess für eine eigene Entscheidung benötigt. Wenn wirklich alles verbunden ist (ist das so?), wo ist also meine separate Entscheidung, die NUR von MIR ist?
Supergute Frage!!! hätte ich nicht besser stellen können...
Schreib es mir bitte...
*lach
Kannst du mir das nicht schreiben?
*scherz ;)
Wer sagt, dass alles verbunden ist?

Es ist piepegal, wie es ist, wenn wir es nicht so erleben, deshalb müssen wir uns nur mit dem Befassen, was wir sehen, hören fühlen schmecken, riechen können... Es gibt nicht viel zu wissen.... :)
Ok: ich erlebe, dass alles Ursache und Wirkung ist. Wirklich alles! Ausnahmslos!
Ich erlebe also die nächsten Tage tiefer diese Tatsache: vielleicht verinnerliche da etwas oder sehe irgendwelche Widersprüchlichkeiten.

Gruß aus Berlin,
Dennis
:D

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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Katrin » Tue Apr 03, 2018 1:16 pm

Lieber Dennis,
Ok: ich erlebe, dass alles Ursache und Wirkung ist. Wirklich alles! Ausnahmslos!
Ich erlebe also die nächsten Tage tiefer diese Tatsache: vielleicht verinnerliche da etwas oder sehe irgendwelche Widersprüchlichkeiten.
Gut...bin gespannt...
Ich spüre es im Oberkörper. Es ist genau genommen kein Spüren. Ich bin mir meiner im Oberkörper als Punk, 3 Finger höher vom Solarplexus bewusst. Habe im Meditieren danach gesucht, mit wenig Gedanken.
Ich werde es aber noch tiefer nachspüren.

Ich stutze etwas, weil Du schreibst: "Ich bin mir meiner... bewusst". Ist es Energie die Du fühlst oder ein Ich-Gefühl?

Ich fühle es als Energie. Wenn ich mir mich frage, an wen diese Gedanken gerichtet sind, bekomme ich das Gefühl einer Energie in meinem Oberkörper. Als wäre ich dort.
Also fühlt es sich so an als wären da zwei Selbst. Du siehst Dich... Einer findet den Anderen. (so erleben das die meisten Menschen) Wer von Beiden bist Du und wer von Beiden bist Du nicht?

mit lieben Grüssen,
Katrin
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Liebe, Dank und Hingabe- in der Ewigkeit.

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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Dennis » Wed Apr 04, 2018 5:59 pm

Liebe Katrin,
Ok: ich erlebe, dass alles Ursache und Wirkung ist. Wirklich alles! Ausnahmslos!
Ich erlebe also die nächsten Tage tiefer diese Tatsache: vielleicht verinnerliche da etwas oder sehe irgendwelche Widersprüchlichkeiten.
Gut...bin gespannt...
Bin noch dabei. Habe heute bei meiner Entspannungsübung draußen eine Fliege am Ohr gehabt. Das nahm ich zum Anlass, tiefer zu gehen. Dieses unangenehme Gefühl des Kribbelns, das war nicht ich. Ich bin ja der, der das Gefühl wahrnimmt.
Raum breitete sich zwischen „mir“ und diesem Gefühl aus. Sogar zwischen „mir“ und meinem Körper.
Das hielt 1 h an, auch nach der Übung noch.

Was der Tag noch brachte:

Ich empfinde, umso genauer ich hinschaue, keine Möglichkeit anders zu handeln. In jeder Situation. Es gibt keinen Platz für andere Möglichkeiten des Tuns, des Jetzt.
Ich spüre es im Oberkörper. Es ist genau genommen kein Spüren. Ich bin mir meiner im Oberkörper als Punk, 3 Finger höher vom Solarplexus bewusst. Habe im Meditieren danach gesucht, mit wenig Gedanken.
Ich werde es aber noch tiefer nachspüren.

Ich stutze etwas, weil Du schreibst: "Ich bin mir meiner... bewusst". Ist es Energie die Du fühlst oder ein Ich-Gefühl?

Ich fühle es als Energie. Wenn ich mir mich frage, an wen diese Gedanken gerichtet sind, bekomme ich das Gefühl einer Energie in meinem Oberkörper. Als wäre ich dort.
Also fühlt es sich so an als wären da zwei Selbst. Du siehst Dich... Einer findet den Anderen. (so erleben das die meisten Menschen) Wer von Beiden bist Du und wer von Beiden bist Du nicht?
Tja: ups… Das im Oberkörper kann ich ja nicht sein, weil ich ja als „ICH“ mir diesen Punkt angucke oder empfinde.

Gruß,
Dennis
:D

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Katrin
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Katrin » Thu Apr 05, 2018 8:54 am

Liebe Dennis...
wunderschön!
Du bleibst dran und findest so viel heraus...
Bin noch dabei. Habe heute bei meiner Entspannungsübung draußen eine Fliege am Ohr gehabt. Das nahm ich zum Anlass, tiefer zu gehen. Dieses unangenehme Gefühl des Kribbelns, das war nicht ich. Ich bin ja der, der das Gefühl wahrnimmt.
Raum breitete sich zwischen „mir“ und diesem Gefühl aus. Sogar zwischen „mir“ und meinem Körper.
Das hielt 1 h an, auch nach der Übung noch.

Was der Tag noch brachte:

Ich empfinde, umso genauer ich hinschaue, keine Möglichkeit anders zu handeln. In jeder Situation. Es gibt keinen Platz für andere Möglichkeiten des Tuns, des Jetzt.
Da sagst Du alles worauf es ankommt. Das Jetzt ist alles was es gibt...
Tja: ups… Das im Oberkörper kann ich ja nicht sein, weil ich ja als „ICH“ mir diesen Punkt angucke oder empfinde.
Du hast es schon herausgefunden!
Nur nochmal zum vertiefen....

Das direkte Erleben besteht aus
Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, (körperlicher) Empfindung und (beobachteten) Gedanken.

Was kann im direkten Erleben gefunden werden, wenn direkt an diesen "Ort" geschaut wird?

"Oberkörper"
"3 Finger höher vom Solarplexus"

Was ist dort?

Ist dort mehr als Empfindung?
Sagt die reine Empfindung etwas über "Ich"?

Woher stammt die Idee?
Von Empfindung?
Oder von beschreibenden Gedanken?

Sagt die reine Empfindung überhaupt etwas über "Oberkörper" oder "Solar Plexus"?
Woher stammt die Idee?
Von reiner Empfindung?
Oder von beschreibenden Gedanken?

mit lieben Grüssen,
Katrin
Wünschen, Hoffen, Glauben leben in der Zeit.
Liebe, Dank und Hingabe- in der Ewigkeit.

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Dennis
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Dennis » Sat Apr 07, 2018 8:37 am

Liebe Katrin:
Bin noch dabei. Habe heute bei meiner Entspannungsübung draußen eine Fliege am Ohr gehabt. Das nahm ich zum Anlass, tiefer zu gehen. Dieses unangenehme Gefühl des Kribbelns, das war nicht ich. Ich bin ja der, der das Gefühl wahrnimmt.
Raum breitete sich zwischen „mir“ und diesem Gefühl aus. Sogar zwischen „mir“ und meinem Körper.
Das hielt 1 h an, auch nach der Übung noch.

Was der Tag noch brachte:

Ich empfinde, umso genauer ich hinschaue, keine Möglichkeit anders zu handeln. In jeder Situation. Es gibt keinen Platz für andere Möglichkeiten des Tuns, des Jetzt.
Da sagst Du alles worauf es ankommt. Das Jetzt ist alles was es gibt...
Dankeschön!
:D

Ich gebe so viel, jeden Tag diese Entspannungsübungen. Meine Handlungen werden klarer: ich habe während des Tun mehr Durchblick und eine innere Ruhe. Lebensqualität steigert sich nach und nach.
Ich dachte, dass ich ganz bewusst diese Entscheidung getroffen habe, mein Leben in diese Richtung zu vervollkommnen! Meinem Bewusstsein also mehr Raum im Geist zu geben und dadurch glücklicher zu sein.
Doch: die Entscheidung kam nicht von mir?!
Genauso wenig, wie davor die Entscheidung von mir da war, es NICHT zu machen.

Somit kann ich also nicht die Verantwortung übernommen werden, bewusster zu werden. Es entwickelt sich dahin, oder nicht!
Oder sollte ich die anderen Menschen inspirieren wollen, den gleichen Weg zu gehen, so
Ist auch das wieder das, was passieren MUSS. Alles, was darauf folgt, folgt eben und muss so sein.

Also kurzum: Jeder kann die Verantwortung für sich übernehmen (relativ betrachtet),
doch absolut betrachtet wird die Verantwortung übernommen, oder eben nicht. Das Persönliche hat einfach keinen Bestand!

Jetzt könntest du antworten: ganz schön viel mit dem Kopf betrachtet! Das war beides: denken und fühlen. :)


Tja: ups… Das im Oberkörper kann ich ja nicht sein, weil ich ja als „ICH“ mir diesen Punkt angucke oder empfinde.
Du hast es schon herausgefunden!
Nur nochmal zum vertiefen....

Das direkte Erleben besteht aus
Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, (körperlicher) Empfindung und (beobachteten) Gedanken.

Was kann im direkten Erleben gefunden werden, wenn direkt an diesen "Ort" geschaut wird?

"Oberkörper"
"3 Finger höher vom Solarplexus"

Was ist dort?

Ist dort mehr als Empfindung?
Sagt die reine Empfindung etwas über "Ich"?

Woher stammt die Idee?
Von Empfindung?
Oder von beschreibenden Gedanken?

Sagt die reine Empfindung überhaupt etwas über "Oberkörper" oder "Solar Plexus"?
Woher stammt die Idee?
Von reiner Empfindung?
Oder von beschreibenden Gedanken?


Alles aus den Gedanken. Und Empfindungen, die ich ja auch nicht bin!
Ich habe keine Ahnung, wo mein Bewusstsein ist. Ich kann nur sagen, DASS es definitiv da ist. Immer!
Auch, wenn ich bewusstlos bin! Dann ist es woanders, als in meinem Körper: aber es ist da!

Wenn ich schlafe bin ich mir dessen bewusst, teilweise… . Manchmal habe ich auch Erinnerungen daran, um im Nachhinein darauf zurückzugreifen.

Das würde übrigens auch Sinn machen, dass ich mich oft nicht mehr erinnern kann! Das heißt nur, dass die Gedanken (Erinnerungen) nicht existieren im Körper. Macht ja nix: das ändert nichts an der Tatsache, dass ich Bewusstsein immer bin.
Und sogar (vielleicht) auch war, von dem Körper hier?!

Ja stimmt!
Danke!


Liebe Grüße aus Berlin,
Dennis

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Katrin
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Katrin » Sat Apr 07, 2018 12:25 pm

Lieber Dennis,
Jetzt könntest du antworten: ganz schön viel mit dem Kopf betrachtet! Das war beides: denken und fühlen. :)
:) ich glaube nicht, denn das hätte der Kopf nicht alleine erkennen können....

Ich freu mich!
Ich gebe so viel, jeden Tag diese Entspannungsübungen.
Wer gibt so viel? Wer gibt wem? Glaubst Du die Entspannungsübungen sind die Ursache für das, was Du anschliessend schreibst?:
Meine Handlungen werden klarer: ich habe während des Tun mehr Durchblick und eine innere Ruhe.
Ich glaube ich verstehe dich richtig. Denn so sind wir gewohnt zu schreiben: "ich freu mich" habe ich oben geschrieben. Genauer wäre: Freude!.
Wie ist das bei Dir? Ist da "Jemand", dessen Handlungen klarer werden, der mehr Durchblick und mehr Ruhe hat oder ist da nur wahrnehmen?
Jeder kann die Verantwortung für sich übernehmen (relativ betrachtet)
Das ist ein Gedanke! Stimmt was er sagt? Was nimmst Du wahr?
Auch, wenn ich bewusstlos bin! Dann ist es woanders, als in meinem Körper: aber es ist da!
Wer weiss das? Welches "ich wird bewusstlos? Was macht einen Körper zu "meinem" Körper?
Wenn ich schlafe bin ich mir dessen bewusst, teilweise… . Manchmal habe ich auch Erinnerungen daran, um im Nachhinein darauf zurückzugreifen.
Ist da Jemand der die Aufgabe hat "(Sich)Bewusst zu sein? Schau nochmal...
Ich habe keine Ahnung, wo mein Bewusstsein ist.
Was macht Bewusstsein zu "meinem" Bewusstsein?
dass ich Bewusstsein immer bin
Was und wo genau ist dieses "Ich", das Bewusstsein ist?

!!!! "Ich bin diese Person"
"Ich bin Bewusstsein" !!!!

Ist das nicht ein und dasselbe Pattern von Identifikation?

Ist "Ich" mehr als ein Gedanke?

Kann ein Gedanke zu einer Persönlichkeit werden?

Kann ein Gedanke zu Bewusstsein werden?

Braucht es ein "Ich", damit Bewusstsein ist?

mit lieben Grüssen,
Katrin
Wünschen, Hoffen, Glauben leben in der Zeit.
Liebe, Dank und Hingabe- in der Ewigkeit.

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Dennis
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Re: Es ist schwierig, ein Mensch zu sein. Es ist noch viel schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Postby Dennis » Tue Apr 17, 2018 3:19 pm

Ich gebe so viel, jeden Tag diese Entspannungsübungen.
Wer gibt so viel? Wer gibt wem? Glaubst Du die Entspannungsübungen sind die Ursache für das, was Du anschliessend schreibst?


Es wird überwunden, irgendwie. Es passiert durch mich. Die Entscheidung dazu fälle ich, wodurch gleichzeitig klar ist: es MUSSTE so entschieden werden. War also doch nicht meine Entscheidung…
Und nicht durch mich gefällt, denn dafür fehlt das separate…

Ich merke (also es wird gemerkt durch mich), dass ich durch die Entspannungsübungen mehr mitbekomme, auch störende Verhaltensmuster ablege. Aber: es wird gesehen und abgelegt. Mehr nicht. Denn es kann ja auch nicht anders sein. Es gibt einfach keinen Raum für die Alternative, die sein könnte.




Meine Handlungen werden klarer: ich habe während des Tun mehr Durchblick und eine innere Ruhe.
Ich glaube ich verstehe dich richtig. Denn so sind wir gewohnt zu schreiben: "ich freu mich" habe ich oben geschrieben. Genauer wäre: Freude!.
Wie ist das bei Dir? Ist da "Jemand", dessen Handlungen klarer werden, der mehr Durchblick und mehr Ruhe hat oder ist da nur wahrnehmen?

Ich nehme wahr, dass die Wahrnehmung öfter im Tun und weniger in den Gedanken weilt, wodurch mein Denken verringert und mein Tun verbessert wird.

Aber du hast recht: es wird klarer gesehen durch mich, dass ein „Ich“ nicht existiert.

Es sollte ja einfach so passieren, obwohl ich denke, dass ich es entschieden habe… Nach meinem momentanen Verständnis noch: ICH habe bewusst darüber nachgedacht und mich entschieden. Es war keine Unbewusste Gedankenkette, sondern ich habe das Denken angestoßen.

Gleichzeitig kann ich sagen: es wurde bewusster gesehen und bewusster entschieden durch mich.


Jeder kann die Verantwortung für sich übernehmen (relativ betrachtet)
Das ist ein Gedanke! Stimmt was er sagt? Was nimmst Du wahr?

Es wird die Verantwortung übernommen,
aber keine Ahnung von wem. Irgendwie….


Auch, wenn ich bewusstlos bin! Dann ist es woanders, als in meinem Körper: aber es ist da!
Wer weiss das? Welches "ich wird bewusstlos? Was macht einen Körper zu "meinem" Körper?

Meine Erinnerung weiß das. Die Gedanken und alle anderen Sinneskontakte fallen aus.

Mein Körper, weil ich entscheide, wie er sich verhalten soll.
Ich denke noch manchmal, dass ich entscheide, wie ich handle.
Ganz besonders in den Situationen, in denen es knapp entschieden wird.
„Rege ich mich in dieser Situation jetzt über das auf, was passiert ist? Oder lasse ich es sein..?“
Das ist manchmal ganz knapp, mittels Gedankenkette und Angewohnheit kommt eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die sich eigentlich so anfühlt, als wäre sie von mir.

Wenn alles einfach so entschieden werden würde: könnte ich dann icht einfach NICHTS tun? Oder es würde einfach alles durch mich passieren?

Wenn ich schlafe bin ich mir dessen bewusst, teilweise… . Manchmal habe ich auch Erinnerungen daran, um im Nachhinein darauf zurückzugreifen.
Ist da Jemand der die Aufgabe hat "(Sich)Bewusst zu sein? Schau nochmal...

Na mein Bewusstsein. Aber die Aufgabe…? Es ist einfach Bewusst.

Ich habe keine Ahnung, wo mein Bewusstsein ist.
Was macht Bewusstsein zu "meinem" Bewusstsein?

Gute Frage!
Es ist das Ende der Wahrnehmung. Also das, was sich der Wahrnehmung bewusst ist.
Ich bin da: Das ist ganz eindeutig. Ob ich nun entscheide, oder nicht. Wie ich bin oder was auch immer: das kann ich in Frage stellen. Aber DASS ich da bin, das ist ganz eindeutig.
Und es ist mein Bewusstsein, weil ich meiner Gedanken und Handlungen bewusst bin. (ob durch mich verursacht oder nicht).
Und mit „meine“ meine ich, meinen Körper betreffend.

dass ich Bewusstsein immer bin
Was und wo genau ist dieses "Ich", das Bewusstsein ist?

!!!! "Ich bin diese Person"
"Ich bin Bewusstsein" !!!!

Ist das nicht ein und dasselbe Pattern von Identifikation?

Ist "Ich" mehr als ein Gedanke?


Hmmm…. Wie kann ich existieren, wenn alles einfach nur geschieht?
Bin ich ein Illusion? Denke ich nur, dass ich ich bin? Dass ich BIN? Dass ICH bin?



Kann ein Gedanke zu einer Persönlichkeit werden?
Nein. Kann er nicht.


Kann ein Gedanke zu Bewusstsein werden?
Nein, kann er nicht.



Braucht es ein "Ich", damit Bewusstsein ist?
Keine Ahnung.


Mit der letzten Frage beschäftige ich mich jetzt noch ein bisschen…

Liebe Grüße,
Dennis


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