Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

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McLovin
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Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby McLovin » Fri Oct 27, 2017 7:06 am

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Es bedeutet für mich die Chance etwas zu lernen. Ich lerne gerne. Ich habe gleichzeitig Angst und Hoffnung. Angst, dass ich mir etwas einrede, was mich behindert und Angst vor Veränderung, aber eben auch Hoffnung auf Antworten und tiefe Introspektion.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich hatte mehrere Gespräche mit einem Coach, der das Liberation Unleashed Programm durchlaufen hat und es mir aufgrund meiner Berichte empfohlen hat. Ich fand an seiner Beschreibung sehr interessant, dass er bei der Beobachtung immer wenn er dachte, dass es nichts mehr weiter geht, doch noch etwas entdeckt hat.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich befinde mich seit einiger Zeit auf der Suche. Es ist eine unklare Suche, eine Suche nach Füllung der inneren Lehre, die zu vielen Menschen und vielen Antworten geführt hat. Warum bin Ich hier, warum scheint die Welt/das Leben oft grausam/unfair und für manche Menschen sehr einfach für andere sehr schwierig. Ich habe mich mit Meditation, Hypnose und MBSR beschäftigt, viele Gespräche mit verschiedenen Menschen geführt. Gerade in letzter Zeit habe ich auch mit einigen religiösen Menschen gesprochen, die sich von Gott geliebt und geleitet fühlen, allerdings finde ich das ein schwieriges Konzept ohne klare Anleitung, wie man dahin kommt außer sich Fragen zu stellen, in der Bibel zu lesen usw und zu hoffen, dass man von Gott erfüllt wird. Außerdem darauf vertrauen, dass Gott schon alles in die richtigen Wege lenkt. Einige dieser Menschen haben selbst gesagt, dass sie ab einem gewissen Punkt nicht mehr hinterfragen, weil es einfacher ist. Mir reicht das nicht und ich würde gerne weiter gehen. Ich habe lange versucht (und tue es teilweise immer noch) Antworten außerhalb von mir zu suchen und eher rational an die Suche zu gehen. Dies würde ich gerne ändern und meine eigene Erfahrung machen, da wir durch Sprache, Musik und andere Medien zwar die Möglichkeit haben über Erfahrungen zu sprechen und Gefühle zu beschreiben, die eigene Erfahrung dann aber doch nochmal etwas anderes ist.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich erwarte, dass vieles in Frage gestellt wird. Da es ja die ganze Liste gibt, für was LU nicht zur Verfügung steht und es aber bei den Erfahrungsberichten Menschen gibt, die in diesen Bereichen auch Erfahrungen durch das Erlebnis gemacht haben, würde ich mich über Antworten freuen, wie das zusammenhängt. Da die Begleitung soweit ich das bisher verstanden habe viel aus Fragen und Beobachtungen besteht würde ich mich dennoch freuen auch andere Menschen auf der Suche kennenzulernen. Ich versuche nicht zu viel zu erwarten und gleichzeitig sind Hoffnungen und Erwartungen vorhanden, für die das Programm nicht gedacht ist. Deshalb hoffe ich, dass mein Begleiter dabei weiterhelfen und den Weg aufzeigen kann.

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10/10

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flowings
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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby flowings » Fri Oct 27, 2017 11:34 am

Liebe(r) McLovin!
Gerne reise ich ein Stück mir dir.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich erwarte, dass vieles in Frage gestellt wird. Da es ja die ganze Liste gibt, für was LU nicht zur Verfügung steht und es aber bei den Erfahrungsberichten Menschen gibt, die in diesen Bereichen auch Erfahrungen durch das Erlebnis gemacht haben, würde ich mich über Antworten freuen, wie das zusammenhängt.
Für diese Untersuchung ist es wichtig, möglichst frisch und unvoreingnommen auf das, was im Augenblick erlebt wird, zu schauen.
Hier soll es einzig und allein um die Frage gehen, ob das "Ich" real ist oder nicht.
Viele Fragen, die du jetzt vielleicht hast, werden sich selbst beantworten - oder einfach zerbröseln.
Jede Frage, die auftaucht, entstammt dem denkenden Verstand, der immer alles definiert, kategorisiert und analysiert haben will. Deine Aufgabe in diesem Prozess ist unter anderem, darüber wach zu sein und dich nicht in diesen Gedanken zu verlieren, sondern immer auf das direkte Erleben des Augenblicks zu schauen.
Nachdenken, um Antworten zu finden, ist am Ende nichts weiter als eine Ablenkung von der eigentlichen Arbeit.

Ähnlich verhält es sich mit Erwartungen (die natürlich erstmal da sind):
Ich versuche nicht zu viel zu erwarten und gleichzeitig sind Hoffnungen und Erwartungen vorhanden, für die das Programm nicht gedacht ist.
Lass uns hier doch mal anfangen und schau mal konkret nach, was deine Erwartungen bezüglich des Prozesses sind.
Benutze die folgenden Fragen als "Pointer":

Wie wird sich wohl der Moment anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut ist?
Wird das mit einem Knall geschehen oder eher still und leise?
Wie wird sich dein Leben verändern?
Was wird gleich bleiben?


Sei 100% ehrlich und versuche, möglichst präzise zu sein!
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McLovin
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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby McLovin » Fri Oct 27, 2017 2:49 pm

Liebe(r) McLovin!
Gerne reise ich ein Stück mir dir.
Schön, dass du da bist :)
Wie wird sich wohl der Moment anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut ist?

Wenn ich versuche mir das vorzustellen ist ein Wirrwar aus Gedanken und Emotionen da. Ich habe etwas Erfahrung mit Psychedelika (LSD) und auch schon etwas im Forum gelesen (sollte ich das für die Dauer der Untersuchung unterlassen?). Daraus haben sich Vorstellungen gebildet oder vielleicht auch Wünsche nach einem Gefühl der Klarheit und inneren Harmonie. Gleichzeitig geht es ja darum nicht zu erwarten, sondern hinzuschauen und wahrzunehmen.
Wird das mit einem Knall geschehen oder eher still und leise?
Bis vor kurzem hatte ich eher die Vorstellung einer plötzlichen Erfahrung. Allerdings hat sich diese Vorstellung dahingehend geändert, dass es vielleicht eher wie aufwachen ohne Wecker ist. Also mit Übergangsphase und sanft.
Wie wird sich dein Leben verändern?
Das ist ein Punkt, der schwierig werden könnte. Ich befinde mich gerade in einer Phase meines Lebens in der ich mich gefühlt selbst blockiere und sehr unsicher bin, wie es weitergeht. Es ist Hoffnung da, darauf, dass ich einen Weg finde so zu leben wie ich es will und auch noch herauszufinden was das ist :D Ich gerne besser verstehen und besser hinschauen können. Nicht nur Sorgen und Ängste im Kopf haben und somit einen nach innen gerichteten Fokus, sondern einen nach außen gerichteten Fokus also mehr ins erleben und weniger ins denken. Es sind auch Ängste da, was passiert wenn mein Ich verschwindet oder es mir egal wird oder soetwas und was dann passiert, ob es einen Weg zurück gibt oder es eher so ein einmal gesehen kann nicht mehr ungesehen werden.
Was wird gleich bleiben?
Ich kann mir vorstellen, dass auf gewisse Weise alles gleich bleibt, also Dinge gleich aussehen, sich gleich anfühlen, schmecken usw. aber vielleicht direkter erlebt werden. Ich muss dabei an meine Erfahrungen mit zeichnen lernen denken, wo es auch darum geht sehen zu lernen. Am Anfang ist da ein Auge aber mit der Zeit sind es Formen, Licht und Schatten usw. die zusammen ein Auge bilden.



Ich habe noch eine Frage zum Ablauf.
Es geht ja soweit ich das verstanden habe um das Erleben, das Sehen. Kann ich dann auch schreiben wenn z.B. Fragen auftauchen wie "Ich kann kein Ich direkt spüren/sehen, aber DNA auch nicht?" oder ist das zu viel nachdenken?
Da liegt glaube ich eine Angst verborgen, dass ich mir einrede es gibt kein Ich, dass es eine Illusion ist, es aber selbst wenn es nicht stofflich ist dennoch sinnvoll ist für das Leben.
Kann ich solche Dinge wie die letzten Zeilen auch immer mitreinschreiben oder nur die Fragen beantworten und auf die nächsten Fragen warten?

PS: Lieber ;)

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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby flowings » Fri Oct 27, 2017 5:55 pm

Ich habe etwas Erfahrung mit Psychedelika (LSD) und auch schon etwas im Forum gelesen (sollte ich das für die Dauer der Untersuchung unterlassen?). Daraus haben sich Vorstellungen gebildet...
Vergangene Erfahrungen, an die du dich erinnerst, sind irrelevant. Vielleicht haben die Erfahrungen dich geprägt, aber das soll nicht Gegenstand der Untersuchung sein.
Alles was zählt, ist das Erleben im Hier & Jetzt.
Während des eigenen Prozesses im Forum zu lesen kann kontraproduktiv sein, wenn dadurch wieder neue Erwartungen entstehen. Lass das besser erstmal.
...oder vielleicht auch Wünsche nach einem Gefühl der Klarheit und inneren Harmonie.
Wird das mit einem Knall geschehen oder eher still und leise?
Bis vor kurzem hatte ich eher die Vorstellung einer plötzlichen Erfahrung. Allerdings hat sich diese Vorstellung dahingehend geändert, dass es vielleicht eher wie aufwachen ohne Wecker ist. Also mit Übergangsphase und sanft.
Das Durchschauen der Ich-Illusion kann bei jedem etwas anders aussehen... ein Knall, ein plötzliches Begreifen, ein allmähliches Durchsickern... Klarheit, Harmonie, Erleichterung, Euphorie, Verwirrtheit.... was auch immer da auftauchen wird, in welcher Intensität und in welcher Reihenfolge... das wissen wir hier und jetzt nicht.
All diese Vorstellungen, Erwartungen, Wünsche können dem, was tatsächlich passiert, im Wege stehen; sie können den klaren Blick aufs wirkliche Erleben verzerren. Sei dir darüber bewusst, dass das alles nur Gedanken sind, die nicht unbedingt mit der Realität zu tun haben!

Sei weiterhin wach und aufmerksam gegenüber Gedanken, die dir etwas über eine Zukunft, die vielleicht so oder so aussehen könnte, erzählen! Lass dich von denen nicht belabern ;)

Es sind auch Ängste da, was passiert wenn mein Ich verschwindet oder es mir egal wird oder soetwas und was dann passiert, ob es einen Weg zurück gibt oder es eher so ein einmal gesehen kann nicht mehr ungesehen werden.
Gute Nachrichten: Dein Ich wird nicht verschwinden.
Weil es nicht existiert.
Was verschwindet, ist der Glaube daran.

Wir vergleichen das Durschauen der Ich-Illusion gerne mit dem Durchschauen der Weihnachtsmann-Illusion:
Als Kind wird einem klar, dass es den Typen mit dem weissen Bart nicht gibt - und nie gegeben hat. Einmal gesehen, wird man wohl kaum wieder an den Weihnachtsmann glauben können - aber alte Muster, Emotionen usw, die mit "Weihnachtsmann" verbunden sind, verschwinden nicht unbedingt automatisch mit einem Knall.

Kann ich dann auch schreiben wenn z.B. Fragen auftauchen wie "Ich kann kein Ich direkt spüren/sehen, aber DNA auch nicht?" oder ist das zu viel nachdenken?
Natürlich, wenn du an solchen Fragen hängenbleibst, berichte mir darüber.
Und: Ja, das ist zu viel Nachdenken ;)

Lass uns hier gerne mal direkt schauen:
Das Wort "Ich" bezieht sich ja direkt auf unser Erleben: "ICH bin es doch, der diesen ganzen Zirkus hier erlebt, oder?"
Ich denke, ich sehe, ich höre usw... das impliziert doch, dass das "Ich" im Zentrum des Erlebens steht, oder?
Dass das "Ich" diese Dinge tut, jene Dinge beobachtet, willentlich entscheidet, handelt usw.
Wenn das 'Ich' wirklich ist, muss es doch auch wirklich erlebt werden können, oder?
In diesem Prozess untersuchst du das wirkliche Erleben und schaust nach, ob dort ein 'Ich' zu finden ist.

Von der DNA hingegen erwarten wir wohl kaum, dass sie direkt in unserem Erleben auftaucht.

Alles klar soweit?
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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby McLovin » Fri Oct 27, 2017 8:08 pm

Alles klar soweit?
Ok. Nein, es ist nicht alles klar, aber sonst wäre ich ja auch nicht hier ;)

Wenn ich also annehme, dass das Ich nicht existiert, was erlebt dann? Ist es einfach ein Gehirn das wahrnimmt? Wer entscheidet? Was sind Erinnerungen? Solche Fragen tauchen auf. Aber da du ja auch in der ersten Antwort geschrieben hast, dass sich viele Fragen während des Prozesses klären können wir gerne mit pointen weitermachen.

Ich weiß auch nicht so richtig, wie ich Erwartungen ablegen kann. Falls es heißt wahrnehmen wenn sie sich einmischen wollen und dann so gut wie möglich auf das direkte Erleben schauen dann verstehe ich es. Wenn es andere Methoden gibt würde mich das interessieren.

Es kann sein, dass ich morgen nicht oder erst abends schreiben kann, aber spätestens Sonntag bin ich wieder da. Falls du heute nochmal reinschaust und mir was zum reinspüren mitgeben kannst wäre das schön, ansonsten bis bald und schönes Wochenende.

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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby flowings » Fri Oct 27, 2017 9:05 pm

Wenn ich also annehme, dass das Ich nicht existiert, was erlebt dann?
Was erlebt JETZT?
Ich weiß auch nicht so richtig, wie ich Erwartungen ablegen kann.
Achtsamkeit ist der Schlüssel. Sei dir darüber bewusst, wenn sie auftauchen, nimm zur Kenntnis. Das ist mehr als die halbe Miete.
Falls du heute nochmal reinschaust und mir was zum reinspüren mitgeben kannst wäre das schön
Nimm doch mal diese ganzen Fragen, die du bis jetzt in diesen Thread getippt hast.
(Ich weiss, da sind noch mehr Fragen!" ;) )

Diese Fragen, diese Gedanken, sind ja Teil "deines" Erlebens, nicht wahr?
Schau dir das Ganze doch mal anders an als normalerweise: Grübel nicht über die Fragen, sondern SCHAU hierhin:

Was erlebt diese Fragen (oder andere Gedanken)?
Wie entstehen sie?
Wenn diese Fragen auftauchen - werden die denn von "dir" gestellt / erdacht? Mit anderen Worten:
Bist "du" der Erfinder, der Formulierer dieser fragenden Gedanken? Erschafft "dein Ich" die Fragen aus dem Nichts?
Wie geht das?
Kannst du dir aussuchen, welche Fragen auftauchen?
Hast du irgendeinen Einfluss?
Kannst du, wenn dir diese Fragen - oder auch irgendwelche anderen Gedanken - durch den Kopf spuken, "dich selbst" als von diesem Denkprozess abgetrenntes Selbst, als beobachtende Instanz wahrnehmen?



Denk nicht darüber nach, versuche keine logische Antwort zu finden, sonder SCHAU auf den Prozess, der da abläuft!
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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby McLovin » Sun Oct 29, 2017 10:16 am

Was erlebt diese Fragen (oder andere Gedanken)?
Etwas innerhalb meines Kopfes. Es ist ein bisschen wie ein Surroundkino (wenn ich neben den Fragen und Gedanken auch Empfindungen und Sinneseindrücke mitbeobachte). Allerdings wird nicht alles immer gleich gewichtet wahrgenommen, sondern es ist möglich aktiv auf bestimmte Bereiche zu fokussieren, wobei diese Fokussierung teilweise auch eher passiv abläuft.
Es fühlt sich so an, als ob der Zuschauerraum eben im Kopf ist, weil Empfindungen in den Füßen sich weiter weg anfühlen als bspw. Empfindungen am Kopf.
Wie entstehen sie?
Wenn diese Fragen auftauchen - werden die denn von "dir" gestellt / erdacht? Mit anderen Worten:
Bist "du" der Erfinder, der Formulierer dieser fragenden Gedanken? Erschafft "dein Ich" die Fragen aus dem Nichts?
Wie geht das?

Gedanken und Fragen tauchen auf und werden registiert. Den genauen Prozess konnte ich (noch) nicht wahrnehmen.
Kannst du dir aussuchen, welche Fragen auftauchen?
Hast du irgendeinen Einfluss?
Wenn ich die Frage oben lese kann ich mich darauf fokussieren und sie "auf der Leinwand" halten und wenn der Fokus geändert wird auch auf Antworten lauschen. Ansonsten kann ich auf einen Bereich fokussieren so in der Art: Ich möchte, dass Fragen oder Gedanken kommen zu obiger Frage.
Kannst du, wenn dir diese Fragen - oder auch irgendwelche anderen Gedanken - durch den Kopf spuken, "dich selbst" als von diesem Denkprozess abgetrenntes Selbst, als beobachtende Instanz wahrnehmen?
Teilweise ja. Es gibt dann wie zwei Ebenen. Einmal z.b. die Wahrnehmung dass ich wütend bin und auch Gedanken darüber dass ich aber nicht in die Wut eintauchen muss, sondern z.b. mich auf meinen Atem konzentrieren kann.


Ich finde es insgesamt sehr schwierig, weil ich leicht abschweife. Bei der Frage wer oder was denkt/erlebt gerade kann fühlt es sich so an, als ob es ein Bereich im Hinterkopf ist, in dem der Zuschauerraum ist. Allerdings sind ein Großteil der Kopfwahrnehmung an der Außenseite und die Augen, die einen gefühlt ziemlich direkten Zugang zur Realität schaffen. Vielleicht fühle ich also nur die Kopfhaut und das innere meines Mundes, etc.

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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby flowings » Sun Oct 29, 2017 11:14 am

Was erlebt diese Fragen (oder andere Gedanken)?
Etwas innerhalb meines Kopfes. Es ist ein bisschen wie ein Surroundkino (wenn ich neben den Fragen und Gedanken auch Empfindungen und Sinneseindrücke mitbeobachte).
Ist da wirklich ein "Etwas" das die Gedanken, Gefühle und Sinneseindrücke erlebt?
Oder ist das "Surroundkino" im Kopf auch nur Teil des Erlebens von Gedanken / Gefühlen / Sinneseindrücken?
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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby McLovin » Sun Oct 29, 2017 1:05 pm

Was ich sagen kann ist: Es gibt Wahrnehmung.

Es gibt ein ganz vages Gefühl, dass da etwas ist. Ich spüre auch meinen Fuß nicht immer wenn ich jetzt aber hinschaue dann ist der da. Ich kann nur nicht mit meinen Augen in meinen Kopf schauen.

Es ist etwas Wut da, dass ich "es" nicht verstehe und Unverständnis, der Wunsch nach einer Erklärung, wie klar wird bzw. ob es eine bestimmte Methode des hinschauens gibt.

Danach kommen viele Gedanken und Fragen. Z.B. Wenn etwas wahrgenommen wird muss es doch eigentlich etwas geben, das das wahrnimmt. Bzw. wenn es nur Wahrnehmung ist ohne Ich wie gibt es dann Entscheidungen? Wenn alles nur Triebe sind die Wahrgenommen werden wozu braucht es Gedanken?

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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby flowings » Sun Oct 29, 2017 3:11 pm

Was ich sagen kann ist: Es gibt Wahrnehmung.
So ist es.
Wenn etwas wahrgenommen wird muss es doch eigentlich etwas geben, das das wahrnimmt.
Ist das so? Wirklich?
Du nimmst an, dass es "Etwas" geben müsste, das Gedanken wahrnimmt, aber kannst du wirklich einen Beobachter von Gedanken im Erleben finden?
Oder ist da nur das Erleben des Denkprozesses?

wenn es nur Wahrnehmung ist ohne Ich wie gibt es dann Entscheidungen?
Besorg dir mal zwei verschiedene Getränke, stell sie vor dich und entscheide dich in Ruhe, welches du trinken willst.

Hat eine feste Instanz willentlich eine Entscheidung getätigt?
Oder haben verschiedene Gedanken zu einer Entscheidung geführt?

Schau genau hin!
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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby McLovin » Sun Oct 29, 2017 7:19 pm

Du nimmst an, dass es "Etwas" geben müsste, das Gedanken wahrnimmt, aber kannst du wirklich einen Beobachter von Gedanken im Erleben finden?
Oder ist da nur das Erleben des Denkprozesses?
Ich kann keinen Beobachter finden. Es ist sehr komisch danach zu suchen. Alles was es gibt ist hinfühlen und da sind Empfindungen wie oben beschrieben, aber die sind Teile des Körpers und dann gibt es hindenken also gedanklich nachfragen "Hallo, ist da jemand?" und das einziges was zurückkommen kann sind andere Gedanken und wenn der Gedanke "Hallo, Ich bins kommt" kann direkt danach ein Gedanke kommen "Oder auch nicht. Es gibt mich nicht".
Besorg dir mal zwei verschiedene Getränke, stell sie vor dich und entscheide dich in Ruhe, welches du trinken willst.

Hat eine feste Instanz willentlich eine Entscheidung getätigt?
Oder haben verschiedene Gedanken zu einer Entscheidung geführt?
Es gab Gedanken und außerdem Erinnerungen an den Geschmack und das Gefühl der Getränke.

Ich könnte jetzt einfach schreiben es gibt kein Ich aber es ist noch Wiederstand da. Ein nicht nachgeben wollen.
Bei der Weihnachtsmannillusion verstehen Kinder, dass es die Eltern sind, die die Stiefel (o.ä.) füllen und nicht eine illusorische Gestalt. Lässt sich das dann auch irgendwie auf die Ichfrage übertragen oder geht es nur darum ein Beispiel für eine Illusion zu geben? Denn wenn es analog wäre müssten sich dann nicht die Stiefel alleine füllen und die Beschreibung wäre die Stiefel füllen sich es gibt kein Etwas, das sie füllt?
Ich versuche irgendwie das alles gedanklich zu begreifen obwohl ich nicht soll und erwarte einen Aha-Moment. Wenn ich das merke dann versuche ich ins Sehen zu gehen und komme bis zu: Kein feststellbarer Beobachter außer Gedanken, die sagen:
"Ich beobachte doch, also gibt es mich".

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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby flowings » Sun Oct 29, 2017 10:28 pm

Sehr gut, McLovin!
Ich kann keinen Beobachter finden. Es ist sehr komisch danach zu suchen. Alles was es gibt ist hinfühlen und da sind Empfindungen wie oben beschrieben, aber die sind Teile des Körpers und dann gibt es hindenken also gedanklich nachfragen "Hallo, ist da jemand?" und das einziges was zurückkommen kann sind andere Gedanken und wenn der Gedanke "Hallo, Ich bins kommt" kann direkt danach ein Gedanke kommen "Oder auch nicht. Es gibt mich nicht".
wenn es nur Wahrnehmung ist ohne Ich wie gibt es dann Entscheidungen?
Besorg dir mal zwei verschiedene Getränke, stell sie vor dich und entscheide dich in Ruhe, welches du trinken willst.
Hat eine feste Instanz willentlich eine Entscheidung getätigt?
Oder haben verschiedene Gedanken zu einer Entscheidung geführt?
Es gab Gedanken und außerdem Erinnerungen an den Geschmack und das Gefühl der Getränke.
Also wurde entschieden, ohne dass ein "Ich" dabei die Finger im Spiel hatte?
Ich versuche irgendwie das alles gedanklich zu begreifen
Als Kind wird einem klar, dass es den Typen mit dem weissen Bart nicht gibt - und nie gegeben hat. Einmal gesehen, wird man wohl kaum wieder an den Weihnachtsmann glauben können - aber alte Muster, Emotionen usw, die mit "Weihnachtsmann" verbunden sind, verschwinden nicht unbedingt automatisch mit einem Knall.
Gedanken, Fragen, Begreifenwollen verschwinden ebensowenig mit einem Knall. Aber sie gehören niemandem...
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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby McLovin » Mon Oct 30, 2017 11:10 am

Also wurde entschieden, ohne dass ein "Ich" dabei die Finger im Spiel hatte?
Ja, wenn ich rein nach der Erfahrung gehe.

Ich muss zugeben, dass ich gestern in Gateless Gatecrashers gelesen habe. Da war dieses Verlangen nach wie ich durch das Tor komme, der Wunsch "es" zu verstehen.
Etwas später habe ich mit einem Freund gesprochen und es war wie immer aber auch nicht ganz. Er hat gefragt, ob ich high bin. Wenn man Früchtetee high werden kann, dann war ich das wohl ^^ Ich habe nicht wie sonst so viel nachgedacht sondern gesagt, was in den Kopf kam und es war eine der lustigsten Unterhaltungen, die wir bisher hatten.

Im Moment denke ich viel aber es ist eher ein tiefer sehen bzw. der Wunsch danach. Weil es seltsam ist und ich auf der einen Seite gerne einfach mich dem Flow hingeben möchte, auf der anderen Seite aber frage, wie dann viele Sachen funktionieren.

Alleine um hier mit dir schreiben zu können nutze ich das Wort ich. Ich könnte es umschreiben aber so funktiert es mit den meisten Menschen einfacher. Ist es also eher eine Definionsfrage? Also, dass das Ich nicht die eine große Instanz ist, sondern eine Bezeichnung für Gedanken, Erlebnisse, Emotionen usw. und durch die Realisation davon es einfach ist Gewohnheiten zu ändern, Werte zu ändern usw.?

Da hänge ich noch ein bisschen. Bei vielen Selfhelpsachen geht es ja darum komplette Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. (Wobei da auch oft gemeint ist dass man ja nicht auf alles Einfluss hat, aber darauf, wie man reagiert) Wenn das Ich eine Illusion ist, dann ist das ja sehr einfach, weil dann Gedanken kommen und gehen und fertig.

Ich habe auch noch über Entscheiden nachgedacht und denke, dass es eher Gedanken + Emotionen sind und nicht nur Gedanken. Da ist es sehr seltsam zu sagen, dass es einfach passiert. Wenn alles einfach passiert dann könnte ich mich doch auch einfach ins Bett legen und gar nichts machen, oder? Und wie ist es mit Dingen, die man tun muss wie Steuer machen usw. die aber eher Zwang erfordern. Ist das Gefühl von Zwang nur da weil man sich mit Gedanken identifiziert, die sagen, dass Ich nicht gerne Steuern mache? Wenn das so ist, heißt das dann, dass man alles gerne macht, weil es egal ist und man voll im Moment ist? Würde ich dann nicht zum Spielball für andere oder lege ich irgendwie Werte fest? Dazu bräuchte es ja ein Ich-denken, oder?

Es fällt mir schwer auf den Punkt zu kommen, vielleicht ist das ein letztes klammern, vielleicht auch etwas anderes.

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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby flowings » Mon Oct 30, 2017 1:53 pm

Da war dieses Verlangen nach wie ich durch das Tor komme, der Wunsch "es" zu verstehen.
"Es" lässt sich nicht verstehen. Nur Begreifen. Schau bitte nicht auf ein fiktives Ziel, dass in einer fiktiven Zukunft liegt.
Alles ist JETZT HIER im direkten Erleben.
Das Torlose Tor wird aus genau diesem Grund "torlos" genannt - wenn du durch bist, erkennst du, dass es schon immer so war, und dass das "Tor" selbst Teil der Illusion war.
...und ich auf der einen Seite gerne einfach mich dem Flow hingeben möchte, auf der anderen Seite aber frage, wie dann viele Sachen funktionieren.
Alles funktioniert wie immer: Nämlich ganz von selbst.
Der Flow ist immer da, war immer da.
Nur leben die meisten von uns in der Illusion, es sei anders...
Alleine um hier mit dir schreiben zu können nutze ich das Wort ich. Ich könnte es umschreiben aber so funktiert es mit den meisten Menschen einfacher.
Ganz genau! Schau mal, auch ich benutze ja die Sprache. Gerade war der Impuls da, ein Beispiel zu geben und dann tauchte folgender Satz auf:
"Ich habe vor fünf Minuten beschlossen, mal ins Forum zu schauen, ob es eine Benachrichtigung für mich gibt; also habe ich meinen Laptop hochgefahren."
Die Wirklichkeit hierbei ist: Gedanken tauchen auf, ein Impuls zu handeln entsteht, Aktion erfolgt.
Sobald wir die Sprache benutzen, befinden wir uns sozusagen in der Illusion. Sprache, Gedanken, Verstand, Ego - nenn es wie du willst: es erzählt eine Geschichte der Trennung - was völlig OK ist.
Bei vielen Selfhelpsachen geht es ja darum komplette Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. (Wobei da auch oft gemeint ist dass man ja nicht auf alles Einfluss hat, aber darauf, wie man reagiert)
Richtig. Hierbei geht es aber um eine Betrachtung des Lebens innerhalb der "Matrix" - des Traumzustandes der Ich-Illusion und es geht um einen "schöneren Traum". Was wir hier machen, ist aus der Matrix auszusteigen und die Wirklichkeit zu betrachten. Dort ist Verantwortung nichts weiter als ein gedankliches Konzept:
Wenn das Ich eine Illusion ist, dann ist das ja sehr einfach, weil dann Gedanken kommen und gehen und fertig.
Eben.
Das "Übernehmen-von-Verantwortung" geschieht, so wie Denken geschieht oder Sehen oder das Lesen dieser Zeilen hier.
Ich habe auch noch über Entscheiden nachgedacht und denke, dass es eher Gedanken + Emotionen sind und nicht nur Gedanken.
Soso, McLovin... du hast also nachgedacht und denkst, dass du denkst ..... ;)
Vergiss bitte nicht: Alles was zählt, um die Ich-Illusion zu durchschauen, ist hinschauen!
Vielleicht gibt es viele verschiedene Faktoren und verknüpfte Bedingungen, die eine Entscheidung herbeiführen (Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Prägungen, Veranlagung, Sternzeichen, Dreckklumpen in der Aura ;) ) - was jedoch für diese Untersuchung hier zählt ist das Beobachten, das Hinschauen und das Erkennen, dass da kein Generalmanager ist, der Entscheidungen trifft, sondern dass sie eben einfach geschehen - so wie alles Er-Leben einfach geschieht. Stay simple!

Es fällt mir schwer auf den Punkt zu kommen, vielleicht ist das ein letztes klammern, vielleicht auch etwas anderes.
Das läuft sehr gut hier, McLovin!
Gib einfach mal die Vorstellung auf, du müsstest auf einen Punkt kommen.
Versuch mal, wenn Fragen auftauchen und Gedanken, diese einfach unkommentiert zu lassen.
Gestatte einer Frage mal, einfach so im leeren Raum zu stehen.


So, McLovin... schau nun auf diese Frage:
Abgesehen von all den Gedanken, die alle möglichen Geschichten erzählen:
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Re: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Postby McLovin » Tue Oct 31, 2017 10:08 pm

Hi flowings,

ich weiß gar nicht genau was ich schreiben soll. Und natürlich "soll ich" überhaupt nichts, ich bin ja freiwillig (freiseiend? ;) ) hier.
Es fühlt sich im Moment so an, als würde ich Kreise laufen, immer wieder zurück ins Nachdenken.
Ist im Erleben ein Ich zu finden?
Nein. Es ist allerdings kein klares nein. Eher ein noch nicht nein.
Ich habe noch Erwartungen. Deswegen habe ich mich wohl auch so gut gefühlt als ich das letzte Mal geschrieben habe. Ich hatte eine geistige Ruhe (=unverkrampftes denken) und damiteinhergehende körperliche Entspannung. Allerdings sind wieder Zweifel aufgetaucht und das Gedankenkarusell ging los. Ich versuche immer wieder hinzuschauen und teilweise ist da ein Zwischending aus Gefühl und Gedanke dass das Ich nur um die Ecke ist und wenn ich lange genug schaue auch irgendwas finde oder wenn mir die richtige schlaue und kritisch Frage einfällt du dann sagst, ja ich lag falsch es gibt doch ein Ich.

Z.b. habe ich mich gefragt, was passiert, wenn ein Mensch sein Gedächtnis verliert. Dann weiß er nicht mehr, wer er ist bzw. war, weil die Geschichte nicht mehr da ist. Sogesehen kann ich nachvollziehen, dass das Ich eine Geschichte ist die sich jeder sich selbst und anderen erzählt und wenn etwas passiert, was nicht zu dieser Geschichte passt gibt es Probleme weil dann unser Ich angegriffen wird. Da kommt dann die Frage: Was wenn das Ich zwar eine Illusion ist, aber eine, die notwendig ist um mit anderen Menschen zu leben und einen Sinn im leben zu haben.

Ich kann mir schon ein bisschen die Antwort vorstellen. Denke nicht schaue, man kann es nicht mit dem Verstand begreifen nur in der direkten Erfahrung.

Das viele nachdenken ist eine Gewohnheit teilweise ein Automatismus. Wenn ich merke, dass ich mal wieder zu viel nachdenke dann versuche ich mich auf den Moment (Atem usw.) zu konzentrieren. Das ist glaube ich einer der Momente, die ich zwar beobachte aber die ich nicht klar beobachten kann. Denn genau in dem Übergang zwischen nachdenken und dem bewusst werden über den Nachdenkvorgang ist ein Eindruck einer Instanz/Entität da, die das eben bemerkt und dann mehr oder weniger bewusst den Fokus umlenkt.

Auch wenn es wohl nicht "richtig" ist hilft es das alles mal aufzuschreiben. Schönen Feiertag morgen (falls du den hast) :)


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