Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

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meister bilbo
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Fri Oct 12, 2018 6:40 pm

Hallo Joram! Ich hatte sehr intensiv herausfordernde Zeiten gemeistert und bin am kreativ Untersuchen, Heute bin ich in Kopenhagen. Es gibt hier viele Möglichkeiten des Ruhens, des Gehens, des Schauens. W-LAN an ruhigen Plätzen, wo ich mich viel aufhielt, gab es nicht. Bis bald, Meister Bilbo (:

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Sun Oct 14, 2018 9:13 pm

Hallo Joram! Leider ist mir ein fast fertiges Schreiben an dich, das ich nach einem längeren Schlaf abschliessend wollte, verschwunden. Mit der Entwurf- Speicherfunktion komme ich wohl noch nicht so zurecht.Ich fasse noch mal zusammen. Der Erzähler oder Berichter nimmt, automatisch einen Blickpunkt " als ein Anderer ein . Zeitlich rückblickendend oder in der Berichterperspektive, der Perspektive der Sprache. Sprache ist dem unmittelbaren Erleben immer hinterdrein. Damit auch entsteht ein scheinbar getrenntes Ich. Es ist die Perspektive des Rückblickens, des sprachlichen Bennens und Auswählen von Erinnertem. Das zusätzliche Ich ist eine Frage wie und ob ich mich mit der Erinnerung, der Erzählung davon, identifizere. Also jede Frage fragt nach einem Berichtenden . Ich bin viel zu Fuß durch die Stadt gelaufen, durchaus auch mit sportlichem Leistungswillen, habe dabei auch viel von der Weite der Stadt genossen. So eine Art Geh-Meditation. Da erlebte ich ganz stark ein "Ich bin hier" als die Instanz, die den Körper spürt und sich auch involviert. Der Beobachter von Empfindungen während ruhiger Momente oder Stille... Da war was, ich hatte es bereits mal aufgeschrieben, jetzt ist es mir entglitten, ich habe es nicht präsent, im Hintergrund läuft Fussball. Ich schicke das jetzt so mal ab, damit es nicht noch mal verschwinde und setzte später fort. ( ich komme mit der TabletTechnik noch mühsam zurecht)bis bald, Meister Bilbo.

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Joram
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Mon Oct 15, 2018 4:48 am

Der Erzähler oder Berichter nimmt, automatisch einen Blickpunkt " als ein Anderer ein.
Wie wird der „Erzähler“ wahrgenommen?
Mit was für einem Sinnesorgan?

Untersuche, schaue in der Stille – was ist wirklich da?

_()_

Ps. Vielleicht war es gut, dass die Erzählung verschwunden ist… wer weiß… schau nach dem Erzähler anstatt nach der Geschichte. Wir erzählen uns schon jahrelang Geschichten. Wir träumen so schön dabei ;-) Und? Nutzt es was? ;)
Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Sun Oct 21, 2018 1:40 pm

Lieber Joram, zunächst vielen Dank für deine fruchtbaren Fragen. Ich habe unterschiedliche Antworten, zu unterschiedlichen Zeiten. Für einen Moment der Stille ... mehrere, mehr oder weniger intensiv, wenn sich die "Alltagswelt" entspannt, die Wasser sich glätten. Klarheit und ein ruhiges Herz sind hilfreich, Erinnern ("Riechen"). Was ich erlebe ist Offenheit, wo ein festes Ich eigentlich gerade keine Rolle spielt. Alles ist ok so (bürgerliche Behaglichkeit?) . Manchmal kommt nach einiger Zeit auch Unruhe auf. Viele "Gäste"(Identitäten) lassen sich auch mal ent-identifizieren, wahrnehmen von ? aus. Ich kann da nur von einer größeren Offenheit sprechen, Sense of Being?: ja, da ist was. Ich habe letztes Jahr meinen Rinpoche gebeten, das noch einmal etwas auszuführen, auch Mooji spricht davon und ich war mir da lange etwas unklar. Ich kanns nicht sagen, aber im Innehalten ist was da(so was "Offenes", sage ich weiter unten mal. Ja und ich kenne die Fragen wie "hat es eine Begrenzung?". Nein mit dieser Frage komme ich zu nichts. Müdigkeit, Erschöpfung mindern die Fähigkeit spontan und gegenwärtiger zu sein. Das ist auch auf verschiedenen Lebens-Aktions-gebieten verschieden. (beim Laufen bin ich gut und fokussiert, die Füße im Zehenballengang wie Katzenpfoten, hilft mir wache Aufmerksamkeit zu generieren.

Hej, Joram, ich habe sogleich eine spontane Antwort auf die erste Frage: nämlich, der Erzähler (je nachdem welcher ) trägt einen eigenen 'Geruch', eine eigene Empfindung mit sich. Das ist auch Teil von dem, dass ich berichtete vornehmlich auf die Empfindungen zu lauschen. Hej, Joram, ich habe sogleich eine spontane Antwort auf die erste Frage: nämlich, der Erzähler (je nachdem welcher ) trägt einen eigenen 'Geruch', eine eigene (manchmal sich wandelnde) Empfindung mit sich. Das ist auch Teil von dem, dass ich berichtete vornehmlich auf die Empfindungen zu lauschen.
... der Beobachter der Empfindungen während Momenten der Ruhe Stille

Der Erzähler oder Berichter nimmt, automatisch einen Blickpunkt " als ein Anderer ein.

Wie wird der „Erzähler“ wahrgenommen?
Mit was für einem Sinnesorgan?
Ja, die Erzähler! Da gibt es mehrere Erzähler in unterschiedlichen Gewändern. Er verursacht eine Empfindung oder trägt eine solche mit sich. Zum Beispiel einer, der lustig sein will, und es auch oft ist; lauter Rollen, die spontan wirken, weil sie gut eingespielt sind. Sie können, insofern es keine Schmerzidentitäten sind, auch Spaß machen.
Also am ehesten käme da der Geruchssinn in Frage.So etwas wie ein Geruchssinn, so eine ganz tief ins Gehirn gehende Wahrnehmungsart, auch deren schwebender Character... diese besondere Art zart einen Geruch durch die Nase aufzunehmen.
Die innere Sprache, Zwiesprache, inneres Kasperletheater, Be- und Verurteiler, Begleiter, Kommentierer, Beurteiler, Aufmunterer, Ermahner, Antreiber, ... eigentlich eine ganz 'zivilisierte' Instanz ... Sprache hat auch einen Apell-, einen Selbstoffenbarungs-, einen Beziehungsaspekt. Die lassen sich fühlen, empfinden. Das geschieht aus so einer Art Offenheit heraus. Entspannung, mich erden, in meine Mitte stellen, wirken bei mir meist unterstützend. 13:36 Zurücklehnen die Signaturen von Schmerz und Anhaftung formen Identitäten, die geglaubt werden oder auch nicht. (wie bewege ich mich im Alltag, als Haushalter, Selbstständiger, Therapeut, usw) "Stop doing for a moment", sagt mir meine spirituelle Einflüsterin Nathalie Delay, und das tun wir(?) jetzt. In Konzentration, in Ruhe, ...? wird grössere Klarheit wahrgenommen, mehr Ruhen und hier . Abends nehme ich mich oft müde wahr, vernebelter, und da sind Klarheit und Zentriertheit viel
weniger.Jetzt muss ich los, arbeiten. (:
Untersuche, schaue in der Stille – was ist wirklich da?
bürgerliche Behaglichkeit? ich erinnere mich an "look and relax" und "go deeper and deeper". Diese letzte Aussage hat mich etwas beruhigt. Es müssen nicht diese "perfekten" Momente sein, sondern das Spüren eines subtileren Präsenten.

_()_
Ps. Vielleicht war es gut, dass die Erzählung verschwunden ist… wer weiß… schau nach dem Erzähler anstatt nach der Geschichte. Wir erzählen uns schon jahrelang Geschichten. Wir träumen so schön dabei ;-)
Jaaa!
Und Träumen von Geschichten, oder sie treten aus dem Hintergrund hervor. Ihre Macht liegt in einer Art Übernahme(ich suche noch nach einem besseren Wort, Hi-Jacking?) oder subtile Einflüsterung durch etwas wie Gefühle, so kommt es mir vor. Ein Gutfühl- oder Schlechtfühl-Beurteiler kann auch eine Rolle spielen. Und da wird ein 'Freies Einfach Gewahrsein' reduziert(!) auf einen möglichen Erzählstrang. Oder jemanden, der sich anstrengt, den (natürlich immer subjektiven) Erzählstrang zu manipulieren und die Wirkkraft auf das draußen oder innerlich wahrgenommene zu gewinnen.(ein Aberglaube?) "Ergebnisse": So bin/war/werde ich, toll, aua. Und Vorsatzbildung. Und? Nutzt es was? ;) Naja, "man" versucht es immer wieder (; Es mutet an wie ein Spiel. Und das Gefühl bei aller Einsicht nur an der Oberfläche zu kratzen, nur die weiter oben liegenden Mechanimen zu erkennen. Aha, es spielt sich(heute morgen habe ich es bei einem langen Aufwachen aus offener, neugieriger und neutraler Haltung beobachten können ).Was ist eine flüchtige, veränderliche Identität? Und jetzt suche in der anderen Richtung, Meister Bilbo! ... Zwischenstop, nicht verzetteln (so ein 'Erinnerer' kann ja ganz nützlich sein ... ) ich muss mal unterbrechen, kurz nach Würzburg zum was erledigen.

Hahahaaa, ich kann jetzt mit/auf dem Tablet kopieren und wiedereinfügen! (:

Nicht- Erschrecken, in-meiner-Mitte-sein, das Erinnern ans Hiersein, ein kurzes Innehalten und loslassen, Sinken wie beim Tai Chi. (Meine Theorie ist, dass Identitäten mit bestimmten Körperspannungen korrelieren).'Sich-besinnen', der Ausgangspunkt der Befragung( Stille, eine geeignete Atmosphäre erschaffen, kleine unauffällige Tageserinnerer kreieren - ich grüße zB immer die Sonne und richte mich aus.

Die "richtigen" Geschichten erzähle ich dem Finanzamt:
"Der Erzähler oder Berichter nimmt, automatisch einen Blickpunkt als ein Anderer ein."
Da nehme ich desFinanzamts Blickpunkt ein: es geht gnädig mit mir um. Wir verstehen uns.
Wenn ich auf der Arbeit bin schlüpfe ich leicht , also oft auch so ein bißchen im Flow, in meine (sehr frei ausgelegte) Rolle.
Wir träumen so schön dabei ;-) Und? Nutzt es was? ;)
Für Träume bin ich noch ziemlich anfällig. "Den Mond anheulen" hat es das Tarot genannt. Einnehmbar durch "große" Gefühle (:
Ich freue mich auf deine Rückmeldung!
herzlich grüßt Meister Bilbo

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Sun Oct 21, 2018 2:00 pm

Lieber Meister Bilbo,
oder eher Meister der Vernebelung?
So wird es garantiert nichts. Für sowas gibt es literarische Foren ;-)


Willst du wirklich was erkennen, oder willst du nur Erzählen? (Hypothetische Frage, bitte nicht beantworten.)

Zurück zum Thema, Antwort bitte nicht mehr als 10 Zeilen:

„wenn ich den Körper spüre“:
was für Instanz ist es, die den Körper spürt?
Untersuche.


_()_
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Sun Oct 21, 2018 9:52 pm

Hallo Joram, sind das Aversionen meinem Sprachgebrauch gegenüber? Naja, wenn es dir zu lang oder ausschweifend war ... es waren mehrere Antwortversuche von verschiedenen Zeitpunkten in einem post. Das waren die Ergebnisse, versucht in Worte einzupacken, sogar öfter gekürzt. Ich versichere erst nach dem Schauen die Worte gesucht zu haben. Gerne gebe ich dir eine neue Antwort in weniger als 10 Zeilen. Deine "Hypothetische Frage" war ja wohl nicht ernstgemeint ... nicht ganz geradeheraus, und
oder eher Meister der Vernebelung?
So wird es garantiert nichts
... finde ich wenig hilfreich, sondern als Rundumschlag.
;-)
soll heißen: ich habe gepupst, aber es war nicht so gemeint? Hm?
„wenn ich den Körper spüre“:
was für Instanz ist es, die den Körper spürt?
Untersuche.
Ich habe es schon mit kürzeren und längeren Zeiten versucht mit dem Spüren und eine Instanz ist für mich nicht fassbar. Mal mehr und mal weniger unabgelenkte Gegenwärtigkeit und ich merke anwesend zu sein.

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Mon Oct 22, 2018 5:15 am

Lieber Meister Bilbo,

Mit Aversion hat es nichts zu tun. Gar nichts.

Es hat mit Achtsamkeit, Einspitzigkeit, Konzentration zu tun, mit der Unterscheidungsfähigkeit zwischen „dem was IST“ und „die Geschichte dazu“ zu tun.

Joram versucht Bilbo zu einer wirklichen Beobachtung dessen was IST zu animieren und Bilbo erzählt Geschichten.

Joram weist auf die Zerstreuung hin und Bilbo fühlt sich abgelehnt. Das unangenehme Gefühl „abgelehnt“ ist real da. Der Grund dafür basiert auf eine falsche Vorstellung, falsche Geschichte: „Joram hat mich abgelehnt“.

Bilbo, wir werden nur dann weiterkommen, wenn du auf die Wahrnehmung dich konzentriert und die Geschichten, Geschichten sein lässt. Geschichten sind deine Gewohnheitsmuster und dürfen auch weiter da sein, sie müssen aber als das was sie sind erkannt werden: nur Geschichten.

Dann schauen: Was IST wirklich da?

Wenn du zu sehr die Geschichten liebst, und dein Leben lieber träumst, wird der Austausch hier dir nicht viel bringen.
Ich wünschte es wäre anders, es ist aber leider so…

„wenn ich den Körper spüre“:
was für Instanz ist es, die den Körper spürt?
Untersuche.
Ich habe es schon mit kürzeren und längeren Zeiten versucht mit dem Spüren und eine Instanz ist für mich nicht fassbar. Mal mehr und mal weniger unabgelenkte Gegenwärtigkeit und ich merke anwesend zu sein.
Versuche „das was wahrnimmt“ wahrzunehmen. – dafür brauchst du Gelassenheit, Zeit und Ruhe.
Schau um dich herum, achte auf die Wahrnehmungen und wenn der Geist still wird, beobachte wie alles wahrgenommen wird.

Was wird da, bei der Wahrnehmung der Wahrnehmung erlebt?
Ist da Jemand?


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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Wed Oct 31, 2018 9:27 am

Versuche „das was wahrnimmt“ wahrzunehmen. – dafür brauchst du Gelassenheit, Zeit und Ruhe.
Schau um dich herum, achte auf die Wahrnehmungen und wenn der Geist still wird, beobachte wie alles wahrgenommen wird.

Was wird da, bei der Wahrnehmung der Wahrnehmung erlebt?
Ist da Jemand?
Lieber Joram, die Gelassenheit, Zeit und Ruhe erlebe ich in beschriebenen Momenten, sowie beim Schreiben.
Es ist mal mehr, mal weniger "Hiersein". Das was zB die Empfindungen wahrnimmt, und es ist da, ist noch irgendwie verschleiert oder selbst nicht wahrnehmbar. Und ich bin da jeden Tag dran, auch in Momenten im Alltag. Ich möchte dich bitten mir was zum Riechen zu sagen.(Ich nehme Bezug auf einen vorigen post) Wenn ich nun in diesen Moment der Offenheit und die Bereitschaft für die erste subtile Geruchsempfindung zu sein, bin ich dann in deinem Sinne "auf dem Holzweg" ? Die Ichs treten in den Hintergrund (oder verlieren Festigkeit), was mit einer Art innerer Freiheit einhergeht. Aber das ist ja nicht deine Blickrichtung. Weiter bin ich noch nicht. Kein Erkennen.
Es hat mit Achtsamkeit, Einspitzigkeit, Konzentration zu tun, (und) mit d... Unterscheidungsfähigkeit
Auch der Prozess des Schreibens. Dass der Schreibende (irgendwer muß es ja tun) und das Schauen nach dem der schaut
nicht miteinander identisch sind, habe ich bereits mitgeteilt. Das ist mir wohl bewußt. Aber irgendwas muss ich ja wohl sagen, damit du da einhaken kannst.

die falsche Geschichte: „Joram hat mich abgelehnt“
Nein, die Geschichte heißt: Joram lässt sich von meinen Antworten (einer schreibt ja, es ist ja kein Channeling, oder?) ablenken von meiner Bemühung, die Antwort in passende Worte zu kleiden. Und schwupps ist es für ihn nur eine "Geschichte".
Machen wir bitte weiter! Ich habe dich verstanden mit der Einspitzigkeit auf die richtige Sache, nur möchte ich dich auch dafür öffnen, dass du auch liest, dass ich an die Aufgabe herangehe, so wie ich es eben am besten vermag. Da ist Unsicherheit da und ich wünsche mir von dir entsprechende Hinweise und auch dein verständigeres Lesen aus meinen Zeilen.
:-)
Bilbo

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Wed Oct 31, 2018 1:52 pm

Hi Bilbo :-)

Ich lese achtsam und genau das was du schreibst, mache dir da keine Sorgen :-)

Die Frage die hier auftaucht ist: Wie kann man die selbstverständliche MEINUNG, dass „einer schreibt ja“ hinterfragen? Wieso muss JEMAND schreiben? Wieso nicht „schreiben findet statt“?

Wie bei der Übung „Erfahrungen/Erleben mit Ich“ und „ohne Ich“…

Kann es sein, dass die Vorstellung, dass da Jemand ist, einfach nicht stimmt?


Liest gerade Jemand, oder findet gerade „Lesen“ statt?

Untersuche :-)



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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Thu Nov 08, 2018 4:07 pm

Hi Joram!
frisch vom Donnerstag:
Ich lese achtsam und genau das was du schreibst, mache dir da keine Sorgen :-)
danke. Die Antwort vor ein paar Tagen lautete noch, damals ganz anders, nämlich mit leichtem Mißtrauen unterlegt, "das hoffe ich". Auch hatte ich auf die folgende Frage eine eher rechtfertigende Haltung ausgedrückt und dann abgebrochen, weil es sich nicht ganz richtig anfühlte.
Die Frage die hier auftaucht ist: Wie kann man die selbstverständliche MEINUNG, dass „einer schreibt ja“ hinterfragen? Wieso muss JEMAND schreiben? Wieso nicht „schreiben findet statt“?
Ja, mit "Schreiben findet statt" könnte man eine Menge Anstrengung im Vorfeld rauslassen. Das 'richtige' Beobachten, das 'richtige' in Worte kleiden, die Sorge etwas nicht hinzubekommen. JEMAND hat vor Tagen eine ganz andere Antwort geschrieben und nicht abgeschickt. Das wurde bemerkt. Diese persönliche Inkonsistenz.
Wie bei der Übung „Erfahrungen/Erleben mit Ich“ und „ohne Ich“…
Menschenskinder, da bin ich mitten im Erleben und halte kurz danach Ausschau nach diesem ominösen Ich Ausschau (war da nicht doch was?).Da ist noch viel 'richtig und falsch' im Hinterkopf. Erleben ohne, zumindest erkennbares, Ich: das was aus grösserem Raum wahrnimmt kann ich nicht fassen, obwohl das "aus größerem Raum wahrnehmen" eindeutig da ist.
Kann es sein, dass die Vorstellung, dass da Jemand ist, einfach nicht stimmt?
Meine bevorzugte Hypothese. Das Jemand folgt beim Lesen bestimmten Mustern der Reaktion, doch die ändern sich.
Beim Schreiben wird sich eines wiedererkennbaren Musters bedient. Wortwahl, Stil, Absichten. Aufpassen nicht abzuschweifen. Anspannung, vor allem im Vorfeld, gelegentlich auch Flow). Schlußfolgenderweise müßte auch die erlebte Anspannung (echt doof, wie vor einer Klassenarbeit) nur eine Manifestation von 'Energien' ohne Ich sein.
Die Ich-Identität, wenn Schmerz oder Angst da ist, ein ablaufendes 'Notfallprogramm' bei gleichzeitiger Verengung der Wahrnehmung und dem Gefühl des Verlustes von Spielraum im Denken und Handeln? (übliche Frage an 'spirituelle' Lehrer, vor wenigen Tagen auch von mir gestellt: was mache 'Ich' aber wenn ... ? )

Liest gerade Jemand, oder findet gerade „Lesen“ statt?
Lesen wird verarbeitet. Individuell und je nach Tagesform und Gestimmtheit verschieden.
Oft mal kann ich mich in diese (und andere Tätigkeiten) hineinentspannen, als auch auftauchende Regungen und Reaktionen wahrnehmen (nicht an jedem Tag und bei jeder Tätigkeit gleich) Herz und Hirn werden dabei ruhiger, langsamer, gelassener und wenn es gut läuft, gibt es dazwischen viele Atemzüge, einfach so.
Grüsse aus dem Auenland
Meister Bilbo

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Thu Nov 08, 2018 4:55 pm

Oft mal kann ich mich in diese (und andere Tätigkeiten) hineinentspannen, als auch auftauchende Regungen und Reaktionen wahrnehmen (nicht an jedem Tag und bei jeder Tätigkeit gleich) Herz und Hirn werden dabei ruhiger, langsamer, gelassener und wenn es gut läuft, gibt es dazwischen viele Atemzüge, einfach so.
Ist da ein „Ich“ was „sich“ entspannt, oder entsteht Entspannung gerade weil das „Ich“, die Identifikation mit was auch immer, vergessen worden ist?

Untersuche :-)

Grüße von hier, jetzt :-)

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Thu Nov 08, 2018 5:21 pm

Oft mal kann ich mich in diese (und andere Tätigkeiten) hineinentspannen, als auch auftauchende Regungen und Reaktionen wahrnehmen (nicht an jedem Tag und bei jeder Tätigkeit gleich) Herz und Hirn werden dabei ruhiger, langsamer, gelassener und wenn es gut läuft, gibt es dazwischen viele Atemzüge, einfach so.

Ist da ein „Ich“ was „sich“ entspannt, oder entsteht Entspannung gerade weil das „Ich“, die Identifikation mit was auch immer, vergessen worden ist?
Das "sich" entspannende "Ich" sagt zum (austauschbares) Beispiel: aah, und jetzt ein Bier! und hockt sich auf die Klippe über das tosende Meer mit den nach ihm züngelnden Wellen. (das war die, immerhin kurze, Geschichte: gerade noch in Sicherheit gebracht)
Aber das, wovon ich vorhin schrieb,siehe das Zitat oben, da ist die Identifikation, das "Ich" oder die Identifikation mit einem solchen vergessen.

Grüße !

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Thu Nov 08, 2018 6:03 pm

Verstehe nicht ganz.

Ist "Ich" = "Identifikation"?

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Sat Nov 10, 2018 12:15 am

Das "Ich" mit dem Beispiel des Bieres zur Entspannung war als Identifikation gemeint. Anders als bei:
Oft mal kann ich mich ... hineinentspannen, ... auftauchende Regungen und Reaktionen wahrnehmen ... Herz und Hirn werden dabei ruhiger, langsamer, gelassener und wenn es gut läuft, gibt es dazwischen viele Atemzüge, einfach so.
, wo die Identifikation, das "Ich" oder die Identifikation mit einem solchen vergessen ist.
Wenn ich das so schreibe kommt mir der Gedanke, die Identifikation als "Ich" könnte eine Art Gewohnheit sein.
Bis bald (-:

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Sat Nov 10, 2018 4:29 am

Das "Ich" mit dem Beispiel des Bieres zur Entspannung war als Identifikation gemeint. Anders als bei:
Oft mal kann ich mich ... hineinentspannen, ... auftauchende Regungen und Reaktionen wahrnehmen ... Herz und Hirn werden dabei ruhiger, langsamer, gelassener und wenn es gut läuft, gibt es dazwischen viele Atemzüge, einfach so.
, wo die Identifikation, das "Ich" oder die Identifikation mit einem solchen vergessen ist.
Wenn ich das so schreibe kommt mir der Gedanke, die Identifikation als "Ich" könnte eine Art Gewohnheit sein.
Also ist das „Ich“ nur ein Gedanke?
Kein Gedanke, kein „Ich“, kein Stress?
Auftauchende Regungen und Reaktionen werden, ohne Anhaftung fließend wahrgenommen?

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